Schweiz
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Mattea Meyer gibt Daniel Jositsch einen Korb

Haben sich nichts mehr zu sagen: SP-Co-Präsidentin Mattea Meyer und der Zürcher SP-Ständerat Daniel Jositsch.
Daniel Jositsch wäre gerne in den Podcast der SP-Parteispitze «Meyer:Wermuth» eingeladen worden. Meyer hat aber gerade andere Prioritäten.Bild: Keystone/Bruno Kissling

Mattea Meyer gibt Daniel Jositsch einen Korb

Daniel Jositsch bat um eine Einladung in den Podcast der SP-Spitze – doch Mattea Meyer lässt ihn abblitzen. Der Kampf gegen die Neutralitätsinitiative habe Priorität.
09.09.2026, 05:24
Céline Zahno / ch media

Seit seinem Austritt aus der SP war Ständerat Daniel Jositsch in diversen Podcast-Formaten zu hören – auffällig oft in solchen aus dem rechten Spektrum. Wenn er Zeit habe und Auskunft geben könne, dann nehme er Interviewanfragen an, sagte er im Gespräch mit «Schweiz heute». Er würde auch der WOZ ein Interview geben – oder im Podcast «Meyer:Wermuth» der SP-Co-Präsidenten Mattea Meyer und Cédric Wermuth auftreten. Ob das als Bitte um eine Einladung zu verstehen sei? «Ja, selbstverständlich», sagte Jositsch.

Dazu kommt es nun allerdings nicht. «Wir freuen uns natürlich immer über Interesse an unserem Podcast und nehmen den Wunsch von Herrn Jositsch zur Kenntnis, auch in diesem Format auftreten zu können», teilt Mattea Meyer auf Anfrage mit. Priorität habe allerdings «die Ablehnung der Pro-Putin-Initiative im September».

Gemeint ist die Neutralitätsinitiative, die Jositsch unterstützt. Sie wolle die Sanktionen gegen Russland aufheben und «neue Geschäftsmöglichkeiten mit Putin und Co. schaffen», sagt Meyer. Gerade in Zeiten von Putin und Trump müsse die Schweiz auf der Seite des Völkerrechts und der Demokratie stehen.

Eine grosse Versöhnung wäre der Podcast-Auftritt wohl kaum geworden – zu besprechen gäbe es zwischen Meyer, Wermuth und Jositsch aber einiges. Jositsch trat am 4. Juni aus der SP aus, nachdem ihn die Zürcher Partei für die Ständeratswahlen 2027 nicht mehr nominieren wollte. Seither beschrieb er die SP-Leitung als «jusofiziert». (schweizheute.ch)

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quelle: keystone / michael buholzer
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