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Migros stellt Optigal-Poulets auf langsam wachsende Rasse um

Das grosse orange M der Migros am Gebaeude an der Pfingstweidstrasse in Zuerich , fotografiert am Freitag, 8. Mai 2026. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
Optigal hat für die Migros eine grosse Bedeutung.Bild: KEYSTONE

Migros setzt bei Optigal-Poulets künftig auf langsam wachsende Rassen

03.09.2026, 15:0303.09.2026, 15:03

Die Migros stellt einen grossen Teil ihrer Schweizer Poulet-Produktion auf eine langsamer wachsende Hühnerrasse um. Damit will die Detailhändlerin bei ihrer wichtigsten Geflügelmarke Optigal das Tierwohl verbessern, wie sie am Donnerstag mitteilte.

Die sogenannten semi-extensiven Tiere wachsen langsamer, sind laut Migros robuster und verbringen länger in der Mast. Die Lebensdauer wird von bisher rund 34 oder 36 Tagen um rund eine Woche verlängert, wie ein Migros-Sprecher der Nachrichtenagentur AWP auf Anfrage anlässlich einer Betriebsbesichtigung sagte.

Zudem sehen die gemeinsam mit der Bauern- und Labelorganisation IP-Suisse entwickelten Vorgaben für die Tiere mehr Platz, erhöhte Ebenen und Beschäftigungsmöglichkeiten in den Ställen vor.

Weide keine Pflicht

Weidezugang ist bei den neuen Vorgaben allerdings nicht vorgeschrieben. Laut den Verantwortlichen sollen die Bestimmungen insgesamt dennoch für mehr Tierwohl sorgen. Erste entsprechend produzierte Poulets sollen ab Herbst erhältlich sein. Bis Ende 2027 soll das gesamte Optigal-Sortiment umgestellt werden.

Optigal hat für die Migros grosse Bedeutung. Die seit 1961 bestehende Marke ist das wichtigste Geflügelprogramm des Konzerns. Insgesamt stammen laut Migros rund 84 Prozent ihres frischen Geflügels aus der Schweiz.

Migros poulet
Optigal ist eine der wichtigsten Geflügelmarken für die Migros.Bild: Migros

Die Migros-Tochter Micarna arbeitet mit mehr als 500 Landwirtschaftsbetrieben zusammen. Bis Ende 2026 sollen zunächst rund 61 Betriebe nach den neuen Optigal-IP-Suisse-Vorgaben produzieren.

Appetit auf Poulet immer grösser

Die Umstellung erfolgt in einem wachsenden Markt. Der Schweizer Geflügelfleischabsatz stieg von 117'000 Tonnen im Jahr 2017 auf 152'000 Tonnen 2025. Allein 2025 nahm die verfügbare Menge um 9,1 Prozent zu. Pro Kopf waren es 16,5 Kilogramm nach 13,7 Kilogramm im Jahr 2017.

Optigal stand in der Vergangenheit mehrfach wegen der Haltungsbedingungen in der Kritik. Tierschutzorganisationen bemängelten unter anderem die intensive Mast und den fehlenden Auslauf.

Besonders umstritten ist eine verwendete Hochleistungsrasse mit teils extremen Wachstumsraten, die laut Tierschützern zu Knochenverformungen und Atemnot führen können. Die Westschweizer Tierrechtsorganisation Observatoire du spécisme veröffentlichte 2025 Aufnahmen aus einem Micarna-Partnerbetrieb und reichte aufgrund der «Qualzucht» wegen möglicher Verstösse gegen das Tierschutzrecht Anzeige ein. Die Migros verwies jeweils auf die geltenden Tierwohlvorgaben und Kontrollen. (sda/awp)

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Rethinking
03.09.2026 15:51registriert Oktober 2018
Nur BIO ist gut genug
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