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Weniger Nutztierrisse trotz mehr Wölfen in der Schweiz

Ein Wolf im Wildnispark Langenberg, aufgenommen am Freitag, 8. Dezember 2023 in Langnau am Albis.Die Woelfe im Wildnispark Zuerich Langenberg stammen urspruenglich von Wildfaengen in den Karpaten ab u ...
Ein Wolf im Wildnispark Langenberg in Zürich.Bild: keystone

Weniger Nutztierrisse trotz mehr Wölfen in der Schweiz

30.12.2023, 19:19
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In der Schweiz ist die Zahl der Wölfe innert Jahresfrist von etwa 240 auf rund 300 gestiegen – doch die Zahl der von diesem Raubtier gerissenen Nutztiere sinkt. Das zeigt eine Auswertung von kantonaler Daten durch die Gruppe Wolf Schweiz.

Sie geht auf der Basis dieser Daten von insgesamt 1100 in diesem Jahr von Wölfen gerissenen Nutztieren in der Schweiz aus. 2022 waren es 1480 Nutztierrisse, was einem Rückgang um rund 25 Prozent entspricht.

David Gerke, der Geschäftsführer der Gruppe Wolf Schweiz, bestätigte am Samstag der Nachrichtenagentur Keystone-SDA auf Anfrage eine entsprechende Meldung der Tamedia-Zeitungen und legte Keystone-SDA die Auswertung vor. Die Auswertung datierte vom 26. Dezember. Sie stützte sich auf im Internet zugänglichen Daten der Kantone.

Vier Risse pro Wolf

In den sechs Kantonen, in denen es Wolfsrudel gab, sank die Zahl der getöteten Nutztiere von 1329 im vergangenen Jahr auf rund 950 in diesem Jahr. Die Nichtregierungsorganisation nimmt an, dass in diesem Jahr rund 150 weitere Nutztiere in Kantonen ohne Wolfsrudel gerissen werden. Das entspricht der Anzahl des vergangenen Jahrs.

Dem Faktenblatt der Gruppe Wolf zufolge sind die Nutztierrisse durch den Wolf im laufenden Jahr im Kanton Graubünden stark rückläufig. Im Kanton Wallis sind die Risse etwas geringer ausgefallen als im Vorjahr und in den Kantonen Waadt und St. Gallen nahmen die Nutztierrisse zu.

Gestützt auf Zahlen des Bundesamts für Umwelt und der Stiftung Raubtierökologie und Wildtiermanagement (Kora) sagt die Gruppe Wolf auch, dass im laufenden Jahr pro Wolf im Durchschnitt vier Nutztierrisse zu verzeichnen sind. Im Jahr 2020 waren es neun und im Jahr zuvor deren sechs.

Beschwerden hängig

Der Bundesrat beschloss Anfang November, dass Wölfe ab Dezember dieses Jahres auch vorbeugend abgeschossen werden dürfen - die rasante Ausbreitung des Wolfes habe bisher nicht gestoppt werden können. Die Kantone Wallis und Graubünden erliessen in der Folge Abschussverfügungen für insgesamt 78 Wölfe.

Drei Umweltorganisationen erhoben in der Folge gegen einen Teil dieser Abschussverfügungen Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Bund und Kantone missachteten den Grundsatz der Verhältnismässigkeit und die wichtige Rolle, die das Raubtier im Waldökosystem spiele. Diese Beschwerden sind noch hängig. (sda)

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12 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Fklroo
30.12.2023 21:44registriert November 2019
Die Thematik mit dem Wolf ist mittlerweile so politisch motiviert, dass Fakten keine Rolle mehr spielen!
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Wusu
31.12.2023 09:47registriert Juli 2022
Wir bestrafen den Wolf dafür, dass er sich artgerecht verhält, anstatt dafür zu sorgen dass er keinen Zugang zum Futter (unsere Nutztiere) hat. Das ist aufwändig und kostet auch was…abknallen ist einfach billiger…
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Monsterius1
30.12.2023 21:59registriert März 2023
Gut so.
Diese Abknallerei bringt nichts als Schaden. Durch mehr Jungwölfe, die durchkommen und wandern, werden mehr Krankheiten verbreitet, es gibt Instabilität und verzweifelte Wölfe, welche eher Nutztiere reissen.
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