Schweiz
Konsum

Gegen diesen Aldi-Preisvergleich hat die Migros Beschwerde eingelegt

Aldi Werbung Migros
Ein Ausschnitt aus besagter Aldi-Werbung.Bild: Aldi Suisse

Migros fordert Aldi auf, diese «irreführenden» Vergleiche zurückzuziehen

Mit Anzeigen, die ganze Seiten ausfüllen, macht Aldi Preisvergleiche mit Migros und Coop. Nun wehrt sich der orange Riese.
27.08.2026, 09:5227.08.2026, 09:52

Vergangenes Wochenende war auf Frontseiten von Sonntagszeitungen oder Plakaten zu lesen: «Mehr Familie, weniger zahlen». In den Anzeigen werden die Preise von Aldi mit denen der Migros verglichen. Abgebildet sind jeweils zwei Kassenzettel. Das Ziel des Discounters: zeigen, dass die eigenen Preise günstiger seien als die der Konkurrenz. Dagegen geht die Migros nun vor: Sie hat eine Beschwerde eingereicht, wie der Tages-Anzeiger berichtet.

Die Migros schreibt auf Anfrage der Zeitung: «Unsere Analysen der von Aldi kommunizierten Preisvergleiche haben gezeigt, dass die Vergleiche irreführend und teilweise falsch sind. Wir haben Aldi daher aufgefordert, die irreführenden Werbeaussagen zurückzuziehen.» Das weitere Vorgehen hänge von Aldi ab.

Die Migros störe vor allem, dass die Kundschaft nicht erkennen könne, welche Produkte genau verglichen wurden. Der Kassenzettel ist nicht vollständig abgebildet, es steht nur «weitere Artikel».

Auch Coop angegriffen

Neben Migros wird auch Coop von Aldi attackiert. Nach schon genanntem Claim werden mit dem Spruch «Mehr Bio, weniger zahlen» die Bioprodukte der beiden Detailhändler verglichen. Auch hier kommt Aldi zum Schluss: Aldi ist günstiger.

Coop schreibt dazu, das Unternehmen kommuniziere «grundsätzlich keine Details zu Aktionen Dritter».

Aldi Werbung Coop
Hier werden die Preise mit denen von Coop verglichen.Bild: Aldi Suisse

Laut Aldi verstosse die Werbung nicht gegen das Gesetz. Es ist nicht das erste Mal, dass der deutsche Discounter eine aggressive Werbestrategie verfolgt. Schon 2024 waren Migros' Veräusserungen von mehreren Tochtergesellschaften Thema bei der Aldi-Werbung: In denen hiess es: «Hat dich der orange Riese abserviert? Wechsle zu Team Blau.»

(kek)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
24 krass sexistische Werbungen, die tatsächlich mal gedruckt wurden
Dieser Roboter ist derzeit mit der Post unterwegs – was es damit auf sich hat
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Bericht: Fast jedes fünfte Kind in der Schweiz ist armutsgefährdet
Besonders gefährdet sind Kinder aus Einelternhaushalten und kinderreichen Familien, wie ein Bericht des Netzwerk Kinderrechte Schweiz zeigt.
Am 17. Oktober ist Internationaler Tag für die Beseitigung der Armut. Anlässlich dessen will das Netzwerk Kinderrechte Schweiz, ein Dachverband und Verein, der sich für die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention (KRK) in der Schweiz starkmacht, eine Zwischenbilanz ziehen. Ein neuer Bericht mit Fokus auf Kinderarmut soll zeigen, wo die Schweiz in Bezug auf diese Umsetzung steht.
Zur Story