Trump droht der Schweiz erneut: «Könnte sämtliche Geschäfte mit ihr abbrechen»
Grund für den Ärger des US-Präsidenten waren einmal mehr die Zinsen im Handel zwischen den beiden Ländern. Während die USA gemäss Trump 3,5 Prozent Zinsen zahlen, seien diejenigen für die Schweiz nur bei 0,5 Prozent.
Trump hob einmal mehr hervor, dass nach seiner Sicht die Schweiz stark von den USA profitiere – und dass er das jederzeit ändern könne. «Ich habe das absolute Recht, sämtlichen Handel mit einem Land wie der Schweiz zu stoppen», so der US-Präsident. Die Folgen wären in seinen Augen für das betroffene Land fatal. «Dann würde sie nicht mehr funktionieren», sagt Trump. «Trotzdem wird sie als Elite-Land bezeichnet», so Trump über die Schweiz.
Weiter erklärte der US-Präsident, er wolle eigentlich die Schweiz nicht hervorheben. So gebe es «60 Länder, die so sind», erklärte er. Und meinte damit Staaten, die in seinen Augen auf Kosten der USA leben. Es sei deshalb umso unverständlicher, dass die Zinssituation so sei, wie sie eben ist.
Die Vorwürfe von Trump gegenüber der Schweiz sind nicht neu. Bereits vor zwei Wochen hatte der US-Präsident deutliche Worte gefunden. Damals hatte er erklärt, er könne das 39-Milliarden-Dollar-Defizit, das die USA im Handel mit der Schweiz hätten, «mit einem einzigen Strich auslöschen».
Danach sei die Schweiz kein «Elite-Land» mehr, so der US-Präsident. Gleichzeitig sagte er, er sei eine «eine nette Person», womit er implizierte, seine Drohungen nicht wahr werden zu lassen. Der Bund hat sich zu den Worten Trumps bislang nicht geäussert. (dab)
