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Cassis' EU-Traum, kein Geld für «Super-Connie» und FDP- Frauen: Die Sonntags-Storys 



Exemplare verschiedener Sonntagszeitungen liegen auf einem Tisch, aufgenommen in Zuerich, am Mittwoch, 30. Januar 2013. Die beiden Sonntagszeitungen

Das schreibt die Sonntagspresse. Bild: KEYSTONE

Cassis und der EU-«Reset-Knopf»

Der neugewählte Bundesrat Ignazio Cassis will in den Verhandlungen über das Rahmenabkommen mit der EU auf Feld eins zurück, den «Reset-Knopf»drücken.  Im Interview mit dem «SonntagsBlick» dämpft Michael Ambühl allerdings die Hoffnungen auf eine solche Vorgehensweise. Der ehemalige Top-Diplomat, der die Bilateralen II ausgehandelt hatte, mahnt: «Die Umstände können in internationalen Beziehungen zuweilen stärker sein als politische Wünsche.» Ein Zurücksetzen des bisher ausgehandelten Status entbehre zudem jeder diplomatischen Logik. Als Optionen für die Schweiz blieben letztlich das Einfrieren des bisherigen bilateralen Verhältnisses und - trotz innenpolitischer Widerstände - weiter über ein Rahmenabkommen mit der EU zu verhandeln. Zur Frage, was ein Personalwechsel an der Spitze des Aussendepartements überhaupt bewirken kann, sagte Ambühl: «Ein EDA-Chef kann die Europapolitik des Bundesrates nicht alleine bestimmen.» Als federführender Departementschef bereite er aber die Bundesratsentscheide vor, indem er informelle Vorverhandlungen führe.

 Breitling streicht legendärer «Super-Connie» die Gelder

Wenige Monate nach seinem Amtsantritt stoppt der neue Konzernchef und Mitbesitzer des Uhrenherstellers Breitling, Georges Kern, laut einer Meldung der «SonntagsZeitung» das jahrzehntelange Aviatik-Sponsoring. Breitling beende nach 13 Jahren per Ende Jahr die finanzielle Unterstützung für das legendäre Oldtimer-Flugzeug Super Constellation. Auch der Sponsoringvertrag mit den Breitling Wingwalkers aus Grossbritannien, die Akrobatik in der Luft bieten, werde Ende Saison nicht erneuert. Hinter dem Ausstieg der Luxusuhrenmarke stecke ein radikaler Strategiewechsel.

Streit um Fraueticket eskaliert

Die FDP-Chefin Petra Gössi erteilt dem Wunsch nach einem reinen Frauenticket bei der nächsten Wahl eines freisinnigen Bundesrats eine Absage: «Die FDP ist keine Quotenpartei. Es muss nicht zwingend ein reines Frauenticket sein, wenn dereinst wieder ein FDP-Bundesratssitz zu besetzen ist», wird sie in der «SonntagsZeitung» zitiert. Damit ist Streit programmiert: FDP-Frauenpräsidentin Doris Fiala hatte die Leitung aufgefordert, bei der nächsten Wahl nur mit Frauen anzutreten.

Kein Strafe für Undercover-Journalist

Die Staatsanwaltschaft Kreuzlingen TG stellt laut einer Meldung der «NZZ am Sonntag» ein Strafverfahren gegen den Journalisten Shams ul-Haq ein. Dieser hatte im Januar 2016 in Kreuzlingen ein Asylgesuch gestellt und darin falsche Angaben gemacht, weil er über Missstände recherchieren wollte. Der Beschuldigte habe zwar gegen das Asylgesetz verstossen, hiess es von der Staatsanwaltschaft. Doch trotz dem Gesetzesverstoss geht der Journalist straffrei aus, denn er hatte einen sogenannten übergesetzlichen Rechtfertigungsgrund.

Krankenkassen-Prämien steigen massiv an

Die Zeitung «Le Matin Dimanche» thematisiert wie andere Sonntagszeitungen die Erhöhung der Krankenkassenprämien im kommenden Jahr. So erhöhten in der französischsprachigen Schweiz die Versicherer Assura und Groupe Mutuel ihre Beiträge zwischen 7 und 9 Prozent. Das Eidgenössische Departement des Innern will die tatsächlichen Prämienerhöhungen in der kommenden Woche bekanntgeben. Laut «SonntagsBlick» dürften die Standardprämien durchschnittlich zwischen 3.5 und 5 Prozent steigen.

Bürgenstock macht Hotelfachschule auf

Hotelfachschulen in der Schweiz bekommen Konkurrenz. Das Bürgenstock-Resort soll laut Meldungen der «Zentralschweiz am Sonntag» und der «Ostschweiz am Sonntag» eine Hotelfachschule erhalten. Dies sagte Resort-Chef Bruno H. Schöpfer den Zeitungen. Das Grundstück dafür sei bereits einplant worden. Die Finanzierung erfolge durch Katara Hospitality, die schon den Bau der Hotels und Appartements auf dem Bürgenstock finanziert habe. Die neue Hotelfachschule solle eng mit jener in Luzern kooperieren. (sda)

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