Schweiz
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Die jährliche Hiobsbotschaft: Krankenkassen-Prämien steigen bis zu 10 Prozent (und mehr)



Der Internetvergleichsdienst bonus.ch rechnet für 2017 mit einer durchschnittlichen Erhöhung der Krankenkassenprämien um 6.5 Prozent. Die Prognose liegt damit über den ersten Schätzungen, die von einem Anstieg zwischen 4 und 5 Prozent ausgegangen waren.

Zu beachten sei auch, dass die Anpassung des Risikoausgleichsmechanismus sich negativ auf manche Prämien auswirken werde. Bonus.ch geht davon aus, dass über 20 Prozent der über 200'000 veröffentlichten Krankenkassenprämien mehr als zehn Prozent erhöht werden.

Prognose nach oben korrigiert

Die Angaben über die wachsenden Gesundheitskosten, die finanziellen Angaben einiger Krankenkassen, die Auswirkungen der Anpassung des Risikoausgleichsmechanismus sowie die anlässlich einer informellen Umfrage bei Versicherungen gesammelten Daten hätten dazu geführt, dass bonus.ch seine Prognose nach oben korrigiert habe, teilte der Vergleichsdienst am Mittwoch mit.

Die durchschnittliche Erhöhung der Prämien wird auf 6.5 Prozent geschätzt. Für erwachsene Versicherungsnehmer mit einer Franchise von 300 Franken und einem traditionellen Versicherungsmodell werde die Erhöhung ein wenig tiefer ausfallen, nämlich zwischen 5 und 6 Prozent.

Für «Low-cost»-Versicherungen wird es eng

Für die Versicherten, die eine andere Franchise oder ein anderes Versicherungsmodell gewählt hätten, könnte die durchschnittliche Prämienerhöhung um mehr als zwei Punkte von der veröffentlichten durchschnittlichen Erhöhung abweichen, heisst es weiter.

Für die sogenannten «Low-cost»- und «Satelliten»-Versicherungen werde es schwerer werden, auch weiterhin gemässigte Erhöhungen durchzuführen. (whr/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • mortiferus 21.09.2016 17:47
    Highlight Highlight Die med.Diagnostik entwickelt immer feinerer Methoden. Die Krankheiten werden immer differenzierter Bestimmt. Die Behandlung wird immer personalisierter. Die raffinierte Technik, Biologicals, unser längeres Leben machen die Medizin teurer. Auch wen man ungerechtfertigte Abrechnungen, unnötige Leistungen zwecks Mehrverdienst und die ganze Industrie verhindern könnte, kommt trotzdem der Punkt wo die Gesellschaft nicht mehr bereit sein wird alles zu bezahlen auch wen sie es noch könnte (wie zb Kriegsflüchtlinge). Die Kinder reicher Eltern werden den Krebs dann besiegen, die der Normalos sterben.
  • Der Zahnarzt 21.09.2016 12:28
    Highlight Highlight Ich befasse mich aus beruflichen Gründen mit dem Gesundheitswesen. Der Hauptgrund für den ständigen Anstieg ist - auch wenn es viele nicht hören wollen - die Mengenausweitung durch die Ärzte.

    Kürzlich war ein Artikel in der NZZ zu diesem Thema. Ein Arzt z. B. musste 120'000.- zurückbezahlen. Das ist, was man ihm nachweisen konnte, also nur die Spitze des Eisberges. Unter den sog. "schwarzen Schafen" sind überdurchschnittlich viele ausländische Mediziner.

    Der zweite effektive Kostentreiber sind die überhöhten Preise für Hilfsmittel (Hörgeräte, Schuheinlagen, Rollator etc.) und Medikamente.
    • herschweizer 21.09.2016 17:23
      Highlight Highlight Das dies die Weltwoche nicht aufdeckt ist mir jetzt schon ein bisschen ein Rätsel. Bei den Aus Ländern sind sie sofort am Start... Aber bei den Schweizern ...hmmm seltsam
  • Pius C. Bünzli 21.09.2016 12:12
    Highlight Highlight Wo sind die Einheitskrankenkassen Gegner?
  • Le_Urmel 21.09.2016 11:32
    Highlight Highlight @R&B
    Deutschland hat eine Einheitskrankenkasse? Seit wann? Seit eben?
    Deutschland hat sogar noch mehr Kassen als die Schweiz, aber sie haben das Solidarprinzip, das heisst bei einer Familie müssen nur die Erwerbstätigen eine Prämie bezahlen und der Arbeitgeber ist an den Krankenkosten hälftig beteiligt (okay fast)
    • R&B 21.09.2016 12:25
      Highlight Highlight @Le Urmel: Sorry, das hatte ich falsch im Kopf. Du hast recht.
  • Nux Vomica 21.09.2016 11:01
    Highlight Highlight Zu viele Leute gehen wegen jeder Bagatelle zum Arzt und gehen ihren Husten, Schnupfen und Magenbrennen da therapieren. Sie haben das Gefühl das steht ihnen ja zugute, weil sie Krankenkasse zahlen. Wir müssen mehr Eigenverantwortung übernehmen. In Drogerien und Apotheken haben wir ausgebildetes Fachpersonal, das uns in diesen Fällen für ca. 30.- SFr. top beratet und heilt! Bei einem Arzt kostet das mind. 5x so viel.
    Des Weiteren finde ich das hier einige doch übertreiben mit dem Rumjammern. Wir haben immer noch um einiges mehr Kohle zur freien Verfügung, als die armen Tropfs rund um uns herum.
  • DailyGuy 21.09.2016 10:38
    Highlight Highlight Wichtig wäre es, ein Hausarztmodell einzuführen. Und zwar für alle. Frauen dürfen sich ihren Gynäkologen aussuchen und müssen für die Kontrolle und solche Sachen natürlich nicht erst über den Hausarzt.
    Ich kenne jedoch viele die 300 Franken Franchise haben und sofort zum Hausarzt, zum HNO-Experten und ählichem rennen wegen jedem kleinen Wehweh. Das treibt die Kosten natürlich gewaltig in die Höhe.
  • R&B 21.09.2016 10:34
    Highlight Highlight Ich glaube, wir müssen akzeptieren, dass die Kosten steigen, weil die Behandlungen immer besser, aber darum auch teurer werden.
    Eine Einheitskrankenkasse bringt es auch nicht -> siehe Deutschland.
    Ich denke, man müsste sich überlegen, auch bei der Krankenkassenprämie das Einkommen zu berücksichtigen. Wer mehr verdient, soll mehr Prämie bezahlen, denn für Durchschnitts-Familien sind die Krankenkassen-Prämien kaum noch bezahlbar.
    Ich würde somit selber mehr Krankenkassenprämie bezahlen, aber das würde ich akzeptieren.
    • R&B 21.09.2016 12:25
      Highlight Highlight Einheitskasse: bitte ignorieren, da habe ich was verwechselt.
  • DailyGuy 21.09.2016 10:34
    Highlight Highlight Höhere ÖV-Preise, höhere KK-Beiträge, hier noch mehr bei den Steuern zahlen und da noch etwas draufschlagen. Die Löhne werden aber höchstens, wenn überhaupt, der Inflation angepasst. Und da fragt man sich wieso die Kaufkraft der Leute sinkt und die Unzufriedenheit steigt.
    • Thoeme77 21.09.2016 11:19
      Highlight Highlight Gaaanz genau
    • pamayer 21.09.2016 19:04
      Highlight Highlight Alles steigt. Ausser der lohn.
  • herschweizer 21.09.2016 10:32
    Highlight Highlight Da könnte doch die wählerstäkste Volkspartei mit ihrem tollen Presseorgan mal das Thema aufgreifen? Was... gekauft... Nein das glaub ich nicht ... Nee
  • Jarl Ivan 21.09.2016 10:03
    Highlight Highlight KK-prämien steigen.
    Öv wird teurer.
    Lohnerhöhung seit 3Jahren keine infolge schlechter wirtschaft.
    Ich liebe dieses System
  • herschweizer 21.09.2016 10:02
    Highlight Highlight Sophie Hunger sollte einen Song gegen den Anstieg der Krankenkassenprämien machen. Würde evtl ihrem Karma gut tun.
    • herschweizer 21.09.2016 10:53
      Highlight Highlight Ich hab der SVP gerade meine Sammlung Glücksbärchis geschickt.. Danke für den Tipp
    • herschweizer 21.09.2016 10:55
      Highlight Highlight Ja meinem Karma würde ein kleiner Zustupf von 100000 Franken guttun das stimmt!
  • Airness84 21.09.2016 09:58
    Highlight Highlight So langsam komme ich an meine Grenzen. Alles wird teurer nur der Lohn bleibt der selbe. Die Steuern können nicht mehr pünktlich bezahlt werden. Als ich nach einer Abzahlungsvereinbahrung gebeten habe hiess es frech ich solle doch nen 2. Job machen. Toll bei 100% erlaubt dies mein Chef nie und nimmer. Bleibt mir nur noch die Wohnung zu Künden und in eine WG zu ziehen um nochmahls 200.- zu "sparen" für den Staat. Das Leben in der Schweiz frustriert immer mehr!!
  • Midnight 21.09.2016 09:54
    Highlight Highlight Wäre mir ja egal, wenn ich jährlich 10% mehr verdienen würde. Allerdings bekomme ich nicht mal den Teuerungsausgleich... Das kanns echt nicht sein!
    • herschweizer 21.09.2016 10:36
      Highlight Highlight Diese "Teuerung" ist für niedrige und mittlere Einkommen NiCHT treffend oder nachvollziehbar
  • Einer Wie Alle 21.09.2016 09:51
    Highlight Highlight Yaay
    Steht wieder einmal ein Krankenkassenwechsel an.
    Ich bin, war und werde immer für die Einheitskasse sein. Es wäre jetzt eigentlich wieder der richtige Zeitpunkt für eine erneute Abstimmung.
    Die hätte ganz bestimmt nicht mehr gekostet, da bin ich mir sicher.
    Keine Werbung, weniger überrissene Löhne, kein buhlen um Kunden.

    Meine aktuelle Prämie liegt bei rund 200 Franken, nächstes Jahr kann ich wohl mit 210 Franken rechnen. Sollte es so weitergehen, kann es dann plötzlich doch einmal mehr weh tun als es jetzt tut.
    • herschweizer 21.09.2016 10:39
      Highlight Highlight Blabla... Besser? Beispiele?
    • Einer Wie Alle 21.09.2016 10:57
      Highlight Highlight Keine Werbung, weniger überrissene Löhne, kein buhlen um Kunden.
    • Pius C. Bünzli 21.09.2016 12:22
      Highlight Highlight @zafee weil eine einzelne Krankenkasse nur eine einzelne Chefetage hat welche grosse Geldmengen auf Private Konten karrt. Desswegen
  • Madison Pierce 21.09.2016 09:50
    Highlight Highlight Jetzt ist es an der Politik, endlich Massnahmen zu ergreifen.

    Einerseits muss es aufhören, dass immer mehr Leute wegen Schnupfen in die Notaufnahme eines Spitals gehen.

    Andererseits muss evtl. die Mindestfranchise oder der Selbstbehalt erhöht werden. Kleine Eigenbeteiligung in Kombination mit hohen Prämien fördert die Einstellung, man habe etwas "zu gut", wenn man schon so viel bezahle.

    Sind die 300 Fr. erreicht, geht man den Rest vom Jahr fast gratis zum Arzt.
    • Madison Pierce 21.09.2016 11:08
      Highlight Highlight Normale Rechnungen selbst bezahlen und eine Versicherung nur für teure Fälle ist eine prüfenswerte Idee.

      Oder die Kassen sollen Behandlungen nach Anrufen eines neutralen "Schiedsgerichts" verweigern dürfen.

      Sonst passieren solche Sachen: Ein Bekannter holt die Franchise wegen seiner Schnarchmasken schnell raus. Dann geht er wegen jeder Zerrung gleich zum MRI. Und dann natürlich Physio für Übungen, die er als aktiver Sportler auch selbst machen könnte. Hübsche Therapeutin halt. Schmerztabletten und Hustensirup holt er auch beim Arzt, da ja nur 10% Selbstbehalt. Solche Exzesse müssen aufhören.
  • Pfauenfeder 21.09.2016 09:49
    Highlight Highlight Jetzt langets denn öpa!
  • Toerpe Zwerg 21.09.2016 09:45
    Highlight Highlight Vertragszwang mit Ärzten aufheben würde viel bringen. Ich kenne Ärzten, die verdienen locker >1Mio / Jahr. Dürften ruhig auch etwas Wettbewerb erfahren.
    • herschweizer 21.09.2016 10:00
      Highlight Highlight Genau!!!!!
    • Angelo C. 21.09.2016 12:32
      Highlight Highlight Absolut richtig, die Weissgekittelten kriegen den Hals nicht voll und ihrer werden zahlenmässig immer mehr, die hier gnadenlos und zuungunsten von Krankenkasse und Prämienzahlern abzocken was das Zeug hält.

      Darum fürchten sie ja auch, wie der Teufel das Weihwasser, die Offenlegung ihrer Pfründe 😠 :

      https://www.medinside.ch/de/post/einkommen-arzt-pierre-yves-maillard-mauro-poggia-fmh-bag-smn-antoine-hubert-bass-studie

      Das einzige Gegenmittel, ausser der zahlenmässigen Zulassungsgrenze durch den Bund, ist mit jedwelcher Sicherheit hatte Abrechnungsprüfungen undAbschaffung des Vertragszwangs!
  • Juerg Wehrli-Wernli 21.09.2016 09:45
    Highlight Highlight Ja, zum glück wurde das Volk zur Ablehnung einer öffentlichen Krankenkasse überredet, weil der "Wettbewerb" das preisniveau tief hält – sonst hätten wir den scheiss und müssten wir jetzt für das gleiche weniger bezahlen.
    • Amboss 21.09.2016 10:09
      Highlight Highlight Nähme mich schon wunder, weshalb mit einer Einheitskrankenkasse die Prämien tiefer sein sollten.

      Und komm mir nicht mit Werbung und Verwaltung. Auch eine Einheits-KK benötigt dafür etwa 5%.
      Die restlichen 95% fliessen ins Gesundheitswesen.

      Also, weshalb wäre eine Einheits-KK billiger?
    • Madison Pierce 21.09.2016 10:13
      Highlight Highlight Die öffentliche Kasse hat mit dem Problem nicht viel zu tun. Die Prämien werden erhöht, weil mehr Geld gebraucht wird. Dieses Geld verlangen die Ärzte und Spitäler, nicht die Kassen.

      Mehr helfen würden "Einheitsspitäler" und die Abschaffung des Vertragszwangs mit Ärzten (wie "Toerpe Zwerg" schon vorgeschlagen hat). Dann könnte der Staat die Kosten besser kontrollieren und beispielsweise Maximallöhne festlegen.
    • Toerpe Zwerg 21.09.2016 10:21
      Highlight Highlight Welche Leistungen wären genau billiger zu haben mit einer öffentlichen Kasse?
    Weitere Antworten anzeigen
  • amore 21.09.2016 09:43
    Highlight Highlight Das beste Argument für ein JA bei der AHVplus-Initiative.
    • Amboss 21.09.2016 10:06
      Highlight Highlight Natürlich.
      Weil die reichen alten, die ein Leben lang tiefe Prämien bezahlt haben, immer mehr KK-Leistungen beziehen (welche hauptsächlich von uns Jungen getragen werden), muss man für die alten reichen noch die AHV erhöhen (mit Beiträgen, welche die Jungen zahlen).

      Momoll, das macht Sinn
    • Toerpe Zwerg 21.09.2016 10:22
      Highlight Highlight Abersicherscho.

      Damit mir neben den KK steigenden KK Prämien auch die steigenden Lohnabzüge und die Steigende MWSt auf das verfügbare Einkommen schlagen.
    • Toerpe Zwerg 21.09.2016 11:06
      Highlight Highlight Alterspyramide ist aber ein gutes Stichwort - Ich bin ein Pillenknickkind. Nach den Boomjahren zur Welt gekommen in den geburtenschwächsten Jahrgängen.Wir sind die ersten, die unser ganzes Berufsleben mit dem gesamten Spektrum an Sozialabgaben konfrontiert sind. Wir können uns kein Wohneigentum leisten und leiden unter den Mieten. Ein Einkommen reicht nicht zum Leben und das Zweiteinkommen, geht für Kinderbetreuung und Steuern drauf. Wenn wir sparen, erhalten wir keine Zinsen. Vermögensbildung unmöglich. Nun bezahlen wir auch in der PK für die Alten. Mässi.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Jay_Jay 21.09.2016 09:36
    Highlight Highlight Was denken die wie man sich die KK leisten soll? Den Lobbyisten sollte endlich verboten werden im Bundeshaus rumschleichen zu dürfen.
    • Amboss 21.09.2016 09:53
      Highlight Highlight Jaja, es sind immer die Lobbyisten.

      Da hat man wenigstens jemanden, auf den man böse sein kann.


      Und muss dem Wahren Problem nicht in die Augen schauen: Es werden einfach immer mehr Leistungen konsumiert. Mehr Leistungen - höhere Prämien.
      Wenn man da ansetzt, kann man die Prämien senken oder zumindest das Wachstum stoppen.
      Ansonsten nicht.

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