Schweiz
Justiz

Bundesanwaltschaft: PostAuto-Skandal ist KEIN Verstoss gegen Strafgesetzbuch

Bundesanwaltschaft: PostAuto-Skandal ist KEIN Verstoss gegen Strafgesetzbuch

21.02.2018, 14:1821.02.2018, 15:19
ARCHIV - ZUR STRAFANZEIGE DES BUNDESAMTES FUER VERKEHR GEGEN POSTAUTO, AM MITTWOCH, 14. FEBRUAR 2018, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDE ARCHIVBILDER ZUR VERFUEGUNG ---- Susanne Ruoff, Konzernleiterin der Sch ...
Postchefin Ruoff.Bild: KEYSTONE

PostAuto hat mit Buchhaltungstricks Subventionen bezogen. Nach Ansicht der Bundesanwaltschaft ist dabei aber keine Straftat gemäss Strafgesetzbuch begangen worden. Sie will daher keine Strafuntersuchung gegen PostAuto eröffnen.

Zu diesem Schluss kamen Bundesanwalt Michael Lauber und der Berner Generalstaatsanwalt Michel-André Fels, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst. Weder die nationale noch die kantonale Strafverfolgungsbehörde verfüge über eine gesetzliche Grundlage, die mutmasslich zu hohen Subventionsbezüge zu untersuchen.

Laut Bundesanwaltschaft fallen die mutmasslichen Widerhandlungen, die das Bundesamt für Verkehr (BAV) in seiner Strafanzeige geltend macht, unter das Verwaltungsstrafrecht. Damit muss das BAV selber ein Verfahren durchführen. In Frage kommen Verstösse gegen das Subventionsgesetz. Dieses stellt Leistungs- und Abgabebetrug, Urkundenfälschung oder Erschleichung eines Vorteils unter Strafe.

Das BAV hat vom Entscheid der Bundesanwaltschaft Kenntnis genommen, wie Sprecherin Florence Pictet auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte. «Wir analysieren die Situation nun und besprechen das weitere Vorgehen.» Für den heutigen Tag stellte sie keine weiteren Informationen in Aussicht. (whr/sda)

So sind die selbstfahrenden Postauto-Busse angekommen

Video: srf
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
35 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
welefant
21.02.2018 14:20registriert März 2015
ehm... okey!
jagt ihr töfflibuebe und kiffer!
00
Melden
Zum Kommentar
avatar
el_zimouni
21.02.2018 14:37registriert Juli 2014
Wirtschaftskrimineller müsste man sein..
00
Melden
Zum Kommentar
avatar
Boston5
21.02.2018 16:21registriert Juli 2015
Und wir zahlen weiter brav unsere Steuern, damit sich die Teppichetage ihre Boni auszahlen kann. Mich kotzt es richtig an dieses Jahr meine Steuern zu zahlen, wenn immer mehr solche Gaunereien von Staatsbetrieben ans Licht kommen.
00
Melden
Zum Kommentar
35
«Sie räumten mein Restaurant leer»: Franzose erlebte den G8 in Evian hautnah
Im Jahr 2003 leitete Sylvain ein Restaurant vor den Toren von Evian. Eines Morgens stürmten mehrere Personen in das Lokal, das der Franzose führte, um es auszuräumen und Computer aufzustellen. Während der G7 näher rückt, erzählt er davon.
In genau einer Woche wird die Stadt Evian-les-Bains von der Aussenwelt abgeschnitten sein, Trumps Geheimdienst wird das Sagen haben und die Einwohner werden an jeder Strassenecke an Kontrollpunkten streng überwacht. Während die Schweiz alles tut, um die historischen Ausschreitungen von 2003 nicht noch einmal zu erleben – sowohl in Genf als auch in Lausanne –, hat watson einen französischen Gastronomen getroffen, der den G8 hautnah erlebt hat.
Zur Story