SRF reagiert: «Im gleichen E-Mail hat Pascal Schmitz zudem klargestellt, dass ...»
Der Ex-Trainer der Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft Patrick Fischer hat im Gespräch mit dem Ex-Journalisten Peter Röthlisberger schweres Geschütz gegen das SRF aufgefahren.
Das SRF habe eine Vereinbarung gebrochen, in dem es sein Geständnis, er sei mit einem gefälschten Covid-Zertifikat an die Olympischen Spiele 2022 in Peking gereist, publik gemacht habe.
Der SRF-Journalist Pascal Schmitz, der die Affäre ins Rollen gebracht hat, habe ihm schriftlich bestätigt, dass es sich um ein «off-the-record»-Gespräch gehandelt habe, sprich: um ein Gespräch, das nicht für die Öffentlichkeit bestimmt gewesen sei.
Um diesen Eindruck zu stützen, las Publizist Röthlisberger Auszüge aus einer Mail vor, die Schmitz Fischer sowie dem Medienchef des IHF geschickt haben soll.
Röthlisberger zitierte aus der Mail diese zwei Sätze, welche Schmitz geschrieben haben soll:
Doch offenbar gab Röthlisberger nicht den ganzen Inhalt des Mails wieder, wie SRF gegenüber watson festhält.
Das sagt SRF
SRF-Sprecherin Lorena Sauter schreibt:
Das SRF hält an seiner bisherigen Darstellung fest. «Es gab keine ‹off-the-record›-Vereinbarung vor dem Gespräch mit Patrick Fischer», so Sauter.
Das SRF hält fest: «Eine off-the-record-Vereinbarung muss vorgängig, explizit und gegenseitig erfolgen – das ist ein anerkannter journalistischer Grundsatz. Das war hier nicht der Fall».
Das SRF weist in seiner Stellungnahme die Vorwürfe zurück, journalistische Grundsätze verletzt oder eine Vereinbarung gebrochen zu haben. (her/cma)
