Schweiz
ÖV

SBB will Temperaturen in S-Bahnen senken – und massiv Strom sparen

SBB will Temperaturen in S-Bahnen senken – und massiv Strom sparen

08.01.2018, 10:1508.01.2018, 10:58
ZUR HEUTIGEN MEDIENKONFERENZ DER SBB UEBER DIE ZIELVEREINBARUNGEN 2016-2021 FUER DIE ZUERCHER S-BAHN, STELLEN WIR IHNEN AM DIENSTAG, 13. SEPTEMBER 2016, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - Pendler a ...
Bald ein bisschen kühler: die Zürcher S-BahnBild: KEYSTONE

Du magst es schön warm? Dann zieh dich lieber warm an! Bald könnte es nämlich in deiner S-Bahn kühler werden. Die SBB testen zwischen dem 9. Januar und dem 4. Februar eine Temperatursenkung in einigen ausgewählten S-Bahnen im Raum Zürich.

Bis jetzt wurden die Wagen auf 22 °C geheizt. In den Test-Zügen soll nun die Temperatur um 2 °C auf 20 ° Celsius gesenkt werden. 

Die SBB begründen die testbedingte Anpassung mit einer Empfehlung von Energie Schweiz, wonach 23 °C im Badezimmer, 20 °C im Wohnzimmer und 17 °C im Schlafzimmer gelten sollen. In den Zügen soll also Wohnzimmer-Temperatur herrschen. 

Und wozu das Ganze?

Ganz einfach: Es lässt sich jede Menge Strom damit sparen. Die SBB hat vorgerechnet:

Verläuft der Versuch positiv, kann einiges an Energie gespart werden: Wenn beispielsweise alle über hundert Fahrzeuge des Typs DPZ+ – das ist die erste Generation der Zürcher S-Bahn – auf 20 °C als Richtwert eingestellt werden, ergäbe das jährlich Einsparungen von 1,6 Gigawattstunden. Dies entspricht dem Stromverbrauch von ca. 400 Haushalten. Würde die Temperatur in sämtlichen Fahrzeugen der Zürcher S-Bahn angepasst, könnten gar 3,700 Gigawattstunden Energie gespart werden – das wäre in etwa der Verbrauch der 2200-Einwohner-Gemeinde Bussnang.

(aeg)

Soll die Temperatur in der Zürcher S-Bahn von 22° auf 20° sinken?
An dieser Umfrage haben insgesamt 2404 Personen teilgenommen

25 Jahre seit der Ja-Stimme – Was «NEAT» gebracht hat:

Video: srf/SDA SRF
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
74 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
zeromg
08.01.2018 10:18registriert Februar 2014
Endlich, sowieso mit Jacke und Gepäck immer zu warm im Zug.
00
Melden
Zum Kommentar
avatar
Elefantdomi
08.01.2018 10:29registriert Februar 2015
Vo mir us grad uf 18 abe 👍🏼
00
Melden
Zum Kommentar
avatar
Hofiprofi
08.01.2018 10:28registriert Juli 2014
Sofort umsetzen inklusive aller anderen Züge! IC, RE, ICE etc..
Besonders im Winter hat man sowieso genügend warme Kleidung an.. Dann müsste ich nicht mehr immer alle Jacken ausziehen, um nicht zu schmelzen 😅
00
Melden
Zum Kommentar
74
«Fall zeigt, dass Schweiz funktioniert»: Politologe über F35-Debakel
Für die F-35-Jets gab es nie einen Fixpreis – anders als von alt Bundesrätin Viola Amherd behauptet. Der Nationalrat hat nun eine Rüge ausgesprochen, andere Konsequenzen sind nicht absehbar. Im Interview erklärt Politologe Marc Bühlmann, warum das Schweizer System kaum Folgen für politische Fehler vorsieht.
Herr Bühlmann, was sagt es über das politische System der Schweiz und seine Verantwortlichen, wenn sie den Vertrag für das teuerste Rüstungsgeschäft in der Landesgeschichte nicht mit Vieraugenprinzip prüfen, wie es im Bericht der Geschäftsprüfungskommission heisst?
Wir Menschen suchen gerne Schuldige, Personen, auf die man mit dem Finger zeigen kann, weil sie einen Vertrag unzureichend gelesen haben. Unser politisches System basiert allerdings nicht auf einzelnen Personen, sondern Institutionen – dem VBS, dem Bundesrat und dem Parlament zum Beispiel. Der Fall zeigt, dass die Institutionen in der Schweiz funktionieren müssen, auch wenn Einzelpersonen Fehler machen.
Zur Story