Schweiz
Luftfahrt

SP will Beschaffung des F-35 von einer PUK klären lassen

F-35 sorgt weiter für Ärger – SP verlangt «lückenlose Aufklärung»

13.09.2026, 14:4613.09.2026, 15:03

Die SP hat angekündigt, eine Parlamentarische Untersuchungskommission (PUK) zur Beschaffung des F-35-Kampfjets zu fordern. Eine entsprechende parlamentarische Initiative soll nach der Beratung in der Fraktion eingereicht werden.

epa13032276 A Polish Air Force F-35 fighter jet lands at 332nd Tactical Air Base before the ceremony of F-35 fighter jets officially join the Polish Armed Forces in Lask, central Poland, 12 June 2026. ...
Ein polnischer F-35-Kampfjet.Bild: keystone

Die PUK soll eine Reihe von Fragen klären, wie die SP am Sonntag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA einen Bericht der «Sonntagszeitung» bestätigte. Unter anderem soll sie untersuchen, ob es sich um ein Versagen von Einzelpersonen oder um institutionelle Mängel im zuständigen Departement handelte.

Zudem soll die PUK prüfen, ob Anbieter ungleich behandelt und die Kosten für Beschaffung und Betrieb absichtlich zugunsten des F-35 verfälscht wurden. Geklärt werden soll auch, ob das Departement falsche Angaben zu den Abhängigkeiten vom Lieferanten machte.

Die Sicherheitspolitikerin und Ständerätin Franziska Roth treibt die Forderung voran. Sie will zusammen mit der SP Klarheit und Transparenz schaffen, um das Vertrauen wiederherzustellen. Auf die Frage nach der Unterstützung aus anderen Fraktionen antwortete die Partei, wer das Vertrauen wiederherstellen wolle, müsse für eine «lückenlose Aufklärung» sorgen.

Ex-Nationalrat hält Täuschung für plausibel

Bereits am Donnerstag hatte der ehemalige SP-Nationalrat Pierre-Alain Fridez eine PUK in der Sache gefordert. Er vermute hinter den umstrittenen Angaben zum Fixpreis mehr als ein Missverständnis, wie er in einem Tamedia-Interview sagte. Er sei überzeugt, dass Verantwortliche bewusst falsche Aussagen gemacht hätten, um den Kauf der F-35-Kampfjets durchzusetzen.

Unterstützung dürfte die PUK von den Grünen erhalten. Die Chancen, die ablehnende bürgerliche Mehrheit im Parlament von der Einsetzung einer solchen zu überzeugen, sind aber gering. (hkl/sda)

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