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Liveticker

Basel gibt neue Impfgruppe frei + Deutlich weniger Corona-Ansteckungen als in der Vorwoche

Die neuesten Meldungen zum Coronavirus – lokal und global.



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Liveticker: Corona National+International 06.05.21

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19:25
Virtueller Warteraum auf dem Impfportal Vacme verbessert
Die bernische Gesundheitsdirektion hat zusammen mit der Softwareherstellerin Verbesserungen an der Impfplattform Vacme vorgenommen. Nach der Öffnung des Portals für die grossen Impfgruppen war es am Mittwochabend zu langen Wartezeiten gekommen.

Als Ursache nennt die Gesundheitsdirektion die grosse Last auf das Informatiksystem bereits vor dem Aufschalten der neuen Impftermine. Je mehr Anfragen gemacht wurden, desto langsamer wurde die spezifische Datenbank-Abfrage.

Um das Problem zu beheben, wurde ein Wartungsfenster benötigt, wie die Gesundheitsdirektion in einer Mitteilung vom Donnerstag schreibt. Dieses Wartungsfenster fiel «leider auf den kommunizierten Zeitpunkt für das Aufschalten von neuen Terminen».

Mit Verbesserungen am virtuellen «Warteraum» habe das Problem behoben werden können. Der Eingang ins System wurde gedrosselt, damit die Last kontinuierlich erhöht werden konnte.

Die Gesundheitsdirektion entschuldigte sich in der Mitteilung bei der Bevölkerung für die Wartezeiten. Viele Impfwillige hatten am Mittwochabend lange oder gar vergeblich versucht, einen Impftermin zu ergattern. (sda)

15:27
Neu 50- bis 65-Jährige in Basel-Stadt zur Corona-Impfung zugelassen
Im Kanton Basel-Stadt werden nun alle Personen im Alter von 50 bis 65 Jahren zur Corona-Impfung zugelassen. Rund 5000 Personen in dieser Alterskategorie haben einen ersten Impftermin erhalten.

Das Gesundheitsdepartement Basel-Stadt habe am Donnerstag erste Termine in der Impfgruppe 5 (alle Personen) freigegeben, wie einem Communiqué zu entnehmen ist. Die Termine in dieser Alterskategorie werden nach Anmeldedatum vergeben. Danach sollen Personen unter 50 zur Impfung zugelassen werden, dies ebenfalls nach Anmeldedatum.

Die Impfgruppe 3 (enge Kontakte besonders gefährderter Personen) wird gemäss Mitteilung nicht mehr prioritär behandelt. Damit will das Gesundheitsdepartement Personen der Impfgruppe 5, die sich schon seit Anfang März ohne besondere Anmerkungen registriert hatten, nicht benachteiligen.

Das Gesundheitsdepartement geht weiterhin davon aus, dass bis Jahresmitte 2021 alle Impfwilligen im Kanton Basel-Stadt eine Impfung oder einen Termin erhalten werden. (sda)
15:23
Deutlich weniger Corona-Ansteckungen im Vergleich zur Vorwoche
Die Zahl gemeldeter Ansteckungen mit dem Coronavirus hat in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein in der Woche vom 26. April bis 2. Mai (Woche 17) im Vergleich zur Vorwoche deutlich abgenommen, ebenso die Anzahl der Spitaleinweisungen. Deutlich zugenommen hat allerdings die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Erkrankung.

Das meldete das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag in seinem neuesten Wochenbericht. In der Woche 17 wurden 11'915 laborbestätigte Fälle gemeldet, gegenüber 14'570 in der Vorwoche. Das entspricht einer deutlichen Abnahme um 18,2 Prozent.

In der Berichtswoche wurden 183'614 Tests registriert. Das ist im Vergleich zur Vorwoche ein minimer Rückgang um 0,6 Prozent. Der Anteil positiver PCR-Tests ist von 9,6 Prozent auf 8,3 Prozent gesunken. Gesunken ist ebenso der Anteil positiver Antigen-Schnelltests (von 5,6 Prozent auf 4,5 Prozent).
epa09170295 A medical worker wearing Personal Protective Equipment (PPE) attends to Aslan Unver (66), a COVID-19 patient at the Intensive Care Unit (ICU) of the Dr. Feriha Oz Emergency Hospital, in Istanbul, Turkey, 30 April 2021. Turkish President Recep Tayyip Erdogan announced a total lockdown between 30 April to 17 May due to increased Covid-19 cases. The lockdown coincides with the festival of Eid al-Fitr, which marks the end of the Muslim fasting month of Ramadan. The toll from coronavirus-related deaths has risen in Turkey to 39,737 people in total as of 30 April 2021, with the country reporting 4,788,700 confirmed cases.  EPA/SEDAT SUNA
Die Zahl der Spitaleinweisungen von Covid-19-Patientinnen und -Patienten sank in der Berichtswoche auf 381. In der Vorwoche waren noch 395 Einweisungen gemeldet worden. Die durchschnittliche Zahl der Patientinnen und Patienten mit einer Covid-19-Erkrankung auf einer Intensivpflegestation lag in der Berichtswoche bei 253 Personen im Vergleich zu 248 in der Vorwoche.
(sda)
15:17
13 Millionen Franken für Massentests in Basler Schulen und Firmen
Die Basler Regierung hat für die Durchführung von Corona-Massentests in Schulen, Betrieben und weiteren Einrichtungen 13 Millionen Franken bewilligt. Damit sind bis Ende 2021 rund 100'000 Tests pro Woche möglich.

Mit dieser Ausgabenbewilligung sei der Weg nun frei für den zügigen Ausbau des regelmässigen Testens in Schulen und Betrieben im Kanton Basel-Stadt, teilte die Regierung am Donnerstag mit.

In den kommenden Wochen sollen im Kanton Basel-Stadt rund 700 Klassen der Primarstufe (inklusive Kindergärten und Lehrpersonen) ins Testprogramm eingebunden werden. Ältere Schülerinnen und Schüler sollen nach den Sommerferien an den freiwilligen Massentests teilnehmen können.
epa09170484 A nurse stores a covid-19 test in Bogota, Colombia, 30 April 2021. This month of April is the worst of the covid-19 pandemic so far in Colombia, with more than 10,000 deaths, daily death records in recent weeks and intensive care units (ICUs) full of seriously ill patients due to the third peak of the disease.  EPA/Carlos Ortega
Gemäss Communiqué haben sich bisher rund 165 Betriebe mit etwa 40'000 Mitarbeitenden für die Teilnahme an den bereits gestarteten Massentests in Unternehmen angemeldet, davon 13'000 Personen mit erhöhtem Übertragungsrisiko. Die Aufnahme ins Testprogramm erfolge schrittweise.

Mit dem Betrag von 13 Millionen Franken werden unter anderem die Konfektionierung und der Transport von Testmaterial, die Software für das Testmanagement sowie der kommunikative und administrative Aufwand im Zusammenhang mit der Durchführung der Massentests finanziert. (sda)
14:43
Corona-Impfstoffe: Afrika setzt auf Unterstützer des US-Vorstosses
Nach Ankündigung der US-Regierung, sich für die Aussetzung des Patentschutzes auf Covid-19-Impftstoffe einzusetzen, werden in Afrika Forderungen nach Unterstützung des US-Vorstosses laut.
John Nkengasong, director of the Africa Centers for Disease Control and Prevention, poses for a portrait at the organization's headquarters in Addis Ababa, Ethiopia, Tuesday, Sept. 15, 2020. The coronavirus pandemic has fractured global relationships, but as Africa's top public health official, Nkengasong has helped to steer the continent's 54 countries into an alliance that has won praise as responding better than some richer nations. (Mulugeta Ayene via AP)
«Die Ankündigung ist ein bedeutender Schritt in die richtige Richtung - die (USA) tun das Richtige zur rechten Zeit», sagte John Nkengasong von der Gesundheitsorganisation der Afrikanischen Union (AU), der Africa CDC. Es sei höchste Zeit für ähnlich mutige Schritte: «Das ist ein Appell an die internationale Gemeinschaft: seid bitte auf der rechten Seite der Geschichte.»

Insgesamt sechs Länder in Afrika stellten bereits Impfstoffe her, aber notwendig seien nun Partnerschaften und auch entsprechende Anreize, sagte Nkengasong.

Sorge bereiten der Africa CDC jedoch erste Hinweise in Kenia auf das Auftauchen der Coronavirus-Variante aus Indien. «Als Kontinent dürfen wir die Situation in Indien nicht leicht nehmen», warnte Nkengasong. Am kommenden Samstag will sich ein ranghohes Gremium mit einer Einschätzung der Lage befassen. «Wir wissen, was funktioniert - wenn wir das nutzen, können wir eine Situation wie in Indien vermeiden», sagte Nkengasong.

Das Coronavirus verbreitete sich relativ langsam auf dem Kontinent. Die Gesamtzahl ist zudem gering im Vergleich zu anderen Weltregionen: Afrika macht gerade mal 3 Prozent aller weltweiten Infektionsfälle aus und hat bisher 44 Millionen Tests sowie 20,2 Millionen Impfungen durchgeführt. Die CDC versucht, die Mittel der afrikanischen Staaten zu bündeln und Massnahmen im Kampf gegen die Pandemie zu koordinieren. (sda/dpa)
14:32
Obwalden senkt die Impfschwelle auf 50 Jahre
In Obwalden sind ab sofort alle Personen ab 50 Jahre zur Coronaimpfung zugelassen. Die Impfung der angemeldeten älteren und besonders gefährdeten Bevölkerung sei weitgehend abgeschlossen, begründete das Gesundheitsamt in einer Mitteilung vom Donnerstag die Senkung der Altersgrenze. Zudem werde die Lieferung grösserer Mengen Impfdosen erwartet.

Prioritär geimpft werden neben den Über-Fünfzigjährigen Personen mit Vorerkrankungen, das Gesundheitspersonal mit Patientenkontakt, das Betreuungspersonal von besonders gefährdeten Personen sowie Erwachsene, die in Gemeinschaftseinrichtungen mit erhöhtem Infektions- und Ausbruchsrisiko leben.
epa09180657 Virologist of the University of Milan Fabrizio Pregliasco administers a dose of an anti Covid-19 vaccine to a Lombard citizen at the vaccination hub in Novegro, near Milan, Italy, 06 May 2021.  EPA/DANIEL DAL ZENNARO
Das kantonale Impfzentrum hat an drei Tagen die Woche geöffnet. Täglich können dort 450 Impfungen verabreicht werden. Geimpft wird zudem in Hausarztpraxen. (sda)
14:17
Zug bringt Impfstoff-Produktion mit Privaten aufs Tapet
Die Zuger Regierung muss sich mit einer möglichen Investition in die Impfstoffproduktion auseinandersetzen. Der Kantonsrat hat ihr am Donnerstag eine Motion zur Bearbeitung überwiesen, die eine Zusammenarbeit des Kantons mit Privaten in der Sache fordert.

Den Vorstoss ins Parlament gebracht hatten drei Vertreter der CVP. Sie forderten, der Regierungsrat müsse sofort Verhandlungen mit Produzenten von Corona-Impfstoffen aufnehmen, damit der Kanton Zug als öffentliche Hand zusammen mit der Privatwirtschaft in eine Impfproduktion investieren könne.

Thomas Meierhans (CVP) sagte namens der Motionäre, es sei sehr wahrscheinlich, dass eine erste und zweite Impfung nicht genügen werde. Er möchte, dass angepasste Impfungen in Zukunft schneller zur Verfügung stehen.

Zug könnte einen Beitrag leisten, die Pandemie besser in den Griff zu bekommen und dereinst weitere Länder mit Impfstoff beliefern. Vor allem in ärmeren Ländern grassiere das Virus am schlimmsten. Im besten Fall könnte sich die Investition später für den Kanton auszahlen.

Dies sei nicht die Flughöhe des Kantons, sagte Rainer Leemann (FDP). «Ein solches Thema gehört in die Bundespolitik.» Auf eine Überweisung sei daher zu verzichten. Mit 38 zu 32 Stimmen bei 1 Enthaltung überwies der Rat den Vorstoss, für eine Nichtüberweisung wäre eine Zweidrittelsmehrheit nötig gewesen. (sda)
13:57
Biontech/Pfizer spendet Impfdosen für Olympia-Teilnehmer
Das Unternehmen Biontech/Pfizer spendet Corona-Impfstoff für die Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele in Tokio. Ende Mai soll mit der Auslieferung begonnen werden, um sicherzustellen, dass die Athleten vor ihrer Ankunft in Japan ihre zweite Dosis erhalten.

Der Corona-Impfstoff für die Athleten werde «zusätzlich zu den Dosen bereitgestellt, die im Rahmen von Liefervereinbarungen mit Regierungen weltweit bereitgestellt werden», teilte das Pharma-Unternehmen per Communiqué mit. Diese Spende werde die vereinbarte Versorgung der Länder mit Corona-Impfstoff nicht beeinträchtigen.

Das IOC unterstrich erneut, dass eine Corona-Impfung keine Voraussetzung für die Teilnahme an den Sommerspielen sei. Allerdings hat es den nationalen olympischen Komitees und den jeweiligen Regierungen und Verwaltungen nahe gelegt, die Verabreichung der Impfstoffe zu organisieren.
Swiss Olympic gab am Mittwoch bekannt, dass alle Athletinnen und Athleten, die potenziell die Chance haben, an den am 23. Juli beginnenden Olympischen Spielen in Tokio und den danach folgenden Paralympics teilzunehmen, bis zum 14. Mai Zeit erhalten, sich die erste Dosis verabreichen zu lassen. Die zweite Dosis sei für Anfang Juni vorgesehen. (sda)
13:32
1687 neue Corona-Fälle
In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) innert 24 Stunden 1687 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 8 neue Todesfälle und 60 Spitaleinweisungen. Die Positivitätsrate dieser gemeldeten Resultate beträgt 6,1 Prozent.



Wie das BAG vermeldet, seien Falsch- und Doppelmeldungen bereinigt und Nachmeldungen aus dem Zeitraum November 2020 bis April 2021 erfasst worden. Damit ergeben sich für diesen Zeitraum 17 zusätzliche Hospitalisationen, sowie 33 zusätzliche Todesfälle.
13:24
Frankreich weitet Zugang zu Corona-Impfungen deutlich aus
Frankreich beschleunigt seine Impfkampagne und weitet dabei den Zugang zu Impfungen gegen Covid-19 deutlich aus. Ab kommenden Mittwoch könnten alle Erwachsenen einen Impftermin buchen, wenn noch Dosen verfügbar seien, sagte Präsident Emmanuel Macron am Donnerstag.

Geplant sei, dass man online einsehen könne, ob im Wohnort noch Dosen vom Vortag verfügbar und Termine entsprechend nicht gebucht worden seien, so Macron. Wenn das der Fall sei, könne man ohne Altersbeschränkung einen Term buchen. Es handle sich dabei um «ein etwas ungewöhnliches Mittel», aber es solle keine Impfdosis verschwendet werden.

Macron kündigte ausserdem an, dass sich bereits ab kommenden Montag alle Menschen über 50 Jahre impfen lassen könnten. Eigentlich war das erst für den 15. Mai vorgesehen.
French President Emmanuel Macron talks to the press as he visits a giant vaccination center against the Covid-19 during its inauguration at Porte de Versailles convention centre in Paris, Thursday, May 6, 2021. (Christophe Archambault, Pool Photo via AP)
Der französische Staatschef sprach sich für eine Aufhebung von Patenten für Corona-Impfstoffe aus. Bei Impfstoff handle es sich um ein globales öffentliches Gut. Was heute die Impfungen erschwere, sei Technologietransfer und die Fähigkeit zu produzieren, sagte er. In Frankreich hat rund ein Viertel der Gesamtbevölkerung mindestens eine erste Corona-Impfung erhalten.

Macron hatte vergangene Woche bereits weitgehende Lockerungen angekündigt - so sollen ab Mitte Mai Geschäfte, Aussenbereiche von Restaurants und Kultureinrichtungen wieder öffnen. Bereits seit Anfang der Woche dürfen die Menschen sich wieder ohne triftigen mehr als zehn Kilometer von ihrer Wohnung entfernen und somit wieder reisen. Zuletzt wurden im Land rund 224 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche gezählt. Diese sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz war in den vergangenen Wochen stetig gesunken. (sda/dpa)
13:23
Deutsches Parlament billigt Corona-Erleichterungen für Geimpfte
Für vollständig Geimpfte und genesene Menschen sollen in Deutschland zahlreiche Corona-Beschränkungen entfallen. Der Bundestag, das deutsche Parlament, billigte am Donnerstag eine entsprechende Verordnung der Regierung mit grosser Mehrheit.

Wenn an diesem Freitag auch der Bundesrat - die Vertretung der 16 deutschen Länder - zustimmt, könnten die Erleichterungen am Wochenende in Kraft treten. Für die Verordnung stimmten die schwarz-rote Koalition aus CDU, CSU und der SPD sowie Grüne und Linke. Die FDP enthielt sich, die AfD votierte dagegen.

Für Geimpfte und Genesene sollen automatisch die Erleichterungen gelten, die bisher Menschen mit negativen Coronatests vorbehalten sind. Vorgesehen ist zudem, dass sich vollständig geimpfte oder genesene Personen unbeschränkt treffen können. Bei Treffen mit anderen Personen sollen sie nicht mitgezählt werden. Also könnten sich zum Beispiel auch in Regionen mit hohen Infektionszahlen zwei nicht geimpfte Menschen mit einer unbegrenzten Zahl geimpften treffen. (sda/dpa)
13:10
82 Prozent der Lehrstellen besetzt - Sorge um Ausbildungsqualität
Der Lehrstellenmarkt ist 2021 besser auf die Corona-Pandemie vorbereitet als vor Jahresfrist. Der Anteil noch offener Lehrstellen war gemäss einer Erhebung im April 2021 deutlicher tiefer als im April 2020. Schutzmassnahmen in den Lehrbetrieben, Homeoffice und Quarantäne wirkten sich allerdings negativ aus auf die Qualität der Ausbildung.

Zu diesen Befunden kommt der neuste Lehrstellenpuls Schweiz der ETH Zürich und der Lehrstellenplattform Yousty.
Diese erhebt seit einem Jahr die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die berufliche Grundbildung der Schweiz. Die 13. monatliche Erhebungswelle wurde am Donnerstag publiziert und lässt erstmals einen Vergleich mit der Situation vor einem Jahr zu.
Carlo Gomes, apprentice miller with a specialization in animal food, pictured on June 13, 2012, at the "Kunz Kunath Fors AG" concentrated feed company in Burgdorf in the canton of Berne, Switzerland. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Carlo Gomes, angehender Mueller mit Fachrichtung Tiernahrung, aufgenommen am 13. Juni 2012 im Betrieb Kunz Kunath Fors AG Kraftfutterwerke in Burgdorf BE. (KEYSTONE/Ennio Leanza)
Demnach waren im April 2021 bereits 82 Prozent der angebotenen Lehrstellen besetzt. Im April 2020 waren es erst 68 Prozent gewesen. 76 Prozent der Betriebe bieten gleich viele oder mehr Lehrstellen an als im Vorjahr. 21 Prozent wollen weniger Lehrstellen anbieten.

Mit 88 Prozent arbeitet der weitaus grösste Teil der Lernenden in den Betrieben normal, dies jedoch unter Anwendung der Schutzmassnahmen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG). Dazu gehören insbesondere Distanz- und Hygieneregeln. Einer von zehn Lehrlingen wird nur teilweise am Arbeitsplatz ausgebildet. Für 29 Prozent war zumindest teilweise Homeoffice angesagt.

An der Lehrstellenpuls-Befragung im April 2021 beteiligten sich 2525 Lehrbetriebe aus der ganzen Schweiz, die insgesamt knapp 28'000 Lehrstellen anbieten. Das entspricht 2,65 Prozent aller Lehrbetriebe in der Schweiz. (sda)
12:21
Bund bestellt weitere sieben Millionen Dosen von Moderna-Impfstoff
Der Bund hat weitere sieben Millionen Dosen Moderna-Impfstoff bestellt. Die Lieferung ist für Anfang 2022 vorgesehen. Weiter hat sich der Bund eine Option für zusätzliche sieben Millionen Dosen für 2022 gesichert, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mitteilte.

Die zweite Lieferung könnte im Lauf des Jahrs 2022 erfolgen. Damit sollte die Bevölkerung im kommenden Jahr ausreichend mit Impfstoff versorgt sein, schrieb das BAG am Donnerstag. Die Schweiz ist gemäss dem Amt damit auch gegen künftige Mutationen des Coronavirus gerüstet.
BAG-Angaben zufolge forscht das Biotech-Unternehmen Moderna derzeit an einer Auffrischimpfung, die auch gegen Virusmutationen schützen soll. Voraussetzung für eine Verwendung in der Schweiz ist, dass das Heilmittelinstitut Swissmedic den angepassten Moderna-Impfstoff prüft und zulässt.

Der Bund setzt derzeit auf die sogenannten mRNA-Impfstoffe. Diese erweisen sich laut BAG als hochwirksam und gut verträglich. der Moderna-Impfstoff gehört zu dieser Kategorie, genauso wie der in der Schweiz ebenfalls verwendete Impfstoff von Pfizer/Biontech.

Bisher hat der Bund mit fünf Impfstoffherstellern Verträge abgeschlossen. Moderna soll demnach im laufenden Jahr 13,5 Millionen Impfdosen liefern und sieben Millionen Dosen 2022. Zusätzlich hat sich die Schweiz per Option weitere sieben Millionen Dosen des Moderna-Impfstoffs gesichert. Mit Pfizer/Biontech läuft ein Vertrag über sechs Millionen Dosen. Diese beiden Impfstoffe sind zugelassen und werden aktuell verabreicht. Weitere, noch nicht zugelassene Impfungen von drei weiteren Herstellern sind bestellt. (sda)
11:31
Weitere Corona-Lockerungen in Dänemark - Kinos und Theater wieder auf
Die Däninnen und Dänen können jetzt wieder ins Kino und Theater gehen oder ihre Homeoffice-Kilos im Fitnessstudio abtrainieren. All diese Einrichtungen durften am Donnerstag gemäss dem dänischen Plan zur schrittweisen Abkehr von den geltenden Corona-Massnahmen erstmals seit Monaten wieder öffnen.
Kopenhagen; Quelle: Shutterstock
Alle Schüler bis zur achten Klasse sowie die Abschlussklassen kehren nun komplett zum Präsenzunterricht zurück. Als Voraussetzung für einen Besuch im Kino, Theater oder Fitnessstudio gilt, dass man per App in seinem Corona-Pass einen maximal 72 Stunden alten negativen Test, eine Impfung oder eine überstandene Infektion vorweisen kann.

In den bereits vor zwei Wochen geöffneten Restaurants und Kneipen fällt darüber hinaus die Vorgabe weg, dass die Gäste bis zu 30 Minuten vorher einen Tisch bestellen müssen. Die Versammlungsgrenze in geschlossenen Räumen wurde nun zudem auf 25 Teilnehmer angehoben, draussen liegt sie jetzt bei 75.

Die dänische Regierung und eine breite Mehrheit im Parlament in Kopenhagen hatten sich im März auf einen umfassenden Öffnungsplan geeinigt, mit dem die Beschränkungen des öffentlichen Lebens nach und nach zurückgefahren werden sollen. Trotz der bisherigen Öffnungsschritte sind die Neuinfektionszahlen relativ stabil geblieben, die Sieben-Tage-Inzidenz liegt seit Wochen unter 100. (sda/dpa)
11:29
Kanton St. Gallen: Impftermine für alle ab dem 15. Mai
Im Kanton St. Gallen wird bald der Grossteil der über 50-jährigen Personen geimpft sein. Ab dem 15. Mai kann deshalb die Alterslimite aufgehoben werden. Die freien Termine werden nach Anmeldedatum vergeben.

Bisher wurde im Kanton St. Gallen nach Altersstufen geimpft. Personen über 50 Jahre hätten «nachweislich ein höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf», teilte das Gesundheitsdepartement am Donnerstag mit. Bis Mitte Mai werde nun ein Grossteil dieser Altersgruppe geimpft sein oder habe zumindest einen Impftermin erhalten.

Erwartet werden nun unter anderem grössere Mengen an Impfdosen von Moderna. Sie werden wie bisher an die Hausarztpraxen und neu auch an die Impfzentren verteilt. Deshalb könnten ab dem 15. Mai die Impftermine in den Arztpraxen und in den Impfzentren unabhängig vom Jahrgang vergeben werden. Vorerst gibt es diese Möglichkeit für alle, die über 18 Jahre alt sind. Eine Ausweitung auf über 16-Jährige werde aktuell für den Impfstoff von Pfizer/Biontech vorbereitet.
Wer sich in einem der vier Impfzentren in St. Gallen, Buchs, Rapperswil-Jona oder Wil impfen lassen möchte, kann sich auf der entsprechenden Internetseite (wir-impfen.ch) eintragen. In den Arztpraxen gebe es teilweise noch Wartelisten mit über 50-Jährigen, heisst es in der Mitteilung. Erst wenn diese Personen geimpft sind, werde auch dort die Alterslimite aufgehoben. Doppelte Anmeldungen - sowohl online als auch bei der Hausarztpraxis - seien zu vermeiden, so der Kanton. (sda)
11:27
Mehr Coronavirus-Infizierte brauchen Spitalpflege
Mehr Coronavirus-Infizierte brauchen derzeit Spitalpflege als in der letzten Pandemie-Welle. Deren Anteil liegt rund 50 Prozent höher als noch in der zweiten Welle. Zu diesem Schluss kommt die nationale Covid-19-Task-Force.

Die Gesamtauslastung der zertifizierten Intensivbetten sei derzeit stabil und bleibe seit zehn Tagen bei rund 80 Prozent, heisst es im wissenschaftlichen Update der Task Force vom Donnerstag. Das Risiko einer Spitaleinweisung sei bei der jetzt in der Schweiz dominanten britischen Coronavirus-Variante B.1.1.7 erhöht.
epa09170485 Medical personnel work in an intensive care unit at Hospital El Tunal, in Bogota, Colombia, 30 April 2021. This month of April is the worst of the covid-19 pandemic so far in Colombia, with more than 10,000 deaths, daily death records in recent weeks and intensive care units (ICUs) full of seriously ill patients due to the third peak of the disease.  EPA/Carlos Ortega
Allerdings bedeuten laut Task Force stabile Zahlen bei fortschreitender Durchimpfung, dass die Krankheitslast in der noch nicht geimpften Bevölkerung zunimmt. Im Vergleich zum bisherigen Verlauf der Pandemie ist das Risiko einer Erkrankung und eines schweren Krankheitsverlaufs für ungeimpfte Personen also «weiterhin auf einem relativ hohen Niveau». (sda)
11:25
«Die Zusammenarbeit der fünf Universitätsspitäler hat sich massiv bewährt»
Uwe Jocham, Direktionspräsident Insel Gruppe Bern, zieht an der heutigen Pressekonferenz der Universitätspitäler Bilanz. Die Universitätsspitäler hätten in der Pandemie eine zentrale Rolle gespielt. Insbesondere die Intensivpflege wäre ohne die Unispitäler nicht zu bewältigen gewesen. «Die Zusammenarbeit der fünf Universitätsspitäler hat sich massiv bewährt», so Jocham.

Werner Kübler, Direktor des Baslers Universitätsspitals, berichtet über die Situation im Basler Universitätsspital. In Basel habe man sich auch lokal mit regionalen Spitälern vernetzt, um die Belegung der Intensivstationen zu koordinieren. Nicht zu unterschätzen sei auch die Kommunikationsarbeit gewesen: Die Kommunikationsabteilung habe teilweise bis zu 50 Medienanfragen pro Tag erhalten, die sich auf Covid bezogen.

Bernand Lévrat, Direktor des Universitätsspital, berichtet, dass Genf besonders vom Coronavirus betroffen gewesen sei. Man habe während dieser Zeit viel gelernt und von einer grossen Solidarität zwischen den Universitätsspitälern profitiert. Man habe das Universitätsspital in gewissen Sektoren komplett transformiert, um neue Patientinnen und Patienten empfangen zu können. Zudem habe man alle Eingriffe, die nicht dringend waren, nach hinten verschoben, um auf Intensivstationen Platz zu schaffen.

Gregor Zünd, der Direktor vom Universitätspital Zürich berichtet über seine Herausforderungen. Man habe früh bemerkt, dass man noch mehr Material benötige - so zum Beispiel Masken und Beatmungsgeräte. Aus diesem Grund habe man bereits im Februar 2020 Bestellungen vorgenommen. Auch habe man früh mit Forschungsaktivitäten begonnen. So konnte man relativ früh zeigen, wo sich das Coronavirus im Körper lokalisiert. «Wir dürfen stolz darauf sein, was wir gemeinsam erreicht haben.»

Uwe Jocham spricht die Impfkampagne an: Auch da hätten die Universitätsspitäler eine zentrale Rolle eingenommen. Innert kürzester Zeit sei es ihnen gelungen Impfzentren auf die Beine zu stellen.
(saw)
10:08
Von der Leyen: EU offen für Debatte über Impfstoff-Patente
EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen zeigt sich offen für eine Debatte über den US-Vorstoss zur Aussetzung von Corona-Impfstoffpatenten.

«Die Europäische Union ist bereit, jeden Vorschlag zu diskutieren, der diese Krise wirksam und pragmatisch angeht»
, sagte von der Leyen am Donnerstag. Man müsse sehen, wie der US-Vorschlag diesem Ziel dienen könne. «Kurzfristig rufen wir jedoch alle Länder mit Impfstoffproduktion auf, Exporte zu erlauben und alles zu vermeiden, was Lieferketten stören könnte.»
epa09179029 European Commission President Ursula von der Leyen wears her mask while meeting with Jordan's King Abdullah II ibn Al Hussein (not pictured) in Brussels, Belgium, 05 May 2021.  EPA/YVES HERMAN / POOL
Von der Leyen betonte in ihrer online übertragenen Rede für eine Konferenz in Italien: «Um es klar zu sagen, Europa ist die einzige demokratische Region der Welt, die Exporte im grossen Massstab erlaubt.» Bisher seien mehr als 200 Millionen Dosen Corona-Impfstoff in den Rest der Welt geliefert worden. Das sei fast so viel, wie hier in der EU verabreicht worden sei. Die EU sei die Apotheke der Welt.

Die US-Handelsbeauftragte Katherine Tai hatte am Mittwoch Unterstützung für die Aussetzung von Impfstoffpatenten signalisiert, die viele Länder seit langem fordern.
Die USA stünden hinter dem Schutz geistigen Eigentums, die Pandemie sei aber eine globale Krise, die ausserordentliche Schritte erfordere, erklärte Tai. Das Ziel sei, «so viele sichere und wirksame Impfungen so schnell wie möglich zu so vielen Menschen wie möglich zu bringen». (sda/dpa)
10:06
Pharmaverband kritisiert US-Signal zu Patenten auf Corona-Impfstoffe
Der Dachverband der Pharmafirmen (IFPMA) hat die Entscheidung der USA kritisiert, die vorübergehende Aufhebung des Patentschutzes bei Corona-Impfstoffen zu unterstützen.

Das werde die Impfstoffproduktion kaum ankurbeln, teilte der in Genf ansässige Verband internationaler Pharmahersteller in der Nacht zum Donnerstag mit. Problem seien vielmehr Handelsbarrieren sowie Mangel an Rohstoffen und Bestandteilen, die für die Herstellung der Impfstoffe nötig seien. Bei der Unterversorgung der ärmeren Länder könnten auch Regierungen reicher Länder in die Bresche springen und einen Teil der Impfdosen, die sie sich in bilateralen Verträgen gesichert haben, an ärmere Länder abgeben.

Der Verband macht stets geltend, dass Pharmafirmen nur durch einen Patentschutz, der später Einnahmen garantiert, genügend Anreiz hätten, in Forschung zu investieren.
epaselect epa08403514 Clinical staff wear Personal Protective Equipment (PPE) as they care for a patent at the Intensive Care unit at Royal Papworth Hospital in Cambridge, Britain, 05 May 2020. NHS staff wear an enhanced level of PPE in higher risk areas such as critical care to minimise the spread of infection between staff and patients. Countries around the world are taking increased measures to stem the widespread of the SARS-CoV-2 coronavirus which causes the Covid-19 disease.  EPA/NEIL HALL / POOL  ATTENTION: This Image is part of a PHOTO SET
Die USA hatten ihren Widerstand gegen die Patentaufweichung am Mittwoch aufgegeben. Die USA stünden hinter dem Schutz geistigen Eigentums, die Pandemie sei aber eine globale Krise, die ausserordentliche Schritte erfordere, sagte die US-Handelsbeauftragte Katherine Tai. Auch die EU, die Schweiz und andere Länder mit grösserer Pharmaindustrie waren bislang gegen die Aufhebung des Patentschutzes. In Genf streiten Mitglieder der Welthandelsorganisation (WTO) seit Wochen über das Thema. Am Donnerstag standen weitere Beratungen an. (sda/dpa)
10:04
US-Universität Harvard führt Corona-Impfpflicht für Studenten ein
Studierende der US-Universität Harvard müssen sich zum Beginn des neuen Semesters im Herbst gegen Corona impfen lassen. Ausnahmen würden nur aus medizinischen oder religiösen Gründen gewährt, hiess es.

«Um die hohen Impfraten zu erreichen, die zum Schutz unserer Gemeinde erforderlich sind, wird Harvard die Corona-Impfung für alle Studenten vorschreiben, die sich in diesem Herbst auf dem Campus aufhalten werden»
, teilte die Hochschule in Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts am Mittwoch (Ortszeit) mit. Zuvor hatten eine Reihe anderer US-Universitäten wie Yale, Columbia und Princeton bereits eine solche Impfpflicht eingeführt.

Vor ihrer Rückkehr zum Campus müssen Studenten ihre Impfung mit einem Vakzin abgeschlossen haben, das von der US-Arzneimittelbehörde FDA oder der Weltgesundheitsorganisation WHO zugelassen ist. Dies bedeute, dass seit der Verabreichung der letzten Impfdosis mindestens zwei Wochen verstrichen sein müssten, hiess es weiter. Internationalen Studierenden und anderen, die vor dem Herbst keinen Zugang dazu haben, will die Universität bei deren Ankunft eine Impfung anbieten.
Der Fortschritt bei der landesweiten Impfkampagne hatte sich zuletzt verlangsamt. In dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern haben bislang mehr als 148,5 Millionen Menschen mindestens eine Impfdosis erhalten, 107,3 Millionen gelten als voll geimpft, wie Zahlen der Gesundheitsbehörde CDC zeigen.
(sda/dpa)
9:50
Schwyzer Regierung möchte raschere Corona-Lockerungen als der Bund
Der Schwyzer Regierungsrat fordert, dass der Bund seinen Spielraum nutzt, um die Corona-Massnahmen rascher zu lockern als im Drei-Phasen-Modell vorgesehen ist. Potential sieht er gemäss einer Mitteilung vom Donnerstag etwa für den Innenbereich, also etwa für Restaurants.
A young boys walks next a closed restaurant where teddy bears are set up, in Paris Tuesday, May 4, 2021. In France restaurant and cafe terraces will be able to reopen from mid-May after nearly seven months' closure. (AP Photo/Christophe Ena)
Im Drei-Phasen-Modell zeigt der Bundesrat auf, welche Öffnungsschritte er unter welchen Bedingungen für möglich hält. Der Schwyzer Regierungsrat teilte mit, er unterstütze dieses Modell grundsätzlich, er sehe aber Spielraum für raschere Erleichterungen.

So ist die Kantonsregierung der Meinung, dass gewisse Lockerungen der Corona-Einschränkungen auch dann möglich seien, wenn die Impfziele noch nicht erreicht seien. Zentral bleiben müsse bei der Beurteilung die Belegung der Intensivstationen in den Spitälern. (sda)
8:16
Zürcher Chef-Impfer tritt ab
Markus Näf leitet nicht mehr länger die Zürcher Impfkampagne, berichtet die «NZZ» heute. Der Rechtsanwalt und Brigadier der Schweizer Armee war zu Beginn der Pandemie für die Masken-Beschaffung des Bundes zuständig. Ende September 2020 wird er von der Zürcher Gesundheitsdirektion beauftragt, die Impfkampagne des Kantons Zürich auf die Beine zu stellen.
markus näf
In einer Medienmitteilung vom Mittwoch hat der Kanton nun nebenbei erwähnt, dass Markus Näf von Peter Indra, abgelöst werde. Dieser ist Leiter des Geschäftsfeldes Gesundheitsversorgung und designierter Leiter des Amtes für Gesundheit. Begründet wird der Schritt damit, dass der Aufbau der Impfaktion abgeschlossen sei und man nun in die Betriebsphase wechsle.

Der Kanton Zürich hat sich zuletzt immer wieder Kritik für das langsame Impftempo und das Impf-Datenchaos eingehandelt und wurde als «Trödelkanton» bezeichnet. Erst 8 Prozent der Zürcher Bevölkerung sind geimpft – in keinem der anderen Kantone ist der Anteil so tief.
06:04
EU verteidigt höhere Zahlung für nächste Biontech-Impfstofflieferung
Die Brüsseler EU-Kommission verteidigt, dass für den Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer künftig ein höherer Preis gezahlt werden soll. Der geplante nächste Vertrag unterscheide sich signifikant von den ersten beiden, hiess es am Mittwochabend aus Behördenkreisen. So gebe es beispielsweise strengere Liefervereinbarungen, andere Haftungsregeln und Vereinbarungen zur Anpassung des Impfstoffes an neue Coronavirus-Varianten. Ausserdem gestalte sich der Preis je Dosis auch anders, weil die EU künftig kein Geld mehr für Produktionsförderung zahle.

Die «Welt» hatte zuvor unter Berufung auf ein Schreiben des Bundesfinanzministeriums an den Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages berichtet, dass die EU-Kommission für 900 Millionen Corona-Impfdosen der zweiten Generation einen deutlichen Preisaufschlag zahlen werde.

Demnach verpflichtet sich Deutschland, für die anteilig zustehenden 165 Millionen Dosen aus dem EU-Kontingent 3,83 Milliarden Euro zu zahlen. Statt der bislang abgerechneten 15,50 Euro pro Dosis ergebe sich daraus rein rechnerisch ein Preis von 23,20 Euro pro Dosis. Der dritte Vertrag der Kommission mit Biontech/Pfizer sei fertig verhandelt, heisst es laut «Welt» in dem Schreiben.

Die EU-Kommission wollte sich zu den Preisangaben nicht äussern. Der bulgarische Ministerpräsident Boiko Borissow hat jüngst von einem neuen Dosispreis von 19,50 Euro gesprochen.

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hatte am 14. April angekündigt, dass mit dem deutschen Unternehmen Biontech und dessen US-Partner Pfizer über die Lieferung von bis zu 1,8 Milliarden weiteren Dosen Corona-Impfstoff verhandelt wird. 900 Millionen Dosen sollten demnach fest bestellt und für weitere 900 Millionen eine Option abgeschlossen werden. (sda/dpa)
European Commission President Ursula von der Leyen removes her protective face mask prior to meeting with Jordan's King Abdullah II at EU headquarters in Brussels, Wednesday, May 5, 2021. (Yves Herman, Pool via AP)
5:01
Moderna: Impfauffrischung wirkt auch gegen Varianten
Eine Auffrischungsdosis des Corona-Impfstoffs von Moderna wirkt gemäss ersten Daten des US-Unternehmens gut gegen Coronavirus-Varianten.

Das Unternehmen veröffentlichte am Mittwoch Daten aus einer laufenden Studie zu zwei verschiedenen sogenannten Booster-Dosen - einerseits mit dem bereits in vielen Ländern der Welt zugelassenen Impfstoff und andererseits mit einer auf Basis der zuerst in Südafrika identifizierten Virus-Variante entwickelten Booster-Dosis.

Beide hätten die Entwicklung von Antikörpern gegen diese Virus-Variante und die zuerst in Brasilien entdeckte Virus-Variante bewirkt - die neu entwickelte Booster-Variante in Hinblick auf die Südafrika-Variante noch deutlicher. Zudem seien beide Booster-Dosen gut vertragen worden. Weitere Daten zu der Studie will das Unternehmen demnächst veröffentlichen. (sda/dpa)
Harald Fischer gets a Moderna vaccination in a vaccination mobile on a square at the district  Chorweiler in Cologne, Germany, Monday, May 3, 2021. The city of Cologne started a program to bring COVID-19 vaccination to people living in this neighborhood with a high corona incidence. (AP Photo/Martin Meissner)
21:31
USA unterstützen Aussetzung von Patenten für Corona-Impfstoffe
Für den Kampf zur weltweiten Eindämmung der Pandemie unterstützt die US-Regierung die Aussetzung von Patenten für die Corona-Impfstoffe. Die USA stünden hinter dem Schutz geistigen Eigentums, die Pandemie sei aber eine globale Krise, die ausserordentliche Schritte erfordere, erklärte die US-Handelsbeauftragte Katherine Tai am Mittwoch. Die USA würden sich im Rahmen der Welthandelsorganisation (WTO) für die Erstellung eines entsprechenden Abkommens einsetzen. Wegen des Konsensprinzips und der Komplexität der Materie könnte dies zeitaufwendig werden, hiess es.

Das Ziel der US-Regierung sei es, «so viele sichere und wirksame Impfungen so schnell wie möglich zu so vielen Menschen wie möglich zu bringen», erklärte Tai. Mehr als 100 WTO-Mitgliedsländer wollen die Patente für die Impfstoffe aussetzen, damit mehr Firmen in mehr Staaten Impfstoffe herstellen können. Wichtige Herkunftsländer der Pharmaindustrie wie die USA sowie Unternehmensvertreter blockierten das von Südafrika und Indien angestossene Vorhaben aber bislang. (sda/dpa)


21:15
Mediensprecher rät zur Geduld
Man solle die Seite nicht andauern reloaden, schreibt Gundekar Giebel, Sprecher der Berner Gesundheitsdirektion. Die Server könnten so nicht alle Anfragen bearbeiten.
20:50
System in Bern überlastet
Der Kanton Bern hat am Mittwoch die beiden grossen Corona-Impfgruppen M und N freigegeben. Erste Termine waren bereits vor der offiziellen Bekanntgabe in der Nacht auf Mittwoch buchbar und gingen weg wie warme Semmel. Das Aufschalten von weiteren Terminen brachte gar das System zum Erliegen.

Der Kanton Bern teilte am Mittwochmorgen mit, dass am Mittwochabend um 20 Uhr zusätzliche Termine aufgeschaltet würden.



Diese Ankündigung führte offenbar zu einem Ansturm auf die Impftermine: Beim Besuch der entsprechenden Internetseite des Kantons zeigte sich, dass diese sofort überlastet war.
Mit den Gruppen M und N können sich alle Personen im Alter von 18 bis 64 Jahren gegen das Corona-Virus impfen lassen. Noch nicht freigegeben ist die Gruppe R der 16- bis 17-Jährigen. (sda/cma)

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