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Asian giant hornets from Japan are shown in a display case at the Washington state Department of Agriculture, Monday, May 4, 2020, in Olympia, Wash. The insect, which has been found in Washington state, is the world's largest hornet, and has been dubbed the

Die Japanische Riesenhornisse kann bis zu 55 Millimeter gross werden. Bild: AP

Die «Mörder-Hornisse» taucht in den USA auf – und sorgt bei Imkern für Angst und Schrecken

Erst vor kurzem wurde die Asiatische Riesenhornisse in den USA gesichtet und stellt dort ein Problem für die Menschen und die Bienen dar. Nun stellt sich die Frage: Könnte das Rieseninsekt auch in die Schweiz kommen?



Die Asiatische Riesenhornisse wurde gemäss der New York Times kürzlich in den USA gesichtet. Das stellt nicht nur ein Problem für den Menschen dar, sondern vor allem für die Bienen. Denn die Riesenhornisse greift die Bienen an und schlachtet sie wortwörtlich ab: Sie reisst die Köpfe von ihren Körpern. Deswegen auch ihr zweiter Name – die Mörder-Hornisse.

Innerhalb von wenigen Stunden schafft es die Asiatische Riesenhornisse, ganze Bienen-Kolonien auszurotten. Mit ihrem Unterkiefer enthauptet sie die Bienen und fliegt mit ihren Körpern davon, um ihre Jungen zu füttern.

Es stellt sich die Frage: Kommt die Mörderin nun auch zu uns nach Europa? Laut dem Schweizer Bienengesundheitsdienst apiservice sieht es nicht danach aus. Zwar sei bei uns die «Asiatische Hornisse» bereits vor einigen Jahren aufgetaucht, diese habe aber mit der «Asiatischen Riesenhornisse» nichts zu tun.

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Den Bienen von Ted McFalls, Imker, wurden die Köpfe aus ihren Körpern gerissen. bild: new york times/ted mcfalls

Sichtungen in den USA beunruhigen Insektenforscher

Weniger entspannt ist man in den USA. Nach zwei Sichtungen der Riesenhornisse im Bundesstaat Washington waren sich die Insektenforscher einig: Sie haben ein Problem. «Wir müssen die Hornisse daran hindern, sich hier festzusetzen», sagt Chris Looney, Entomologe am Washington State Department of Agriculture gegenüber der «New York Times». «Wenn wir es nicht in den nächsten paar Jahren tun können, werden wir es wohl nie schaffen.»

«Wir haben Angst, dass sie unsere Bienenstöcke völlig zerstören werden.»

Imkerin Ruthie Danielsen gegenüber der «New York Times»

Mit nur zwei Sichtungen sei es fast unmöglich, die Herkunft auszumachen. Auch wie und wo sich die Hornissen eingenistet haben, ist schwierig zu sagen.

«Die meisten Menschen haben Angst, gestochen zu werden», sagt Imkerin Ruthie Danielsen gegenüber der «New York Times». «Wir haben Angst, dass sie unsere Bienenstöcke völlig zerstören werden.»

Um die Nester der Hornissen ausfindig zu machen, platziert Dr. Looney Fallen in den Wäldern. Wenn er es schafft, Hornissen zu fangen, könnte durch einen Peilsender das Nest ausfindig gemacht werden, um dieses dann zu zerstören.

Stich ist nicht unbedingt tödlich

Eine Unterart der Asiatischen Riesenhornisse ist die Japanische Riesenhornisse. Sie gilt als eines der grössten Insekten der Welt. Mit seinem 6,25 Millimeter langen Stachel injiziert das Insekt ein Gift mit einer hohen Konzentration an Acetylcholin und schwächt so das Immunsystem seiner Opfer. Auch wenn sein Stich nicht unbedingt tödlich ist, sterben doch je nach Quelle bis zu 50 Menschen pro Jahr in Japan an einem Stich der Riesenhornisse – meist infolge eines allergischen Schocks.

Das Insekt ist, anders als angenommen, nicht grundlos aggressiv. Nur zur Verteidigung seines Nestes greift es absichtlich Menschen an und der Stich kann durch das Angreifen mehrerer Mitglieder einer Kolonie tödlich enden.

YouTuber liess sich freiwillig stechen

Würdest du dich freiwillig von einer Japanischen Riesenhornisse stechen lassen? Nein? Dieser YouTuber hat es getan. Er reiste nach Japan, um das dort heimische Insekt ausfindig zu machen.

«Heute werde ich von einer der grössten Hornissen der Welt gestochen», lautet die Ansage des YouTubers Coyote Peterson des Kanals «Brave Wilderness», während er mutig mit der Hornisse vor der Kamera posiert.

Zur Vorbereitung auf den Stich platziert der YouTuber Coyote die Riesenhornisse in ein Netz, um sie danach mit einer Pinzette festhalten zu können. Schon das gleicht einer riesigen Mutprobe und hält auch den Zuschauer gefesselt vor dem Bildschirm. «Mein Herz rast eine Million Meilen pro Sekunde, und ich kann meine Hand nicht stillhalten, um die Hornisse zu packen», sagt Coyote, bevor er es schafft – kurz darauf hält er die Hornisse mit der Pinzette. Nach einem Moment der Inspektion des Rieseninsekts und des mentalen Vorbereitens geht es los: Mutig zählt er von drei runter und führt die Hornisse an seinen Arm. Ein paar Sekunden später sieht man, wie der Stachel in seine Haut eindringt, und kurz darauf schreit Coyote auf.

«Als der Stachel in meine Haut eindrang, kam diese Welle über mich und mir wurde super schwindlig. Die Einstichstelle begann sofort zu brennen.»

YouTuber Coyote Peterson

«Meine Hand ist vollständig gelähmt. Seht ihr? Schon nach 45 Sekunden beginnt der Stich zu schwellen», beschreibt er die Reaktion seines Körpers. «Als der Stachel in meine Haut eindrang, kam diese Welle über mich und mir wurde super schwindlig. Die Einstichstelle begann sofort zu brennen.» Nach 24 Stunden ist sein Arm inklusive seiner Hand fast auf das Doppelte angeschwollen.

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screenshot: youtube/brave wilderness

Coyote ist schon von einer Vielzahl an Insekten gestochen worden. Auf seiner Skala der Schmerzhaftigkeit eines Stiches befand sich die Riesenhornisse zum Zeitpunkt des Videodrehs auf Platz 1 – bis einen Monat später die sogenannte «Henkerwespe» die Japanische Riesenhornisse auf den zweiten Platz verdrängt hat.

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