Polizei Thurgau gibt Entwarnung nach Bombendrohung bei Flohmarkt-Gelände
Kurz nach 02.00 Uhr am Sonntagmorgen war bei der Polizei Konstanz eine telefonische Bombendrohung eingegangen. Ein Unbekannter habe in mehreren Telefonaten vor mehreren Bomben auf dem Gelände des Flohmarkts gewarnt, teilte das Polizeipräsidium Konstanz mit.
Bei Durchsuchungen sei eine verdächtige Tasche gefunden worden, wie eine Sprecherin der Polizei weiter mitteilte. Nach umfassender Überprüfung gab das Landeskriminalamt am Mittag aber schliesslich Entwarnung. Kurz nach 12.15 Uhr hätten die Einsatzkräfte die Sperrung aufheben können, präzisierte die ebenfalls involvierte Kantonspolizei Thurgau am Sonntagmittag.
Bahnverkehr unterbrochen
Zuvor hatten die Einsatzkräfte das Flohmarkt-Gelände rund um den Konstanzer Hafen auf beiden Seiten der Grenzen evakuiert und abgesperrt. Von einer «unbekannten Bedrohungslage» war zunächst die Rede. Sprengstoff-Spürhunde durchsuchten das Gebiet. Nach Überprüfung der verdächtigen Tasche schloss der Entschärfungsdienst schliesslich eine Gefahrenlage aus.
Im betroffenen Gebiet befand sich auch der Bahnhof Konstanz. Deshalb war der Bahnverkehr zwischen der Schweiz und Deutschland vorübergehend unterbrochen, wie auf dem Portal der SBB nachzulesen war. Es wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.
Den anonymen Anrufer haben die Behörden noch nicht ermitteln können. Die polizeilichen Ermittlungen der Konstanzer Behörden seien noch nicht abgeschlossen, heisst es dazu in den Mitteilungen der Polizeikorps.
Tausende Besucher
Der 24-Stunden-Flohmarkt ist ein jährlich stattfindender Anlass über zwei Tage, der an diesem Wochenende in Kreuzlingen und Konstanz stattfindet. Am Stadtfest-ähnlichen Anlass nehmen gemäss Angaben der Veranstalter hunderte Ausstellende und tausende Besuchende teil. Dieses Jahr fand der Flohmarkt erstmals nicht mehr am Rheinufer von Konstanz, sondern direkt am Ufer des Bodensees in beiden Gemeinden statt. (dab/sda/dpa)
