Schweiz
Luftfahrt

Gesalzene Rechnung für Ehefrau nach falschem Bombenalarm am Flughafen Genf

Gesalzene Rechnung für Ehefrau nach falschem Bombenalarm am Flughafen Genf

16.09.2016, 12:4816.09.2016, 13:18
Swiss police officers conduct checks on passengers at the entrance of the Cointrin airport in Geneva, Switzerland July 27, 2016. REUTERS/Marina Depetris
Viel Aufregung um Nichts am Flughafen Genf.Bild: STAFF/REUTERS

Die eifersüchtige Ehefrau, die am Flughafen Genf Ende Juli einen falschen Bombenalarm ausgelöst hatte, muss 90'000 Franken für die Einsatzkräfte bezahlen. Sie wollte die angebliche Geliebte ihres Mannes am Abflug hindern.

Die 41-jährige Mutter von vier Kindern hatte am 26. Juli die Sicherheitskräfte angerufen und eine Bombe angekündigt. Der Flughafen Genf kontrollierte danach über 13'000 Personen und evakuierte einen Terminal.

Die in Annecy (F) wohnhafte Frau wurde rasch ausfindig gemacht und nur wenige Tage nach dem Bombenalarm der französischen Justiz vorgeführt, die sie zu einem halben Jahr Gefängnis verurteilte. Drei Monate davon muss sie absitzen.

Aus Genf erhält sie nun zusätzlich eine Rechnung über 90'000 Franken. Das entspreche den Kosten für die 145 aufgebotenen Polizisten zu einem Tarif von 100 Franken pro Stunde, sagte Jean-Philippe Brandt, Mediensprecher der Genfer Kantonspolizei, am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Er bestätigt damit einen Bericht der Zeitung «Le Matin».

Neben den Stundensätzen für die Polizisten muss die Frau auch die Kosten für Verpflegung und für die Spezialeinheit mit zwei Hunden bezahlen. Sie könne die Rechnung in mehreren Raten begleichen, sagte der Polizei-Mediensprecher und fügte an, das Genf bislang für solche Fälle noch nie eine derart hohe Rechnung ausgestellt habe. (sda)

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