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Immobilien

Mieter sind wütend: Minergie-Häuser kämpfen mit Überhitzung

ZUR EIDGENOESSISCHEN ABSTIMMUNG VOM 12. FEBRUAR 2017 UEBER STEUERLICHE MASSNAHMEN ZUR STAERKUNG DER WETTBEWERBSFAEHIGKEIT DES UNTERNEHMENSSTANDORTS SCHWEIZ (UNTERNEHMENSSTEUERREFORMGESETZ III, USR III ...
Auch Minergie-Häuser müssen an die Zukunft angepasst werden.symbolBild: KEYSTONE

Mieter sind wütend: Minergie-Häuser kämpfen mit Überhitzung

Der Klimawandel schadet auch den Minergie-Gebäuden in der Schweiz. Mieter leiden unter Überhitzung und schlechtem Raumklima. Der Verband möchte nun die Regelungen verschärfen.
13.08.2026, 09:5813.08.2026, 09:58

Minergie-Häuser sollen den Energieverbrauch und den CO2-Ausstoss vermindern. Seit den 90er-Jahren ist das Konzept auf dem Vormarsch. Pro Jahr erhält ein Viertel der Neubauten das Gütesiegel, bis heute verfügen über 60'000 Gebäude in der Schweiz über den Minergie-Standard, schreibt der Blick. Der Klimawandel macht dem Ganzen jetzt einen Strich durch die Rechnung, denn während Hitzephasen überhitzen die Gebäude und die Bewohnerinnen und Bewohner hocken in backofenheissen Wohnungen.

Mieter sind hässig

«Ich bin sehr enttäuscht, weil ich eine ganz andere Situation erwartet hatte», beschwert sich ein Mieter gegenüber RSI. «Als ich vor drei Jahren den Mietvertrag unterschrieb, wurde mir versichert, dass ich die Fenster stets geschlossen halten müsse und dass die Lüftungsanlage für eine gleichmässige, kühle Temperatur sorgen würde», meint er weiter.

Die Steuereinheit, mit welcher die Wunschtemperatur eingestellt werden soll, funktioniere nicht und es seien durchgehend schwüle 28 Grad oder mehr.

Das meint der Minergie-Direktor

Laut Minergie-Direktor Andreas Meyer Primavesi betreffe das Problem nicht nur zertifizierte Gebäude, sondern den gesamten Schweizer Immobilienbestand. Die vor einigen Jahren geplanten Gebäude seien nicht mehr auf die heutigen Temperaturen ausgelegt: «Der Klimawandel schreitet schneller voran als erwartet, und die damals für die Planung dieser Gebäude verwendeten Klimamodelle sind für die neue Situation nicht mehr gültig.» Er betont aber, dass Minergie-Gebäude trotzdem weniger überhitzen als andere Häuser.

Es seien deshalb Anpassungen nötig, weswegen der Verband Szenarien von MeteoSchweiz und der ETH Zürich nutze, um neue Standards zu definieren, etwa für den Einbau von Kühlsystemen.

(kek)

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328 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Lion_Z
13.08.2026 10:21registriert Februar 2020
"Der Klimawandel schreitet schneller voran als erwartet" - Excuse me? Die letzten 25 Jahre wohl hinter dem Mond gelebt.
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Nathan d.W.
13.08.2026 10:51registriert Februar 2024
Von Minergie-Häusern profitieren vor allem die Planer und Installateure sowie natürlich die Zertifizierer... Der grösste Quatsch ever!
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rebelli25
13.08.2026 10:47registriert November 2023
Ja, Minergiehäuser heizen sich, wie viele Gebäude, auf. Was aber nicht richtig ist, ist dass man nicht Lüften darf / soll. Wir leben nun seit 16 Jahren in einem Minergiehaus und natürlich sind im Sommer die Fenster offen. Die Zwangslüftung hilft vor allem in der kälteren Jahreszeit, weil man dann eben nicht mehr lüften muss und so viel Energie spart. Auch auch dann, in einem Teeniezimmer darf/soll/muss auch im Winter gelüftet werden.
Grösseres Problem sind die grossen Fensterflächen, die die Wärme reinlassen, aber dann nicht mehr raus kann.
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