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Vorsicht vor Fake-Websites bei Reisebuchungen: So erkennst du Betrug

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Bei der Ticketsuche für Sehenswürdigkeiten wie das Kolosseum in Rom müssen Reisende aufpassen.Bild: www.imago-images.de

So zocken Fake-Websites Urlauber ab

Wer Tickets für den Louvre oder andere Sehenswürdigkeiten sucht, landet nicht selten bei Kriminellen. Eine aktuelle Recherche zeigt, wie das Geschäft mit Ticketfallen funktioniert.
29.07.2026, 20:3929.07.2026, 20:39

Viele Ferienreisende kaufen Tickets für den Louvre, das Kolosseum oder andere Sehenswürdigkeiten bereits im Voraus. Das ist oft sinnvoll, denn vor Ort sind die Warteschlangen teilweise so lang, dass Besucherinnen und Besucher mehrere Stunden warten müssen. Wer online bucht, sollte jedoch Vorsicht walten lassen.

Fake-Websites und gefälschte Logos

Wer Tickets für das Kolosseum in Rom oder die Alhambra bei Granada googelt, sieht als oberstes Suchergebnis nicht die Originalwebsite der Sehenswürdigkeit, sondern täuschend ähnliche Webseiten von Betrügern, schreibt der «Beobachter». Die Kriminellen kopieren dafür Logos und nutzen Internetadressen, die den echten Portalen zum Verwechseln ähnlich sehen.

Die Fake-Webseite Louvre-museum-tickets.org verlangt für einen Eintritt in den Louvre 76 Euro, Lelouvreticket.com möchte 34 Euro. Auf der offiziellen Website Louvre.fr bekommt man ein Ticket für 22 Euro. Um schneller und sicherer ans Geld zu kommen, setzten die Kriminellen die Konsumentinnen und Konsumenten unter Druck, indem sie Zeitlimits einsetzten. Dies könnte dann so aussehen: «Achtung: Tickets sind binnen Minuten ausverkauft, kaufen Sie jetzt Ihr offizielles Ticket.»

epaselect epa13126473 People set next to the Louvre Pyramids during the reopening of the Apollo Gallery at the Louvre Museum in Paris, France, 22 July 2026. The Apollo Gallery reopened after a heist i ...
Auch für den Louvre existieren zahlreiche Fake-Webseiten.Bild: keystone

Geschädigte berichten, dass sie entweder gar kein Ticket oder Tickets für falsche Zeitfenster erhalten haben.

So funktioniert der Betrug

Die Betrüger gehen besonders dreist vor. Das Ganze läuft über Google Ads. Die Kriminellen kaufen die teuren Werbeplätze oberhalb der eigentlichen Suchergebnisse und platzieren ihre Fake-Websites so noch vor den offiziellen Seiten. Mehr als 83 Prozent ihrer Besucher gelangen laut einer Recherche des nordamerikanischen Investigativportals Indicator und der spanischen Faktencheck-Plattform Maldita.es über diese Anzeigen auf die betrügerischen Websites. Für die Untersuchung wurden 20 Fake-Seiten zu bekannten Sehenswürdigkeiten analysiert. Im Durchschnitt verlangen sie das 2,5-Fache des Originalticketpreises.

Verantwortlich für die untersuchten Fake-Seiten sind laut der Recherche lediglich zwei spanische Anbieter. Um schlechten Bewertungen auf Trustpilot und Co. zu entkommen, wechseln sie immer wieder ihre Namen. Feel the City oder My Top Tour sind nur zwei Beispiele. Der jährliche Schaden wird auf 2.1 bis 2.4 Millionen Euro geschätzt.

So sieht es in der Schweiz aus

Wer nun Angst hat, bei Schweizer Sehenswürdigkeiten in dieselbe Falle zu tappen, kann aufatmen: Die Betrüger haben hiesige Tourismus-Hotspots bislang gemieden. Dennoch sollte man beim Onlinekauf von Tickets stets genau hinschauen.

(kek)

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8 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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bokl
29.07.2026 21:46registriert Februar 2014
Viel dreister als die Betrüger agiert in meinen Augen Google. Und es wäre für Google ein Leichtes diese Betrüger als Kunden abzulehnen. Aber dann ginge halt Umsatz flöten.
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The Moose
29.07.2026 20:53registriert März 2019
Denjenigen die bei Google auf deklarierte Werbelinks klicken, denen ist echt nicht mehr zu helfen... Wenn etwas als Werbung gekennzeichnet ist, gibt es nur eine Variante komplett ignorieren...
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g-rd
29.07.2026 20:53registriert Oktober 2015
Wer nach 20 Jahren Google-Suche immer noch als erstes die Ads anklickt, hat daraus nichts gelernt und nichts besseres verdient.
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