Das Appenzeller Huus ist «Hotel des Jahres»
Das Appenzeller Huus in Gonten AI ist laut GaultMillau «Hotel des Jahres 2027». Dies wurde in der heutigen Pressekonferenz verkündet.
Besagtes Hotel liegt in dem kleinen Dorf Gonten, welches nur 1500 Einwohner zählt. Noch ist es kein Ort, an den die Touristinnen und Touristen hinpilgern. Dies könnte sich aber bald ändern. Hinter dem Appenzeller Huus steht der frühere Finanzunternehmer Jan Schoch, der aus dem Resort einen Wellnesstempel und Rückzugsort geschaffen hat. Er führt das Resort und seine 133 Mitarbeitenden selbst.
Die Anfänge
Gestartet hat Schoch mit dem über 400 Jahre alten Bären, wo Schochs Eltern einst heirateten. Das Huus Bären war dann aber zu klein, weshalb er es um das Huus Löwen erweiterte. Und weil aller guten Dinge drei sind, kam das Hotel Huus Quell dazu. Die neu entstandenen Häuser bestehen aus Mondholz. Scholz erklärt GaultMillau: «Hier ist alles aus Appenzeller Mondholz, kein Nagel, keine Schraube war nötig. Ein Holzhaus hält tausend Jahre, eines aus Beton nur etwa hundert.»
Neben einem Spa-Bereich von 2200 Quadratmetern auf drei Ebenen, drei Restaurants und einer Musikband überzeugt das Hotel mit einem jungen Team. Niemand der Schlüsselfiguren ist älter als 31. Für eine Übernachtung im Huus Quell zahlt man ab 500 Franken aufwärts, im Löwen ab rund 350 Franken und im Bären ab rund 300 Franken aufwärts.
Sieben Weinkeller
Neben dem Wellnessen kommen Gäste auch kulinarisch auf ihre Kosten. Executive Chef Michael Gollenz setzt auf klassische französische Küche und die besten Produkte aus der Region und der restlichen Schweiz. Beispielsweise kredenzt er das Appenzeller Weiderind als Tatar mit knusprigem Ribelmais und hausgemachter Mole auf Basis von Schweizer Kürbiskernen. Neben der GaultMillau-Küche in der «Bärenstobe», wo ein Fünfgangmenue 165 Franken kostet, servieren die Küchenchefs auch Herzhaftes wie Chäshörnli mit Röstzwiebeln, Apfelmus und Siedwurst in der «Löwenstobe».
Auch Weinliebhaber kommen nicht zu kurz. Sieben Keller auf 350 Quadratmetern und mit 2100 Positionen lassen keinen Wunsch unerfüllt. «Ich habe mir in 40 Jahren als Zugbegleiter bei den SBB eine gewisse Menschenkenntnis angeeignet. Das hilft mir, seltene Flaschen zu bekommen.», meint Kellermeister Hans Rhyner bescheiden gegenüber GaultMillau. Weine gibt es von 135 Produzentinnen und Produzenten.
Wer lieber Cocktails als Wein hat, wird in der «Botanicum Bar» fündig. Sie gehört zu «The World's 50 Best Bars». Klassiker gibt es dort auf eine neue Art. Die Piña Colada wird beispielsweise mit Quittensaft und Hafermilch serviert. Ein Drink kostet in der Bar um die 25 Franken.
Kryokammer: Minus 110 °C
Den Spa schätzen Spitzensportler wie die Fussballer vom FC St.Gallen. Neben minus 110 °C in der Kryokammer und einer hyperbaren Sauerstoffkammer kann man auch im Pool auf dem Dach den Blick auf den Säntis geniessen.
(kek)
