Hitzewelle in Europa: Diese Feriendestinationen sind besonders betroffen
Spanien und Frankreich bereiten sich auf eine neue Hitzewelle vor. In Teilen Spaniens könnten die Temperaturen in den kommenden Tagen auf bis zu 44 Grad Celsius steigen, in Südfrankreich nähern sie sich voraussichtlich der 40-Grad-Marke.
Nach Angaben der spanischen Wetterbehörde Aemet soll ab Samstag eine trockene und sehr heisse Luftmasse weite Teile des Landes erfassen. Besonders betroffen ist demnach der Südosten Spaniens. Dort könnten die Temperaturen am kommenden Dienstag auf 42 bis 44 Grad steigen.
Ungewöhnliche Hitze für Spanien
Die vorhergesagte Hitze liegt deutlich über den für diese Jahreszeit üblichen Werten. In weiten Teilen Spaniens sollen die Temperaturen sechs bis acht Grad über dem Durchschnitt der Jahre 1991 bis 2020 liegen.
Auch nachts bleibt es der Wetterprognose zufolge ungewöhnlich warm. Die Tiefstwerte an der Mittelmeerküste sowie in Zentral- und Südspanien werden bei 22 bis 24 Grad liegen.
Klimawandel macht die Hitze wahrscheinlicher
Nach einer Analyse der wissenschaftlichen Organisation Climate Central ist die aktuelle Hitze in Spanien kein gewöhnliches Wetterereignis. Demnach hat der menschengemachte Klimawandel die extremen Temperaturen mindestens fünfmal wahrscheinlicher gemacht. Grundlage der Berechnung ist der sogenannte Climate Shift Index (CSI).
Der Klimawissenschaftler Zachary Labe von Climate Central erklärte, mit jedem weiteren Sommer steige die Wahrscheinlichkeit gefährlicher und lang anhaltender Hitzewellen. Ein Climate Shift Index von 5 zeige, dass diese aussergewöhnliche Hitze durch den Klimawandel erheblich wahrscheinlicher geworden sei, erläuterte er.
Solche Wetterereignisse stellten erhebliche Risiken für die öffentliche Gesundheit, Ökosysteme, Ernährungssysteme, die öffentliche Sicherheit und die Zuverlässigkeit der Infrastruktur dar.
Tödliche Hitze in Europa
Vorläufige Zahlen aus Spanien und Frankreich zeigen, wie gefährlich die extreme Hitze im Juni war. Nach Daten des spanischen Gesundheitsministeriums und des Sterblichkeitsüberwachungssystems gab es in Spanien 1029 hitzebedingte zusätzliche Todesfälle.
In Frankreich sprach die Gesundheitsbehörde von rund 1000 zusätzlichen Todesfällen während der zehntägigen Hitzewelle Ende Juni. Die Zahl sei noch unvollständig, eine endgültige Bilanz liege bislang nicht vor.
Verwendete Quellen:
- meteociel.fr: "Cartes GFS" (Französisch)
- aemet.es: "Avisos meteorológicos" (Spanisch)
- euronews.com: "Up to 42C in Spain: Nine regions on alert for extreme heat" (Englisch)
- theguardian.com: "Spain and France new heatwave warning" (Englisch)
- climatecentral.org: "Climate Shift Index Alert: Spain, June 2025" (Englisch)

