Schweiz
Klima

Regen gleicht Trockenheit nicht aus – Alpennordseite besonders betroffen

KEYPIX - Ein Boot faehrt durch den Regen, aufgenommen am Montag, 17. August 2026, am Bodensee in Arbon. Nach einer langen Trockenperiode sollen heute nennenswerte Niederschlaege fallen. (KEYSTONE/Gian ...
Der Regen ist zurück in der Schweiz – Entspannung bringt er aber nur auf der Alpensüdseite.Bild: keystone

Regen gleicht Trockenheit nicht aus – Alpennordseite besonders betroffen

24.08.2026, 16:5224.08.2026, 16:52

Zwar haben die vergangenen Tage vielerorts in der Schweiz lange vergessene Regenmengen gebracht. Das reicht aber längst nicht, um die lange Trockenphase auszugleichen. Nach Einschätzung des Bundes entspannt sich die Lage in Natur und Landwirtschaft lediglich auf der Alpensüdseite.

Im Tessin seien die letzten Tage grössere Niederschlagsmengen gefallen, und auch für diese Woche sei auf der Alpensüdseite Regen vorhergesagt. Daher werde sich die Trockenheitssituation auf der Alpensüdseite deutlich entspannen, hiess es am Montag vom Bundesamt für Umwelt (Bafu) auf eine Anfrage von Keystone-SDA.

Auf der Alpennordseite habe der Regen von letztem Freitag zwar zu Anstiegen der Gewässer geführt. Die Pegel lägen allerdings grösstenteils immer noch unter dem langjährigen Durchschnitt für die Saison. Und die Böden hätten den Regen der letzten Tage nur oberflächlich aufnehmen können.

Bis sich aber das ganze System von der langen Trockenperiode erholt habe, namentlich auch das Grundwasser, brauche es noch mehr flächigen Regen auf der Alpennordseite, betont das Bafu.

Wegen des aussergewöhnlich heissen und trockenen Sommers 2026 sind statistisch nachweisbar mehr ältere Menschen gestorben, und in der Landwirtschaft geht wegen verbreiteter Dürre das Futter für die Tiere aus. Auch die Wälder haben gelitten und sind vielerorts Monate vor der Zeit braun gefärbt.

Meteoschweiz, das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie, sieht nach einer kurzen Westwindphase Ende August schon im September erneut trockene Zeiten kommen. «Über einen Zeitraum von 90 Tagen betrachtet könnten die Defizite weiterhin erheblich bis gross ausfallen, insbesondere nördlich der Alpen», schätzt Meteoschweiz die Situation ein. (sda)

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15 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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DN62
24.08.2026 18:41registriert November 2015
Man wird ja nicht erwarten, dass ein mehrmonatiges Regendefizit in ein, zwei Wochen ausgeglichen wird.
So eine Flut gehr praktisch zu 100% in den Abfluss und nützt weder dem Boden noch dem Grundwasser etwas.
Die Trockenheit ist dann vorbei, wenn es mehrere Wochen lang einfach normal regnet, dann regulieren sich auch die Fliessgewässer und Seen.
Wenn es über den Wintee mehr Niederschlag gibt als üblich wird auch die Statistik wieder ausgeglichen.
Ende September ist das "Wasserjahr" zuende, dann sieht man wieviel Niederschlag gefehlt hat.
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