Wegen Aussage über Grüne: Gericht bremst Blochers Neutralitäts-Zeitung
Mit einer speziell für die Abstimmung über die Neutralitätsinitiative verschickten «Zeitung» an die Schweizer Haushalte versucht SVP-Übervater Christoph Blocher die Bevölkerung von seinem Anliegen zu überzeugen. Darin geben unterschiedliche Exponenten aus der Schweizer Politik an, weshalb sie für Blochers Vorlage stimmen. Doch nun hat ein Berner Gericht die französische Version des Blattes superprovisorisch gestoppt und zudem eine sofortige Online-Anpassung verfügt, wie 20 Minuten berichtet.
Grund ist ein Absatz über die Grüne Partei. Denn weil teilweise auch linke Politiker auf den Seiten ihre Zustimmung zur Initiative begründen, titelten die Verfasser auf der letzten Seite auf Französisch «Grüne und Linke sagen ja». Daran hatten die Grünen aber gar keine Freude – denn sie sind klar gegen die Initiative. Aus diesem Grund zogen sie vor Gericht und bekamen nun Recht.
Die französische Version der Zeitung ist nach dem Urteil widerrechtlich und muss online sofort angepasst werden. Sollte die SVP-nahe Organisation Pro Schweiz, die hinter dem Dokument steht, dem nicht nachkommen, droht eine Busse von bis zu 10'000 Franken.
Laut dem Waadtländer Anwalt und Grünen-Nationalrat Raphaël Mahaim, der federführend bei der Klage war, beantragte seine Partei die Korrektur sämtlicher Versionen. Zu einem späteren Zeitpunkt wollen die Grünen zudem auf Schadenersatz klagen, so Mahaim gegenüber «20 Minuten».
SVP gibt sich gelassen
Ex-SVP-Nationalrat Walter Wobmann, einer der Köpfe hinter Initiative, gibt sich bezüglich der Verfügung gelassen. Der Versand der Zeitungen sei komplett abgeschlossen. Und:
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