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Berner Polizei führt trans Frau im Marzilibad ab

Zahlreiche Sonnenhungrige geniessen bei heissem Sommerwetter das Marzilibad, am Freitag, 27. Juli 2012 in Bern. Das Wochende soll erneut mit wechselhafter Witterung aufwarten. (KEYSTONE/Alessandro del ...
Im Berner Marzilibad wurde am Sonntag eine trans Frau aus dem Frauenbereich abgeführt – das führt zu Diskussionen. Bild: KEYSTONE

Berner Polizei führt trans Frau im Marzilibad ab – Badegäste solidarisieren sich

29.06.2026, 13:2729.06.2026, 14:19

Eine trans Frau steht im Zentrum einer Kontroverse im Berner Marzilibad. Sie wurde am Sonntag nach einer Auseinandersetzung im Frauenbereich des Bades von der Polizei abgeführt.

«Der Polizeieinsatz war unverhältnismässig», kritisierte das Umfeld der betroffenen Person am Montag in einer Mitteilung. Sechs Polizeiangestellte hätten die Frau unter grobem Körpereinsatz zu Boden gebracht und mit Handschellen abgeführt.

Zwei Besucherinnen des Frauenbereichs hätten sich durch die blosse Anwesenheit der Person belästigt gefühlt. Die Frauen hätten dies dem privaten Sicherheitsdienst gemeldet, der darauf die Polizei einschaltete. In der Mitteilung wurde eine unabhängige und transparente Aufarbeitung des gesamten Vorfalls gefordert.

Die Polizei teilte mit, die betroffene Person habe sich trotz Aufforderung durch das Badepersonal geweigert, den Frauenbereich zu verlassen. Mehrere Gäste hätten sich über ihren Aufenthalt beschwert.

Bei der anschliessenden Personenkontrolle hätten sich mehrere Anwesende mit der betroffenen Person solidarisiert, schrieb die Polizei in einer Mitteilung. Sie hätten die polizeiliche Intervention behindert, während sich die Person den Massnahmen aktiv widersetzt habe. Im Verlauf des Einsatzes sei eine Polizistin tätlich angegriffen und leicht verletzt worden.

Die Frau wurde auf eine Wache gebracht. Nach ihrer Entlassung formierte sich eine unbewilligte Solidaritätskundgebung, die laut Polizei friedlich durch die Stadt zog. (sda)

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SpitaloFatalo
29.06.2026 14:27registriert März 2020
Polizisten angreifen (siehe Artikel) heisst jetzt "sich solidarisieren".
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FACTS
29.06.2026 14:34registriert April 2020
Egal ob man jetzt als Transfrau in die Frauenbadi gehört oder nicht: Wenn dich die Polizei zum Gehen auffordert, folgt man dieser Aufforderung und beschwert sich nötigenfalls dann später bei entsprechender Stelle. Wer aber dann Widerstand gegen die poliz. Wegweisung leistet, muss halt auch damit rechnen, gewaltsam aus der Badi entfernt zu werden.
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Xicotencatl Axayacatl
29.06.2026 14:46registriert August 2024
"Der Polizeieinsatz war unverhältnismässig."

Völlig unverhältnismässig und unangebracht ist ja wohl die offenbar gewalttätige Reaktion auf die Polizei, die nur ihre Arbeit gemacht hat. Wenn ihr ein Problem damit habt, dass sie gerufen wurde, dann wendet euch (bitte zivilisiert...) an diejenigen, die sich beschwert haben.
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