Hitze treibt mehr Gäste in die Berge – diese Region verzeichnet das grösste Plus
Ab in die Höhe, um der Hitze zu entfliehen: Die Berge sind derzeit ein beliebtes Ausflugsziel. Die Bergbahnen in der Schweiz verzeichnen seit Saisonbeginn 7 Prozent mehr Eintritte als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Im Vergleich zum Durchschnitt der letzten fünf Jahre beträgt das Plus sogar 29 Prozent, wie der Verband Seilbahn Schweiz mitteilt.
Und das, obwohl viele Touristinnen und Touristen aus dem asiatischen Raum fehlen. Die geopolitische Unsicherheit mache sich bemerkbar, hält der Verband fest. Die Zahl der Gäste aus Indien, Südkorea, südostasiatischen Staaten und dem Nahen Osten gehe deswegen aktuell markant zurück.
Dafür kommen mehr Ausflügler aus der Schweiz und dem näheren Ausland. Die Bergbahnen merken, dass gerade im deutschsprachigen Raum viele auf Fernreisen verzichten und lieber Ferien in Europa machen. Die Schweizer und die anderen europäischen Gäste würden wesentlich zum guten Ergebnis diesen Sommer beitragen, hält der Verband fest.
Ostschweiz kann nicht profitieren
Nicht alle Regionen profitieren gleich vom heissen Sommer und der Zurückhaltung, weit zu reisen. Aussergewöhnlich stark ist die Zunahme im Berner Oberland. 24 Prozent mehr Gäste als im Vorjahr hat man diesen Sommer bis jetzt gezählt. Im Fünfjahresschnitt sind es gar fast zwei Drittel mehr. Das liegt laut dem Seilbahnverband vor allem an der Schilthornbahn, die nach Bauarbeiten inzwischen wieder voll in Betrieb ist.
Gut läuft es auch in der Zentralschweiz und den Waadtländer und Freiburger Alpen mit 19 bzw. 17 Prozent mehr Gästen als im Fünfjahresschnitt. Deutlich weniger Passagiere haben derweil die Bahnen in der Ostschweiz, was aber vor allem an der aktuellen Schliessung der Säntis-Schwebebahn liegt.

