Schweiz
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Bericht: Alliance Swisspass plant Aus von Bargeld und Papierbilletten

[Staged Picture] A man purchases a ticket at a Swiss Federal Railways vendig machine at Bern railway station, in Berne, Switzerland, on April 19, 2018. (KEYSTONE/Gaetan Bally) 

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Schweizer Billettautomaten sollen bald kein Bargeld mehr akzeptieren, heisst es in einem Bericht.Bild: KEYSTONE

Papierbillette vor dem Aus? So könnte sich der Ticketkauf im ÖV verändern

03.09.2026, 18:5803.09.2026, 19:28

Papierbillette vom Automaten und das Bezahlen mit Bargeld sollen in der Schweiz aus dem öffentlichen Verkehr verschwinden. Das plant Alliance Swisspass, die Branchenorganisation für Bahn und Bus, schreibt das Magazin K-Tipp unter Berufung auf interne Protokolle vom Juli 2026.

Bis Ende 2029 sollen Bargeld und Papiertickets abgeschafft werden, heisst es weiter. Die ersten Schritte sollen jedoch bereits 2027 erfolgen. Dann sollen Billettautomaten in Basel und in der Zentralschweiz durch 400 neue Verkaufsgeräte ersetzt werden, die Tickets direkt auf den Swisspass oder eine aufladbare Prepaid-Karte laden. Das Billett könne man dann nicht mehr mit Bargeld bezahlen.

Alliance Swisspass bestreitet Pläne

Die Branchenorganisation bestreitet gegenüber dem Blick, Bargeld sowie physische Billette abschaffen zu wollen. «Die ÖV-Branche hat keinen Beschluss gefasst, wonach innert zwei bis drei Jahren schweizweit bestimmte Automaten eingeführt werden müssen», sagt Mediensprecher Philipp Bosshard gegenüber der Zeitung. Es gebe auch «keinen Beschluss über höhere Preise für nicht-digitale Billette», wie es laut «K-Tipp» ebenfalls im Bericht festgehalten worden ist.

Bosshard betont gegenüber dem «Blick», dass der Entscheid die strategische Richtung für einen einheitlichen Standard der künftigen ÖV-Grundversorgung vorgebe. Dieser Standard befinde sich derzeit in der Ausarbeitung. Sobald er verabschiedet sei, werde er von den Transportunternehmen und Verkehrsverbünden in die Praxis umgesetzt. Doch die Sorge, dass im ÖV in Zukunft nur noch digital bezahlt werden kann, sei unbegründet.

Der Bericht von Alliance Swisspass hätte eigentlich niemals an die Öffentlichkeit gelangen sollen, schreibt «K-Tipp». Im Protokoll soll zudem festgelegt worden sein, dass man «politische Kommissionen und Interessenverbände frühzeitig einbeziehen» müsse. (hkl)

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