Schweiz
Klima

Hitze bei SBB und Postauto trotz Klimaanlage – das steckt dahinter

Ein Nightjet Nachtzug der SBB aufgenommen anlaesslich der Taufe des Zuges, am Donnerstag, 4. Dezember 2025 am Hauptbahnhof in Zuerich. Ab Dezember 2025 verkehren auf der Nachtzuglinie von Zuerich nach ...
Steigen die Temperaturen auf weit über 30 Grad, sorgt auch die laufende Klimaanlage kaum noch für Abkühlung. Bild: keystone

Schwitzen im ÖV trotz Klimaanlage – das steckt dahinter

29.06.2026, 17:0729.06.2026, 17:07

Bei grosser Hitze in einen Zug oder Bus einsteigen kann einer Lotterie gleichen. Mit etwas Glück sind die Temperaturen angenehm kühl, für manche bereits schon wieder zu kühl. Mit etwas weniger Glück finden sich ÖV-Reisende in einem Zug wieder, in dem einem der Schweiss nur so von der Stirn tropft.

In letzterem Fall erreichen die SBB besonders schnell die Klagen betroffener Passagierinnen und Passagiere, die sich fragen, weshalb trotz scheinbar laufender Klimaanlage die Zugtemperatur dennoch so unangenehm heiss ist.

Was zunächst ein Aufreger zu sein scheint, soll helfen, Kreislaufbeschwerden bei ÖV-Reisenden zu verhindern. Denn ein häufiger Wechsel zwischen Hitze und stark gekühlten Räumen könne den menschlichen Organismus stark belasten, schreibt das Gesundheitsdepartement des Kantons Bern gegenüber dem Schweizer Fernsehen auf Anfrage.

Maximal zehn Grad Temperaturunterschied bei der SBB

Obschon es bei der SBB wie auch bei weiteren Transportunternehmen in der Schweiz keine klaren Vorgaben bezüglich der Temperaturregulierung gibt, orientieren sich die SBB an den Normen und Vorschriften des internationalen Eisenbahnverbands.

Die Medienstelle der SBB schreibt gegenüber SRF: «Temperatursensoren am Fahrzeug messen, wie warm es draussen ist. Die elektronischen Regler der Klimaanlagen sind so programmiert, dass an heissen Tagen die Innentemperatur zwischen drei und maximal zehn Grad unter der Aussentemperatur liegt.»

Weiter schreiben die SBB, dass 98 Prozent der eigenen Züge über eine moderne Klimaanlage verfügen würden. Zudem werde zwischen Mai und September auch auf der App mithilfe eines kleinen Thermometersymbols angezeigt, ob ein Zug über eine Klimaanlage verfüge.

Bahnpersonal kann zusätzlich um zwei Grad runterkühlen

Nebst der automatischen Regulierung hätte das Bahnpersonal im Zug ausserdem die Möglichkeit, die Temperatur manuell um zusätzliche zwei Grad herunterzukühlen. Die Medienstelle der SBB ergänzt: «Es wird alles Maschinen- und Menschenmögliche getan, um die Temperaturen auf einem angenehmen Niveau oder an heissen Tagen zumindest unter 30 Grad zu halten.»

Auf Anfrage von SRF schreibt auch Postauto, dass die meisten ihrer Fahrzeuge über moderne Klimaanlagen verfügen würden. Diese seien so eingestellt, dass der Temperaturunterschied zwischen Innen- und Aussentemperatur maximal sechs Grad betrage. Das Fahrpersonal könne darauf auch keinen Einfluss nehmen, schreibt Postauto weiter. (jul)

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Aschenmadlen
29.06.2026 17:34registriert Juli 2017
"Temperatursensoren am Fahrzeug messen, wie warm es draussen ist"
So ca 45°C bei Sonneneinstrahlung, macht dann 35°C drinnen. Seit Jahren die gleiche Ausrede der SBB.
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Hold my beer
29.06.2026 17:44registriert Juli 2022
"Die elektronischen Regler der Klimaanlagen sind so programmiert, dass an heissen Tagen die Innentemperatur zwischen drei und maximal zehn Grad unter der Aussentemperatur liegt." Sprich: letzte Woche bei 37° also Innentemperaturen von min. 27° bis 34°... Mein Kreislauf macht schlapp bei allem über 30° und nicht, wenn ich vom Backofen in den Kühlschrank komme.

Ist ja in südlichen Ländern kein Problem, auf 25° runterzukühlen. Wenn man/frau es weiss, kann man ja ein Tuch oder eine dünne Jacke mitnehmen.
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Mr. Kanister
29.06.2026 17:15registriert Mai 2025
Kürzlich war ich in Italien und dort herrschen im Zug fast arktische Temperaturen. In diesem Punkt ist der ÖV in IT besser als in der CH.
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