22 Personen starben 2025 im öffentlichen Verkehr
Bei Unfällen im öffentlichen Verkehr wurden 2025 insgesamt 22 Personen getötet, das zeigen neue Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS). Im Vorjahr waren es noch 39. Die meisten Todesopfer forderte der Schienenverkehr (13), gefolgt vom öffentlichen Strassenverkehr (8). Eine Person starb bei einem Seilbahnunglück. Von den 22 Toten sind 17 Drittpersonen, 2 Mitarbeitende von Verkehrsunternehmen und 3 Fahrgäste.
Trotz der Todesopfer im Schienenverkehr zeigt die langfristige Entwicklung ein positives Bild: Die Bahn transportiert heute deutlich mehr Menschen – bei viel weniger Unfallopfern.
1970 setzt die Grafik den Ausgangswert für Getötete, Schwerverletzte und Verkehrsleistung auf 100. Seither entwickeln sich die drei Kurven in entgegengesetzte Richtungen: Die Zahl der Getöteten fällt bis in die 1990er-Jahre auf unter 40 Prozent des Ausgangswerts ab und pendelt seit 2010 meist im Bereich zwischen 10 und 20. Die Schwerverletzten folgen einem ähnlichen Muster und sinken sogar noch etwas stärker.
Die Verkehrsleistung der Eisenbahn dagegen wächst fast durchgehend und übersteigt den Ausgangswert von 1970 mittlerweile um das Zweieinhalbfache. 2020 gab es aufgrund der Pandemie einen Einbruch. Die Bahn wird also über die Jahrzehnte sicherer, obwohl gleichzeitig deutlich mehr Personen mit ihr reisen.
Ein Blick auf die Verkehrsmittel
Einen ähnlich klaren Rückgang zeigt auch der grösste Verkehrsträger der Schweiz: der Strassenverkehr. 1971 verunfallten in der Schweiz noch über 1700 Menschen tödlich im Strassenverkehr. Seither sinkt diese Zahl fast kontinuierlich: Sie fällt in den 1980er-Jahren unter 1000, unterschreitet 2006 die Marke von 400 und pendelt seit einigen Jahren um die 200.
Das Muster – mehr Verkehr, aber weniger Todesfälle – zeigt sich nicht nur auf der Schiene, sondern auch auf der Strasse: Die Verkehrsleistung hat sich seit 1970 mehr als verdoppelt, während die Zahl der Todesopfer gleichzeitig stark gesunken ist.
Eisenbahn und Zivilluftfahrt spielen im Vergleich zur Strasse eine kleinere Rolle – beide bewegen sich seit einigen Jahren zwischen null und 20. Der Strassenverkehr bleibt damit trotz des starken Rückgangs das tödlichste Verkehrsmittel. (olj)
