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Luftfahrt

In Bodensee gestürztes Flugzeug geborgen

In Bodensee gestürztes Flugzeug geborgen

09.08.2017, 18:1510.08.2017, 13:43
Ein Polizeiboot faehrt am 08.08.2017 vor Litzelstetten bei der Insel Mainau (Baden-Wuerttemberg) auf dem Bodensee. Am Mittag ist vor der Insel Mainau ein Kleinflugzeug abgestuerzt. Es gab vermutlich z ...
Das Wrack wurde geborgen.Bild: dpa

Einen Tag nach dem Absturz eines in Zürich gestarteten Kleinflugzeugs in den Bodensee sind am Mittwoch grosse Teile des Wracks geborgen worden. Ein Sprecher der Polizei sagte am Abend, der Einsatz sei abgeschlossen.

Die Bergung hatte sich zunächst schwierig gestaltet: Ein Wrackteil – an dem unter anderem eine Aussenwand mit Fenster zu erkennen war – war mit einem Kran aus dem Wasser gehoben und mit einer Fähre der Konstanzer Stadtwerke in Richtung Ufer gebracht worden. Dabei brach das grosse Stück, stürzte zum Teil wieder in die Tiefe und musste erneut aus dem Wasser geholt werden.

Auch die Identität der Insassen ist inzwischen geklärt: Neben dem 74 Jahre alten Piloten war nach Polizeiangaben auch seine 75 Jahre alte Partnerin an Bord. Beide sind Schweizer Staatsangehörige.

Die Propellermaschine vom Typ Piper Malibu war am Dienstagmittag mit zwei Menschen an Bord in Zürich gestartet und wenig später nahe der Blumeninsel Mainau ins Wasser gestürzt.

Aufgrund der geborgenen Trümmerteile sowie der Spuren an der Unglücksstelle gehen die Ermittler davon aus, dass die Insassen den Absturz nicht überlebt haben. Beide Personen hätten bislang aber nicht gefunden werden können, hiess es am Abend.

Zeitweiliges Flugverbot

Während den Bergungsarbeiten war über der Absturzstelle ein Flugverbot erlassen worden. Das Gebiet sei zudem grossräumig abgesperrt worden, teilte die Polizei mit. An dem Einsatz waren nach Polizeiangaben auch das Technische Hilfswerk sowie die Seepolizei des Kantons Thurgau beteiligt.

Die Einsatzkräfte hatten am Dienstag ihre Arbeit an der Absturzstelle unweit von Konstanz wegen schlechten Wetters abbrechen müssen. Laut Polizei ist der Bodensee in dem Gebiet etwa 60 Meter tief – das machte es Tauchern schwer, das Wrack zu erreichen. Nach Angaben der Feuerwehr war bei dem Unglück nur wenig Treibstoff ausgelaufen. (sda/dpa)

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