Japan: Exit-CEO beim Aufstieg auf den Fuji gestorben
Bernhard Sutter, der Geschäftsführer der Sterbehilfeorganisation Exit, ist am Dienstag beim Aufstieg auf den Fuji gestorben. Dies berichtet der Blick am Mittwochnachmittag, Exit bestätigte den Tod Sutters gegenüber der Zeitung.
Sutter sei mit seinem Sohn auf der Fujinomiya-Route unterwegs gewesen, als der 58-Jährige plötzlich stürzte und gesundheitliche Probleme bekam. Während mehrere japanische Medien übereinstimmend über den Vorfall berichteten, brachte der Blick am Mittwoch in Erfahrung, dass es sich beim Toten um Sutter handelt.
Im Anschluss an seinen Sturz habe der Exit-Chef auf rund 3010 Metern Höhe eine Berghütte aufgesucht, wo er das Bewusstsein verlor. Das Personal habe umgehend reagiert und einen Defibrillator eingesetzt. Sutters Atmung setzte daraufhin kurz wieder ein, sein Zustand habe sich jedoch rapide verschlechtert.
Bergretter seien ausgerückt und hätten den 58-Jährigen mit einem Bulldozer ins Tal gebracht. Die Ärzte im Spital hätten sein Leben jedoch nicht mehr retten können, schreibt der Blick.
Bernhard Sutter arbeitete seit 2007 bei Exit – zuerst als Vizepräsident und Leiter der Kommunikation, seit 2015 war er Geschäftsführer der Sterbehilfeorganisation. Der ausgebildete Journalist war jahrelang für den Tages-Anzeiger und das damalige Radio Z (heute Energy) sowie das SRF tätig.
Der Fuji ist mit seinen 3776 Metern der höchste Berg Japans – und eigentlich ein Vulkan. Immer wieder kommt es beim Aufstieg zu Zwischenfällen. Erst einige Tage vor Sutters Ableben musste eine 99-jährige Frau nach einem Sturz gerettet werden. (cpf)
