So viel hat die Schweiz bereits für die F-35-Kampfjets bezahlt
Der Skandal um die F-35-Kampfjets reisst nicht ab. Die Zeitungen von Tamedia hatten am Sonntag berichtet, dass Viola Amherd als Verteidigungsministerin von den USA in Kenntnis gesetzt wurde, dass es beim F-35 zu Mehrkosten kommen wird und es keinen Fixpreis gibt. Danach gab sie ihren Rücktritt bekannt.
Der SonntagsBlick hat ausserdem herausgefunden, dass die Schweiz bereits 1.7 Milliarden Franken für die Jets an die USA überwiesen hat. Dies entspreche dem Stand von Ende Juni und die letzte Tranche sei im März bezahlt worden, teilte ein Armasuisse-Sprecher auf Anfrage der Zeitung mit.
Mitte 2025 hätten sich die Ausgaben noch auf 870 Millionen Franken belaufen. Die nächste Rate für die Kampfjet-Beschaffung sei nach aktueller Planung Anfang 2027 fällig.
Bundesrat: 6 Milliarden Franken reichen nicht für 36 Jets
Der Bundesrat geht inzwischen davon aus, dass die bewilligten sechs Milliarden Franken nur noch für rund 30 Maschinen reichen. Damals hatten Amherd und die Verantwortlichen des Bundesamts für Rüstung Armasuisse versichert, die Schweiz erhalte für sechs Milliarden Franken 36 US-Jets – dank des Fixpreises.
Die damalige Verteidigungsministerin teilte der Zeitung mit, dass sie die laufende politische und parlamentarische Aufarbeitung respektiere und sie den zuständigen Gremien Auskunft gegeben habe.
Für die ebenfalls verzögerten und verteuerten Patriot-Flugabwehrraketen hat die Schweiz laut dem «SonntagsBlick» bereits 800 Millionen Franken überwiesen.
(hkl, mit Material von Keystone-SDA)
