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F-35: Viola Amherd wurde von den USA zum Fixpreis gewarnt

Bundesraetin Viola Amherd schaut in den Saal zu Beginn der Debatte um die Beschaffung des neuen Kampfjets F-35, an der Herbstsession der Eidgenoessischen Raete, am Donnerstag, 15. September 2022 im Na ...
Amherd wusste gemäss Medienberichten und dem Bericht der GPK schon seit Monaten, dass es beim F-35 keinen Fixpreis geben wird – und informierte den Bundesrat trotzdem nicht. Bild: keystone

Amherd wurde von den USA gewarnt, dass es beim F-35 keinen Fixpreis gibt

Viola Amherd wurde als Verteidigungsministerin von den USA in Kenntnis gesetzt, dass es beim F-35 zu Mehrkosten kommen wird. Danach gab sie ihren Rücktritt bekannt.
13.09.2026, 04:50

Im Dezember 2024 erhielt das Verteidigungsdepartement, das damals unter der Leitung von der mittlerweile zurückgetretenen Bundesrätin Viola Amherd (Die Mitte) stand, Post aus den USA. In einem sogenannten Non-Paper informierten die Amerikaner, dass es beim F-35-Deal zu Mehrkosten kommen könnte. Darüber berichten die Zeitungen von Tamedia.

Demnach informierte Amherd den restlichen Bundesrat nicht unmittelbar, das geschah erst zwei Monate nach dem Erhalt des Dokuments. Stattdessen kündigte sie im Januar 2025 an, sich per Ende März 2025 aus dem Bundesrat zurückzuziehen. Schon eine Woche vor Amherd, am 8. Januar 2025, hatte Darko Savic den Rücktritt eingereicht, gemäss Tamedia der Hauptverantwortliche bei der F-35-Beschaffung.

Gemäss Mitgliedern der Geschäftsprüfungskommission (GPK) des Parlaments, die vergangene Woche einen Bericht zur Beschaffung des F-35 veröffentlichte, war es auch Savic, der ab 2021 von einem Festpreis sprach. «Er war vermutlich der kreative Vater der Fixpreis-Erzählung», sagt SP-Nationalrätin und GPK-Mitglied Priska Seiler Graf.

ARCHIV -- DER NATIONALRAT TRITT AUF KAUF DES F-35 JETS EIN -- Lockheed Martin F-35A fighter jet is pictured during a test and evaluation day at the Swiss Army airbase, in Payerne, Switzerland, Friday, ...
Der F-35 wirft in der Schweiz tiefe Schatten, droht er doch 1 Milliarde Franken teurer als geplant zu werden.Bild: keystone

Der Bericht der GPK deckt aber auf, dass die USA zwar tatsächlich eine Spezialklausel zum angeblichen Fixpreis in den Vertrag mitaufgenommen hatten. Gleichzeitig machten die US-Amerikaner Savic gegenüber unmissverständlich klar, dass die Schweiz keinen garantierten Fixpreis erhalte. Das würde US-Recht widersprechen und sei unfair anderen Vertragsstaaten gegenüber. Die GPK fand «keine Hinweise» darauf, dass Savic diese Information weitergegeben hätte.

So kam es gemäss Zeitungen von Tamedia, dass Bundesrätin Amherd bis zuletzt offensiv und proaktiv darauf beharrte, die Schweiz habe beim F-35-Deal von den USA eine Fixpreisgarantie erhalten. Der GPK-Bericht bezeichnet ihre Führungsarbeit schlicht als «ungenügend».

GPK-Mitglied und SVP-Nationalrat Thomas Burgherr sagt: «Jeder Schreinermeister hätte es besser gewusst. Niemand offeriert heute zu einem Fixpreis eine Küche, die erst in fünf Jahren geliefert wird.»

Gegenüber Tamedia wollten sich weder Viola Amherd noch Darko Savic äussern.

(her)

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    ursus3000
    13.09.2026 06:32registriert Juni 2015
    Alle verantwortlichen Leute sind im letzten Jahr zurückgetreten (Bundesrätin, Beraterin von Amherd, Armeechef, Chef Luftwaffe und der Verantwortliche für die Flugzeugbeschaffung). Das ist sicher ein Zufall
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    Agramantula
    13.09.2026 06:56registriert Februar 2022
    Das eine ist die Vergangenheit, die lässt sich nicht ändern.klar, die Beteiligten sollten finanziell bestraft werden.

    Was jetzt wichtiger wäre: die Zukunft. Die F35 ist teuerer, gemäss mrhreren Ländern inkl USA Wartungsaufwendiger und gegen die aktuellen potentiellen Bedrohungen nutzloser. Also: warum kündigen wir den Vertrag nicht?
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    shaitan
    13.09.2026 06:26registriert Januar 2025
    Gemäss NZZ artikel ist klar: Die Amis haben immer klargemacht, dass es keinen Fixpreis gibt, in jeder Diskussion. Die dürfen das gar nicht, da in den USA ein Gesetzt gitbt, das verlangt, dass spätere Kostenerhöhungen bei Kriegsmaterial nicht auf den US Steuerzahler abgewälzt werden dürfen.
    Sollte man auch in der Schweiz einführen: Wer die Leute mit falschen Versprechungen in ein finanzielles Desaster führt, der soll die entstandenen Kosten nicht auf den Steuerzahler abwenden dürfen, sondern soll das selber berappen. Für die Verantwortlichen: Lohnpfändung bis zum Ende.
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