Beamte finden Toten in Strengelbach AG – und leiden dann selbst an Vergiftungssymptomen
Im Zusammenhang mit einem Todesfall im aargauischen Strengelbach wurde am Freitagmorgen Blausäure gefunden. Insgesamt mussten zehn Personen wegen Vergiftungssymptomen zur Kontrolle in ein Spital gebracht werden, wie die Aargauer Kantonspolizei am Abend mitteilte.
Bei den Hospitalisierten handelt es sich um zwei Angehörige des verstorbenen Mannes, zwei Mitarbeitende des Rettungsdienstes und drei Angehörige der Polizei, wie es heisst. Später hätten auch zwei Frauen und ein Kind aus der betroffenen Liegenschaft Symptome gezeigt und seien in ein Spital gebracht worden.
Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eröffnet, wie die Polizei weiter schreibt. Bezüglich des Todesfalls stehe nach ersten Erkenntnissen ein Suizid im Vordergrund.
Weiter steht in der Mitteilung vom Abend, dass keine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung bestand. Die Feuerwehr Strengelbach habe das Gebiet grossräumig abgesperrt und den Verkehr umgeleitet. Neben Polizei, Feuerwehr und Rettung hätten auch die Chemiewehr und das Kantonale Katastrophen-Einsatzelement sowie das Institut für Rechtsmedizin im Einsatz gestanden.
Der Kantonspolizei wurde zuvor am Freitagmorgen kurz nach 8 Uhr gemeldet, dass sich in einem Mehrfamilienhaus in Strengelbach eine leblose Person befindet. Daraufhin zeigten mehrere aufgebotene Einsatzkräfte Vergiftungssymptome. Zunächst war in diesem Zusammenhang die Rede von einer unbekannten Substanz gewesen, die erst im späteren Verlauf als Blausäure identifiziert werden konnte. (sda)
