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Trockenheit in der Schweiz: Das prognostiziert der Bund

KEYPIX - Un femme donne a boire a son chien Pumbaa sur un ponton de baignade sur le quai de Cologny, sur les rives du lac Leman, lors d'un episode de temperatures anormalement douces pour la sais ...
Ein Hund ergötzt sich am kühlenden Wasser – auch Haustiere sind von Trockenheit betroffen.Bild: KEYSTONE

Trockenheit in der Schweiz: Das prognostiziert der Bund

Der Bund hat am Donnerstag im Trockenheitsbulletin über den Stand der Trockenheit in der Schweiz informiert. Hier erfährst du, wie es zurzeit um die Trockenheit steht, und was der Bund dazu prognostiziert.
25.06.2026, 20:4125.06.2026, 20:41

Wetter

Über die letzten 30 Tage hinweg ist die ganze Schweiz (ausschliesslich Graubündens und des Mittel- und Südtessins) von einem signifikanten Niederschlagsdefizit betroffen. Insbesondere im Flachland und im Jura ist es vielerorts besonders ausgeprägt, während das Defizit im Nordtessin nur als leicht gewertet wird.

Auch der Blick in die etwas länger zurückliegende Vergangenheit zeigt kein rosiges Bild: So war die Schweiz (exklusive Engadin, Südbünden und Mittel- und Südtessin) auch über die vergangenen 90 Tage von einem grossen bis extremen Niederschlagsdefizit betroffen. Konkret betrugen die Niederschlagsmengen in diesem Zeitraum in den am ärgsten betroffenen Regionen, namentlich dem Wallis und dem Mittelland vielerorts nur 45 bis 60 Prozent der Norm.

Das ausgedehnte Hochdruckgebiet über Europa wird sich voraussichtlich in der ersten Juliwoche nach Südwesten zurückziehen, wodurch im Alpenraum etwas kühlere und teils auch feuchtere Luft heranströmen wird. Insbesondere im Osten der Schweiz wird damit die Wahrscheinlichkeit für Schauer und Gewitter zunehmen.

Mit längeren Niederschlagsphasen sollten wir aber nicht rechnen. Und: Nach der Abkühlung dürfte sich das Hochdruckgebiet über Europa sogar wieder verstärken, womit sich die Niederschlagsdefizite weiter verschärfen würden.

Flüsse und Seen

Die trockene Witterung und die aussergewöhnlichen Temperaturen haben die Wasserstände der Schweizer Fliessgewässer weiter sinken lassen. Mittlerweile werden nur noch bei denjenigen Flüssen und Bächen, die von der Gletscherschmelze beeinflusst werden, normale Pegel verzeichnet.

Bei den Seen sieht die Lage etwas besser aus. Zwar weisen der Boden,- der Walen- sowie der Zugersee für die Jahreszeit sehr tiefe Wasserstände auf, dafür bewegen sich die Pegel der übrigen grossen Seen grösstenteils im Bereich der saisonalen Normalwerte.

Entsprechend der erwarteten Niederschlagsmengen werden die Wasserstände weiterhin auf einem sehr tiefen Niveau bleiben. Insbesondere im Mittelland und im Jura dürfte sich die Situation kaum entschärfen. Kurzzeitig kann es jedoch wegen der prognostizierten Schauer und Gewitter regional zu Pegelanstiegen kommen.

Bodenfeuchte und Grundwasser

Bis auf Teile des Engadins ist die gesamte Schweiz von einem erheblichen bis sehr grossem Bodenfeuchtendefizit betroffen. Dieses wird sich voraussichtlich in den nächsten Wochen nur unwesentlich verringern.

Ferner sind regional leicht niedrige bis extrem niedrige Grundwasserstände und Quellschüttungen, also das Austreten von Wasser aus Grundwasserquellen, zu beobachten. Betroffen sind Grundwasservorkommen, die nahe an der Oberfläche liegen, sowie Kluft- und Karst-Quellen. Konkret trifft es die Ostschweiz, das zentrale Mittelland, die östlichen und zentralen Voralpen, das Jura, das Tessin und das Wallis.

(cpf)

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