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Aufnahmeprüfung fürs Gymnasium – in diesen Kantonen kommst du ohne rein

Schüler schreiben eine Prüfung
Bild: Shutterstock

Wie die Aufnahmequote der Zürcher Gymis aussieht – und wie viele die Probezeit bestehen

Jedes Jahr im März finden die Aufnahmeprüfungen für den Übertritt ins Gymnasium statt. Doch nicht in jedem Kanton braucht es eine Prüfung. Hier erfährst du, welche Aufnahmebedingungen die einzelnen Kantone haben – Zürich haben wir genauer unter die Lupe genommen.
16.05.2024, 19:4816.05.2024, 19:48
Julia Neukomm
Julia Neukomm

Am Mittwoch hat die Zürcher Bildungsdirektion die neusten Zahlen zu den diesjährigen gymnasialen Aufnahmeprüfungen publiziert. Um an einem Gymnasium angenommen zu werden, muss in Zürich ein schriftlicher Test absolviert werden. Das ist aber längst nicht in allen Kantonen der Fall.

Obligatorisch ist die Prüfung im Kanton Zürich, Thurgau, Schwyz, St.Gallen, Schaffhausen, Graubünden, Glarus, Appenzell Innerrhoden und Appenzell Ausserrhoden. In den Kantonen Bern, Basel-Land, Basel-Stadt, Jura, Neuenburg, Luzern, Nidwalden, Obwalden, Solothurn, Tessin, Uri, Wallis, Waadt, Aargau und Zug gibt es hingegen keine obligatorische Aufnahmeprüfung für die Matura.

In manchen Kantonen, wie dem Kanton Bern, Freiburg, Basel-Stadt oder Solothurn, ist es möglich, eine freiwillige Aufnahmeprüfung zu absolvieren, falls die Vornote oder Empfehlung der Lehrperson für die Aufnahme in ein Gymnasium nicht reicht.

Kanton Zug will neu eine Aufnahmeprüfung
Bis anhin konnten die Schülerinnen und Schüler im Kanton Zug prüfungsfrei ans Gymnasium und die Vornoten und Empfehlung der Klassenlehrperson waren entscheidend. Zukünftig sollen Schülerinnen und Schüler, die in Zug aus der Primarschule direkt ins Gymnasium möchten, eine zusätzliche Prüfung ablegen.

Davon sind jedoch nicht alle begeistert. Ein Komitee aus dem Kanton Zug sammelt derzeit 2000 Unterschriften, um die Aufnahmeprüfung für alle für die Kantonsschule zu verhindern.

Aufnahmeprüfung im Kanton Zürich

Im Kanton Zürich haben in diesem Jahr insgesamt 14'761 Schülerinnen und Schüler die Aufnahmeprüfung für eine kantonale Maturitätsschule absolviert. Der Trend zeigt, dass immer mehr Zürcher Kinder und Jugendliche eine Matur machen wollen. Im Vergleich zum letzten Jahr waren es 4 Prozent mehr (569 Personen).

Langzeitgymnasium: Das Langgymnasium ist eine sechsjährige gymnasiale Ausbildung, welche an die 6. Klasse der Primarschule anschliesst.

Kurzzeitgymnasium: Das Kurzgymnasium schliesst an die 2. oder die 3. Klasse der Sekundarschule oder die 2. Klasse des Langzeitgymnasiums an und dauert vier Jahre.

Die Aufnahmequote für ein Langzeitgymnasium (53,2 Prozent) ist deutlich höher als für ein Kurzzeitgymnasium (41,1 Prozent). Im Vergleich zum letzten Jahr ist die Aufnahmequote für ein Kurzzeitgymnasium um 4,7 Prozent gesunken. Derweil gab es einen leichten Anstieg (0,5 Prozent) der Quote für Langzeitgymnasien.

Im Kanton Zürich können in diesem Jahr 4014 Schülerinnen und Schüler ans Gymnasium wechseln (Langzeit- und Kurzzeitgymnasium). Das sind knapp 100 Personen weniger als 2023.

Den Aufnahmetest für die Handelsmittelschule (HMS), die Informatikmittelschule (IMS) und die Fachmittelschule (FMS) haben in diesem Jahr rund 3500 Schülerinnen und Schüler abgelegt. Hier liegt die Aufnahmequote bei 45 Prozent (IMS) respektive 58 Prozent (FMS).

Knapp 2000 Prüflinge haben den Test für die Berufsmaturität, die parallel zur Lehre besucht wird, absolviert. Davon haben fast zwei Drittel die Prüfung bestanden. 800 Personen haben sich in diesem Jahr der Aufnahmeprüfung für die Berufsmaturität nach der Lehre gestellt. Bestanden haben diese deutlich weniger als im Vorjahr – die Aufnahmequote sank von 40 auf 26 Prozent.

Unterschiede in den Bezirken

Im Bezirk Meilen gehen am meisten Schülerinnen und Schüler an die Gymi-Prüfung – fast zwei von fünf Sechstklässlerinnen und Sechstklässlern. Die Erfolgsquote ist im Vergleich zu den anderen Bezirken mit 57 Prozent am zweithöchsten. Am meisten Schülerinnen und Schüler bestehen aber die Aufnahmeprüfung in Andelfingen. Dort liegt die Erfolgsquote bei 64 Prozent.

Probezeit

Neun von zehn Schülerinnen und Schülern bestehen die Probezeit am Gymnasium. Im Langzeitgymnasium beträgt der Anteil 92 Prozent, im Kurzzeitgymi ist der Erfolg der absolvierten Probezeiten im letzten Jahr von 86 auf 88 Prozent gestiegen.

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