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SVP teilt gefälschten «Tagesschau»-Beitrag – so reagiert das SRF

SVP teilt gefälschten «Tagesschau»-Beitrag – so reagiert das SRF

04.09.2026, 14:5904.09.2026, 15:08

Die Junge SVP (JSVP) wirbt auf ihren Social-Media-Profilen derzeit aktiv mit Videos und Beiträgen für die Neutralitätsinitiative, über die am 27. September abgestimmt wird. Dabei fordert sie ein «klares Signal» für die Schweizer Neutralität.

In einem jüngst veröffentlichten Video zeichnet die JSVP ein Szenario, in dem eine angebliche Mobilisierung startet und Schweizer aufgrund eines Krieges an die Front müssen. Ein Zustand, der laut der SVP und der JSVP wohl eintrete, sollte die Neutralitätsinitiative nicht angenommen werden.

Um den Eindruck entstehen zu lassen, es könnte sich um die ein realistisches Szenario handeln, werden zunächst das Logo des SRF und das Intro der «Tagesschau» eingeblendet.

Die JSVP verwendet das SRF-Logo in ihrem Beitrag.
Die JSVP verwendet das SRF-Logo in ihrem Beitrag.screenshot instagram

Anschliessend sagt eine Person, die einen Nachrichtensprecher imitiert, dass die Schweiz im Krieg stehe und dass Angehörige der Armee ab sofort für den Verteidigungsdienst eingezogen würden. Dass es sich um ein fiktives Szenario handelt, macht die JSVP im Video nicht kenntlich.

Im weiteren Verlauf wird die fiktive Geschichte eines Schweizer Soldaten erzählt, der an der Front stirbt. Auch hier gibt es im Video keinen Hinweis, dass es sich um KI handelt.

Der Account der SVP teilt das Video auf Instagram. In der Bildunterschrift heisst es: «Wir wollen keinen Krieg!»

Es soll der Eindruck entstehen, als handle es sich um ein echtes Szenario.
Es soll der Eindruck entstehen, als handle es sich um ein echtes Szenario.screenshot instagram

Auf Anfrage von watson teilt das SRF mit, dass das Logo und das Intro ohne Einverständnis genutzt wurden. Mediensprecherin Nadine Gliesche schreibt:

«SRF nimmt das Video der JSVP zur Kenntnis. Das Material wurde ohne unser Wissen oder Einverständnis verwendet. Die SRG tritt mit der JSVP in den Dialog.»

Ob und welche Massnahmen eingeleitet werden, ist noch unklar.

(hkl)

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Laut den Schweizer:innen soll vor allem bei den Social-Media-Videos gespart werden.

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