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Schule - Bildung

Verwüstung an Kanti Wettingen: Rektor Paul Zübli äussert sich

«Verwüstung hat nichts mit der Rivalität zur Kanti Baden zu tun»: Paul Zübli, seit 2016 Rektor der Kantonsschule Wettingen.
«Verwüstung hat nichts mit der Rivalität zur Kanti Baden zu tun»: Paul Zübli, seit 2016 Rektor der Kantonsschule Wettingen.bild: ch media / severin bigler

«Eine ganz andere Dimension»: Wettingens Rektor äussert sich zur Verwüstung an der Kanti

27.05.2026, 14:0627.05.2026, 14:06

Nach der erneuten Sachbeschädigung an der Kantonsschule Wettingen meldet sich Rektor Paul Zübli zu Wort. «Hier handelt es sich um eine Tat, die jegliche Empathie vermissen lässt», sagt er gegenüber der Aargauer Zeitung.

Am Pfingstwochenende haben Unbekannte zahlreiche Bücher auf das Dach der Kantonsschule gestreut sowie zwei Räume mit Graffiti besprüht. Der Sachschaden ist beträchtlich.

Laut Zübli geht die Verwüstung weit über das hinaus, was man in den vergangenen Jahren zwischen den Schulen in Wettingen und Baden erlebt habe, schreibt die Zeitung. Vor zwei Wochen hatten Schülerinnen und Schüler aus Baden auf dem Wettinger Gelände randaliert.

Rektor: «Das ist eine ganz andere Dimension»

Die neue Tat sei keine einfache Fortsetzung der Ereignisse. «Das ist eine ganz andere Dimension als die neckischen Provokationen der letzten Jahre, die immer auch von gegenseitiger Anziehung geprägt waren», sagt der Rektor gegenüber der AZ.

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Die Ziegel müssen vermutlich auf dem ganzen Dach entfernt und teilweise ersetzt werden.

Er gehe daher nicht davon aus, dass die Verwüstung nach Pfingsten mit der Rivalität zwischen den beiden Schulen zu tun habe. Die jüngsten Ereignisse hätten eine neue Qualität im Vergleich zu vorherigen Aktionen zwischen den Schülerinnen und Schülern, die auch von Lehrpersonen eher als scherzhaft und unproblematisch eingeschätzt worden seien.

«Diesen Leuten geht es nicht gut, das ist offensichtlich»

Die Verwüstung einer Bibliothek, eines historischen Kreuzgangs und eines Kunstwerks lasse «auf schwerwiegende Defizite» schliessen. Neben der strafrechtlichen Aufarbeitung stelle sich für Zübli eine grundsätzliche Frage: Zwar sei klar, «dass harte Strafen gefordert werden». Man müsse sich aber auch fragen, was hinter einem solchen Verhalten stehe. «Diesen Leuten geht es nicht gut, das ist offensichtlich», führt der Rektor gegenüber der «Aargauer Zeitung» aus.

Zübli hoffe, dass die Verantwortlichen von sich aus Unterstützung suchen, um ihre mentalen Probleme anzugehen – sollten sie nicht identifiziert werden.

Zu Details der laufenden Ermittlungen will sich der Rektor gegenüber der Zeitung nicht äussern. Auch die Frage, ob die Kanti Wettingen videoüberwacht wird, lässt er mit Verweis auf die Untersuchungen der Polizei unbeantwortet. (hkl)

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