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Schule - Bildung

Diese Strafen kassieren Schüler für den Klimastreik – und so reagiert das Netz

Wer im Unterricht fehlt und stattdessen streikt, muss an einigen Schulen mit Konsequenzen rechnen. 
Wer im Unterricht fehlt und stattdessen streikt, muss an einigen Schulen mit Konsequenzen rechnen. bild: twitter/christainwilln1

Diese Strafen kassieren Schüler für den Klimastreik – und so reagiert das Netz

In Payerne (VD) erhielten Gymi-Schüler die Note 1 für eine verpasste Mathematikprüfung. Sie streikten stattdessen für das Klima. Auch in St.Gallen müssen streikende Schüler mit einer unbewilligten Absenz rechnen. 
29.01.2019, 10:3429.01.2019, 12:47

Immer mehr Schüler in der Schweiz nehmen an den wöchentlichen Klimastreiks teil. Mitte Januar meldeten die Organisatoren bereits 20'000 Schüler, die schweizweit streikten. So auch einige Westschweizer Schüler eines Gymnasiums in Payerne (VD). Anstatt eine Mathematik-Prüfung zu schreiben, setzten sich die Gymi-Schüler lieber für das Klima ein. Und kassierten dafür prompt die Note 1, wie «20 Minutes» berichtete. 

Thierry Maire, der Rektor der betroffenen Schule, verteidigt das Vorgehen. Es handle sich dabei nicht um eine Bestrafung, sondern um das normale Vorgehen. Hätten die Schüler um eine Beurlaubung gebeten, wäre der Fall anders gelöst worden, so Maire. 

Unbewilligte Absenz in St.Gallen, bewilligter Streik in Trogen

Auch in der Deutschschweiz mussten sich zahlreiche Schulleitungen bereits mit den streikenden Schülern beschäftigen. Die Kantonsschule Trogen bewilligt eine Streikteilnahme pro Monat. Ausgehandelt wurde diese Regelung zusammen mit der Schülerorganisation, berichtet «FM1Today». «Bedingung ist ein individuelles, reguläres, vorgängig eingereichtes und begründetes Urlaubsgesuch zuhanden der Prorektorate», heisst es im Informationsschreiben, das die Schüler erhielten.

Im Kanton St.Gallen ist man weniger kulant. Das Bildungsdepartement hat sich zusammen mit den Schulen dazu entschieden, unentschuldigte Absenzen für streikende Schüler einzutragen. Gemäss Tina Cassidy, Leiterin des Amtes für Mittelschulen, spiele der Grund des Streiks keine Rolle. «Wir bewerten den Grund des Streikes nicht. Auch bei anderen Themen würden wir keine Streiks tolerieren», so Cassidy gegenüber dem Radiosender. 

Und so reagiert das Netz

Die Reaktionen auf die unterschiedlichen Handhabungen folgten prompt. Der Jungpolitiker Dimitri Rougy kritisierte die Reaktion der Westschweizer Schule auf Twitter scharf. «Der Rektor sollte mitstreiken, statt bestrafen», schrieb er auf Twitter. 

Es gibt jedoch auch sehr viele kritische Stimmen. Das Fehlen sei zwar löblich, spiele aber keine Rolle, schreibt Twitter-User Elias Meier. Einige User fragen sich auch, ob die Schüler tatsächlich die Schule wegen des Klima schwänzten und nicht etwa wegen der bevorstehenden Mathe-Prüfung.

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(ohe)

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