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G7-Proteste in Genf im Liveticker: Tausende Sicherheitskräfte vor Ort

Video: watson/lucas zollinger
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G7-Demo in Genf: Kontrollen dauern an – Komitee spricht von «Kollektivstrafe»

Mehr als 7000 Sicherheitskräfte sind am Sonntag in Genf im Einsatz, um Proteste gegen den G7-Gipfel zu begleiten. Die Stadt steht im Ausnahmezustand – aus Sorge vor erneuten Krawallen wie vor 23 Jahren. Alle News dazu im Liveticker.
14.06.2026, 12:4215.06.2026, 02:08

Das Wichtigste in Kürze

  • In Genf fand am Sonntag eine grosse Demonstration gegen den G7-Gipfel in Évian statt. Die Polizei rechnete mit rund 50'000 Teilnehmenden.
  • Es kam zu Sachbeschädigungen und Angriffen auf Polizeibeamte. Bis nach Mitternacht dauerten nach Beruhigung der Lage Kontrollen durch die Polizei an.
  • Die Behörden befürchteten im Vorfeld Ausschreitungen, wie es sie schon beim G8-Gipfel im Jahr 2003 gab. Damals verursachten Chaoten Schaden in Millionenhöhe.
  • Das Sicherheitsaufgebot vor Ort war gross. Mehr als 7000 Sicherheitskräfte sind im Einsatz.
  • Der G7-Gipfel beginnt am Montag. Dabei treffen sich die Staats- und Regierungschefs aus Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Italien, Kanada, Japan und den USA.
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0:27
Demonstrierende eingekesselt: Kontrollen dauern weiterhin an
Auch um Mitternacht dauerten die Kontrollen von eingekesselten Demonstrierenden in Genf an. Wie unsere Westschweizer Kollegen berichteten, weigerte sich ein Teil davon zunächst sich auszuweisen. Die Genfer Ortsgruppe des Genfer Gewerkschaftsaktionskomitees (CGAS) verurteilte das Vorgehen der Polizei in einer Erklärung um 23 Uhr: Auch friedliche Demonstrierende würden eingekesselt. Was hier geschehe, habe nichts mit der öffentlichen Sicherheit zu tun: Es handle sich um eine Kollektivstrafe, die die Polizei auf Befehl der Behörden gegen die Organisatoren der Demonstration verhänge. (con)
22:40
Eingekesselte werden kontrolliert
Die Polizei hat nun begonnen, systematisch die Identitäten der eingekesselten Demonstranten festzustellen. Einfach gesagt, als getan – wie unsere Kollegen vor Ort berichten, weigert sich das Gros der Kesselbrüder, ihre Namen zu nennen. Dies, obschon die Polizei versprochen hat, sie nach der Kontrolle aus dem Kessel zu lassen. (cpf)
21:19
Polizei rückt mit Wasserwerfern vor
Seit ca. 19.00 Uhr geht die Polizei gegen die G7-Kundgebung vor – nun hat sie das schwere Geschütz aufgefahren, wie unsere Kollegen vor Ort berichten. Ein grosser Teil der Demonstranten ist eingekesselt worden; die Polizei fährt jetzt mit Wasserwerfern auf den «Kessel» zu. Ab und an gelingt es den Demonstranten, unter Jubel von anderen Protestierenden aus dem Netz an Polizisten zu entschlüpfen. (cpf)

Die G7-Deomnstration bisher:
19:17
Tränengas im Einsatz
Die Polizei geht weiter mit Tränengas gegen die Demonstranten vor, welche ihrerseits Böller verwenden. Mitten im Kreuzfeuer sind dabei auch die Journalistinnen und Journalisten von watson. Der Demonstrationszug bewegt sich langsam zurück in Richtung des Parks «Perle du Lac».

18:53
Lage immer angespannter
Die Lage zwischen Polizei und Demonstranten spitzt sich zu; es kommt zu einem Schlagabtausch mit Wurfgeschossen. Eine watson-Reporterin vor Ort berichtet, die Situation auf dem Parkplatz des Place des Nations gerate ausser Kontrolle.
18:07
Ein brennender Mülleimer und Tränengas.
An der Ecke Rue Antoine-Carteret und Rue du Grand-Pré beschossen Demonstranten Polizisten mit Feuerwerkskörpern. Die Polizei setzte daraufhin Tränengas ein.

17:50
Starke Polizeipräsenz
Entlang der Route sind zahlreiche Polizistinnen und Polizisten zu sehen. Die Lage ist teils angespannt.

17:35
Vandalismus entlang der Route
Das Ufer des Genfersees, unweit des Genfer Busbahnhofs, wurde laut Berichten vom Ort des Geschehens von Demonstranten verwüstet.

17:14
Tesla angezündet – Rauchwolke von Weitem sichtbar
Gegenüber des Busbahnhofs in der Nähe der Banque du Léman steht ein Tesla in Flammen, wie Foto- und Videoaufnahmen von watson actu zeigen.



Auf der Seite des Fahrzeugs war zunächst die Parole «Eat The Rich» aufgesprüht worden.




Die Rauchwolke des Brandes ist von Weitem sichtbar.
15:34
Demonstration läuft
In Genf läuft die Demonstration gegen den G7-Gipfel im französischen Évian. Der von einem grossen Sicherheitsaufgebot begleitete Protestzug setzte sich kurz nach 15.15 Uhr vom Parc Mon Repos aus in Bewegung.

Zur Kundgebung aufgerufen hatte die No-G7-Koalition, ein Zusammenschluss von rund 60 Organisationen. An der Spitze des Zuges wurde ein Transparent mit der Aufschrift «Antifaschistische, antiimperialistische Antwort - No G7» getragen. Dahinter reihten sich verschiedene Blöcke ein, darunter feministische, pro-palästinensische, revolutionäre, kurdische und gewerkschaftliche Gruppen.

Die Route der Demonstration wurde auf das rechte Seeufer beschränkt. Der Zug führte entlang der Quais und über die Rue des Alpes, um die Nähe zur Mont-Blanc-Brücke zu vermeiden. Anschliessend verlief die Strecke über die Rue de la Servette, die Avenue Giuseppe-Motta und die Place des Nations zurück zum Ausgangspunkt.

Die Veranstaltung muss gemäss den Auflagen bis spätestens 22.30 Uhr aufgelöst werden. (sda)

14:24
Tausende Sicherheitskräfte vor Ort
Mehr als 7000 Sicherheitskräfte sind am Sonntag in Genf im Einsatz, um Proteste gegen den G7-Gipfel zu begleiten. Die Stadt steht im Ausnahmezustand – aus Sorge vor erneuten Krawallen wie vor 23 Jahren. Die Polizei rechnet mit rund 50'000 Teilnehmenden. Laut Wettervorhersage scheint in Genf die Sonne, bei 28 Grad. (dab/sda/dpa)

14:22
Genfer sind sauer auf die Franzosen
Die G7-Gegner protestieren in Genf rund 50 Kilometer vom Gipfelort Évian entfernt, weil Frankreich zu dem Anlass keine Demonstration dulden wollte, wie die Genfer Regierung kritisiert. Frankreich sei auch auf ihre Bitten um finanzielle Beteiligung an den Sicherheitskosten nicht eingegangen. Der Gewerbeverband (FER) hat in einem Brief empört dagegen protestiert, dass Genf die Demonstration überhaupt erlaubt hat.

In der Genfer Innenstadt herrscht schon seit Tagen Ausnahmezustand: Hunderte Luxusgeschäfte und Banken, aber auch Hotels und Supermärkte haben ihre Fassaden und Schaufenster aus Sorge vor Ausschreitungen mit Sperrholzplatten verbarrikadiert.

Dies geht auf Erinnerungen an das Jahr 2003 zurück, als Chaoten bei einer Demonstration Schaden in Millionenhöhe anrichteten. Auch damals war es ein Protest gegen einen Gipfel in Évian. Dies sei ein Trauma für die Genfer Polizei, sagte die Polizeichefin des Kantons, Monica Bonfanti. Sie bekommt dieses Mal Verstärkung aus der ganzen Schweiz, auch von der Armee. (sda/dpa)
14:20
Heute wird in Genf gegen den G7-Gipfel demonstriert
In der Schweizer Grenzstadt Genf wollen am Sonntag Tausende Gegner des G7-Gipfels im französischen Évian gegen Kapitalismus, Ausbeutung und vieles mehr protestieren. Das Treffen der Staats- und Regierungschefs aus Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Italien, Kanada, Japan und den USA beginnt am Montag.

Die «No G7»-Koalition aus rund 60 Gruppen will gemäss Manifest unter anderem gegen US-Militärbasen in Europa demonstrieren, für höhere Mindestlöhne, kostenlose Verhütungsmittel, grenzenlose Freizügigkeit für Arbeitende aus aller Welt und die Streichung der Angabe des Geschlechts aus allen Ausweisdokumenten. Die G7 erwähnen sie in ihrem Manifest auch. (dab/sda/dpa)

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44 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Doplagus
14.06.2026 12:53registriert Dezember 2019
Das hat nichts mit Demonstrieren zu tun.

Das ist nur noch blinde Zerstörungswut von Randalen, die sich hinter dem Deckmantel der Versammlungsfreiheit verstecken.
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Squawk 7700
14.06.2026 15:47registriert Mai 2025
Das Meeting findet in Frankreich statt. Nur weil in Genf französisch gesprochen wird, ist das noch lange nicht Frankreich. Die sollen in Evian oder halt in Paris demonstrieren.

Das macht doch auch mehr Spass, wenn die Polizei nicht so deeskalierend langweilig ist wie in der Schweiz sondern auch schön reinknüppelt.
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cal1ban
14.06.2026 17:56registriert Januar 2018
Aktuell finden heftige Strassenschlachten in Wohnquartieren nördlich des Bahnhofs statt. Der Protestzug am See scheint friedlich zu verlaufen, trotzdem hätte diese Demo niemals bewilligt werden dürfen.
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