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Stadt Luzern tritt Netzwerk für LGBTQ-Rechte bei

Stadt Luzern tritt Netzwerk für LGBTQ-Rechte bei

14.07.2026, 09:0414.07.2026, 11:39

Als sechste Schweizer Stadt tritt Luzern dem internationalen «Rainbow Cities Network» bei. Bei jährlichen Treffen will Luzern über Aktivitäten zur Gleichstellung queerer Menschen berichten und sich von anderen Städten «inspirieren lassen», teilte die Stadt am Dienstag mit.

Tagesbesucher und Touristen geniessen das tolle Fruehlingswetter am See und Reussufer in der Stadt Luzern am Vierwaldstaettersee am Ostersonntag, 5. April 2026 in Luzern. (KEYSTONE/Urs Flueeler)
Die Stadt Luzern tritt dem «Rainbow Cities Network» bei.Bild: keystone

Dem 2013 gegründeten, weltweiten Netzwerk gehören derzeit 62 Städte an. Sie haben sich zum Ziel gesetzt, die Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt zu fördern. Gemäss der Mitteilung will sich die Stadt Luzern für die Gleichstellung von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans, intergeschlechtlichen und weiteren queeren Menschen einsetzen. «Gleichstellung passiert nicht von allein», liess sich Stadtpräsident Beat Züsli (SP) zitieren, «sie braucht Haltung, Zusammenarbeit und konkrete Massnahmen.»

Den Beitritt zum «Rainbow Cities Network» hatte ein Bevölkerungsantrag bereits 2017 gefordert. Damals habe die Stadtverwaltung diesen Schritt geprüft und als wichtig eingestuft, teilte Anskar Roth, Co-Leitung Fachstelle Gleichstellung, auf Anfrage von Keystone-SDA mit. Doch fehlte in der städtischen Verwaltung noch die strategische Einbettung von Bestrebungen zur Gleichstellung von LGBTQ-Personen. Ein Beitritt zu dem Zeitpunkt wäre das Risiko gelaufen, «vor allem Symbolcharakter zu behalten», erklärte Roth.

Mittlerweile verfügt die Stadt seit September 2023 über die Fachstelle Gleichstellung. Diese erarbeitete eine Gleichstellungsstrategie mit zugehörigem Massnahmenplan, die das Stadtparlament Ende 2024 verabschiedete. Deshalb sei jetzt, da gemäss Roth bereits verschiedene Massnahmen zur Gleichstellung queerer Menschen umgesetzt werden, der richtige Zeitpunkt gekommen, um dem Städte-Netzwerk beizutreten.

Die weiteren Schweizer Vertreterinnen im Netzwerk sind Basel, Bern, Lausanne und die Gründungsmitglieder Zürich und Genf. (dab/sda)

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