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Klima

Hitzewelle rollt auf die Schweiz zu – ein Ende ist nicht in Sicht

Der Gemuesebauer Thomas Lehmann erntet am fruehen Morgen eines Hitzetags auf seinem Traktor frisch geschnittene Salate auf seinem Betrieb Lehmann Fruechte und Gemuese, am Freitag, 26. Juni 2026, in Bu ...
Ein Gemüsebauer in Murten FR: Die Trockenheit wird zum zunehmenden Problem. Bild: keystone

«Das wird richtig arg» – die nächste Hitzewelle kommt

06.07.2026, 12:0306.07.2026, 12:43

Während die Wetterprognosen gegen Ende der vergangenen Woche noch eine leise Hoffnung weckten, dass in dieser Woche ein Tiefdruckgebiet für kühlere Temperaturen und vor allem dringend benötigte Niederschläge sorgen könnte, hat sich diese Hoffnung in Luft aufgelöst.

«Das Wetter ist schnell erzählt», sagt Roger Perret von MeteoNews: «Es wird wieder heiss, ab morgen müssen wir erneut täglich mit Temperaturen von über 30 Grad rechnen.» Niederschläge seien verbreitet erst mal keine in Sicht, lediglich in den Alpen könnte es am Freitag und Samstag zu Gewittern kommen, am Samstag sind solche auch im Flachland vereinzelt möglich, so der Meteorologe.

Es wird erneut heiss in der gesamten Schweiz.
Es wird erneut heiss in der gesamten Schweiz. Bild: screenshot Meteonews

Flächendeckende Niederschläge, die zu einer leichten Entspannung der aktuellen Trockenheit im ganzen Land führen könnten, seien aktuell keine in Sicht. «Das wird richtig arg», sagt Roger Perret: «Die Trockenheit wird in diesem Sommer noch ein riesiges Thema werden.» Die Schweiz sei mit am stärksten betroffen in Zentraleuropa.

Während die Hitze in Frankreich und Spanien aktuell mit Temperaturen um die 40 Grad noch härter zuschlägt als in der Schweiz, sorgen sogenannte Höhentiefs, begünstigt durch die Feuchtigkeit des Mittelmeers sowie die Auswirkungen des Jetstreams, in den nächsten Tagen vor allem in Frankreich immer mal wieder für Gewitter und Niederschläge. In der Schweiz bleibt dies jedoch aus.

Omega-Lage sorgt erneut für stabiles Hochdruckgebiet

«Die Trockenheit kam nicht überraschend, bereits im April haben wir davor gewarnt», sagt Roger Perret. Verantwortlich für die anhaltende Hitze und die ausbleibenden Niederschläge sei ein stabiles Hochdruckgebiet, «das wir einfach nicht mehr wegbekommen», so der Meteorologe gegenüber watson. «Wenn immer ein Tiefdruckgebiet sich Richtung Schweiz auszudehnen scheint, drückt das Hochdruckgebiet dieses zurück.»

Ein Ende dieser Situation sei erst mal nicht in Sicht, im Gegenteil: «Ab dem Sonntag sind wir wieder verstärkt im Einflussbereich einer sogenannten Omega-Lage, was bedeutet, dass ein Hochdruckgebiet im Westen und Osten durch zwei Tiefdruckgebiete blockiert ist.» Vor Mitte der nächsten Woche sei nicht mit einem Wetterumschwung zu rechnen, so Roger Perret von Meteonews.

Der Wetterdienst des Bundes aktualisierte seine Hitzewarnungen.
Der Wetterdienst des Bundes aktualisierte seine Hitzewarnungen. Bild: screenshot Meteonews

Meteoschweiz verhängt erneut Hitzewarnstufe 3

Temperaturmässig ist in dieser Woche im Mittelland verbreitet mit Höchstwerten von 33 bis 36 Grad zu rechnen, im Süden der Schweiz soll es vor allem am Mittwoch unter Einfluss des Nordföhns mit 37 bis 38 Grad noch heisser werden. Auch in der Nacht nehmen die Temperaturen im Verlauf der Woche erneut zu. So würden die Werte vereinzelt erneut nicht unter 20 Grad sinken. Je nach Region, in höheren Lagen sowie rund um Gewässer, könne es also erneut zu sogenannten Tropennächten kommen.

In grossen Teilen der Kantone Basel-Land, Basel-Stadt, Tessin sowie Waadt und Genf hat Meteoschweiz erneut die Hitzewarnstufe drei ausgerufen. Der Wetterdienst des Bundes warnt vor erheblichen Gefahren wie Herz-Kreislauf-Beschwerden und körperlichem Unwohlsein. Es wird empfohlen, mindestens 1,5 Liter pro Tag zu trinken, am besten ungesüsste und alkoholfreie Getränke. Körperliche Anstrengungen zur heissesten Tageszeit sollen vermieden werden.

Ebenso sollen keine Personen oder Tiere in geparkten Autos zurückgelassen werden. In grossen Teilen des nördlichen Mittellands sowie im Wallis warnt Meteoschweiz vor einer möglichen Hitze der Stufe 3 ab kommendem Mittwoch und Donnerstag. (jul/sda)

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In Zukunft dürfte uns die Hitze noch härter treffen!
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88 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Leap
06.07.2026 12:14registriert August 2023
Einfach schön weiter SVP wählen, Kollege Dettling wird sich freuen, liebe Bauern!

Wenn es so weitergeht kriegt ihr dann bald zusätzlich Subventionen wegen Hitze und Trockenheit.
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Markus86
06.07.2026 12:33registriert Oktober 2014
SVP-Ideologen und Wissenschaftsverweigerer können der Natur noch so oft erklären, dass warme Temperaturen und hohe CO2 Konzentrationen gut für Pflanzen seien. Die Natur folgt weder politischen Parolen noch Wunschdenken, sondern den Gesetzen von Physik, Biologie und Chemie. Und die sind klar. Hitze, ausbleibender Regen und ausgetrocknete Böden setzen Pflanzen massiv unter Stress. Die Folgen sind sinkende Erträge und zunehmende Belastungen für die Landwirtschaft.
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Posersalami
06.07.2026 12:46registriert September 2016
Ich hoffe so sehr, das der Subventionstopf für die Bauern auch endlich austrocknet. Immer schön gegen die Natur werken und wählen und dann jammern.
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