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Amoktat in Aarau: Linke wollen früher bewilligte Waffen einziehen

epa12617785 Deputy Commander of the Combat Equipment Evacuation Unit at the Israeli defence forces (IDF) Idan Sharon Kettler shows AK-47 rifles used by Hamas in the October 7th attack during a media t ...
Linke Politiker fordern eine Verschärfung im Umgang mit halbautomatischen Waffen in der Schweiz.Bild: keystone

Nach Amoktat in Aarau: Linke wollen in der Vergangenheit bewilligte Waffen einziehen

Die Kalaschnikow, mit der der Täter von Aarau in die Menschenmenge schoss, ist heute in der Schweiz nur noch mit Ausnahmebewilligung zu erhalten. Stimmen von links regen nun an, dass nach altem Recht bewilligte Waffen eingezogen werden.
03.09.2026, 07:2503.09.2026, 08:54

Über 40 Mal schoss der Amoktäter von Aarau mit einer Kalaschnikow AK-74 auf Besucherinnen und Besucher des Aarauer Raves, wie die Kantonspolizei Aargau am Mittwoch informierte. Der 43-jährige Jurassier hatte die grosse halbautomatische Waffe – genauso wie die anderen zwei Waffen, die er beim Anschlag mit sich trug – vor rund 20 Jahren legal erworben.

Zumindest bei der Kalaschnikow wäre das heute schwieriger. Seit der Verschärfung des Waffenrechts 2019 sind halbautomatische Waffen mit grossen Magazinen grundsätzlich verboten. Nur Waffensammler und Sportschützen dürfen sie erwerben – und auch sie nur mit einer Ausnahmebewilligung. Doch sind bewilligte Waffen wie die des mutmasslichen Aarau-Täters, die vor der Verschärfung gekauft wurden, weiter im Umlauf. Franziska Roth, Ständerätin der SP, findet das unhaltbar. Sie fordert gegenüber SRF eine Verschärfung.

Staenderaetin Franziska Roth, SP-SO, spricht an einer Medienkonferenz des Komitees gegen die Ernaehrungsinitiative, , am Donnerstag, 18. Juni 2026 in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)
SP-Ständerätin Franziska Roth will in der Vergangenheit bewilligte grosse halbautomatischen Waffen einziehen.Bild: keystone

«Das würde bedeuten, dass man Waffen, die früher gekauft wurden, einzieht», sagt Roth. Und der ehemalige SP-Ständerat (heute parteilos) Daniel Jositsch sagt:

«Es gibt eine Risikogruppe. Je schwieriger es für diese Menschen ist, an eine Waffe zu kommen, desto kleiner ist die Wahrscheinlichkeit für Taten.»

Bürgerliche Politiker reagieren skeptisch auf diese Vorschläge von links. Rechtliche Verschärfungen bedeuteten viel Bürokratie und wenig Nutzen, findet Mitte-Nationalrat Reto Nause. Das sei zudem seines Wissens der erste Vorfall mit dieser Art von Waffe. Für ihn müsse man an einem anderen Punkt ansetzen: Der Täter habe wohl seit Längerem schon unter psychischen oder medizinischen Problemen gelitten. «Das ist ein Problem, das uns seit einiger Zeit in vielen Fällen beschäftigt.»

Beim Täter von Aarau gibt es zwar Anhaltspunkte für eine psychische Labilität, bestätigt sind sie jedoch nicht.

Werner Salzmann, SVP-BE, spricht waehrend der Herbstsession der Eidgenoessischen Raete, am Donnerstag, 28. September 2023 im Staenderat in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)
SVP-Sicherheitspolitiker Werner Salzmann appelliert an die Verantwortung des Umfelds potentieller Täter.Bild: KEYSTONE

In eine ähnliche Richtung geht SVP-Sicherheitspolitiker Werner Salzmann: Im Fall Aarau hätte das Umfeld des mutmasslichen Täters dessen psychische Probleme erkennen und der Polizei melden müssen, dass er Waffen besitze», sagt er. Eine rechtliche Verschärfung sei nicht notwendig.

(her)

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Schüsse am Aarauer Rave
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Schüsse am Aarauer Rave

Am Aarauer Rave sind in der Nacht auf Sonntag, 30. August 2026, Schüsse gefallen.

quelle: keystone / michael buholzer
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Täter stellte sich selbst
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