Vandalen wüten in Aargauer Schulhäusern – Würenlingen muss Abschlussfeier absagen
Verdreckte WC-Schüsseln, kaputte Toilettenkabinen, Styropor-Kügeli aus aufgeschnittenen Sitzsäcken auf Böden verstreut und geklaute Klimaanlagen und iPads: Vandalen haben das Schulhaus in Würenlingen verwüstet, wie TeleM1 berichtet. Aus diesem Grund musste die Abschlussfeier abgesagt werden.
Im Dorf herrscht Unverständnis. Dass die ganze Schülerschaft, besonders jene im Abschlussjahr, darunter leiden, bedauern die Einwohnerinnen und Einwohner. «Das ganze Schulpersonal, sowie Schulleitung und mich, macht es sehr betroffen», sagt auch die Bildungsvorsteherin der Gemeinde, Carmen Spuler, gegenüber der Aargauer Zeitung. Alles sei für die Feier gut vorbereitet gewesen, doch eine Durchführung sei nicht mehr möglich gewesen. Nachgeholt wird die Feier nicht, die Zeugnisse seien verteilt.
Die Täterschaft blieb unbekannt, da auch die Überwachungskameras ausgeschaltet worden seien. Es wird jedoch vermutet, dass Schüler dahinter stecken, wie Spuler sagt: Alles nur «wegen einer Gruppe von Schülern, die in den elf Schuljahren nicht gelernt haben, was Respekt und Anstand bedeutet». Die Schule selbst hat Anzeige gegen Unbekannt eingereicht.
Doch Würenlingen steht mit dem Problem nicht allein da. Erst vor kurzem kam es an der Abschlussfeier der Kanti Wettingen zu Vandalismus und Ausschreitungen, als plötzlich eine Gruppe der Kanti Baden auf dem Gelände auftauchte. Wenige Wochen später, Ende Juni, kam es erneut zu Vandalismus.
Und auch in Menziken AG haben vor wenigen Tagen Vandalen in der Schule gewütet.
In Würenlingen hat Vandalismus in der Vergangenheit schon zu hohen Kosten geführt. So etwa an Halloween 2024, als Unbekannte mit Steinen und Eiern Postautos und das Schulhaus bewarfen. Der Schaden belief sich damals auf über 10'000 Franken. Schon damals sprach der Gemeindeammann Patrick Zimmermann von einer bedenklichen Entwicklung. Die Anschaffung von Überwachungskameras hat das Problem offensichtlich nicht gelöst. (vro)
