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Die Gewitter-Bilanz des Sommers 2024: 320'036 Blitze über der Schweiz

ARCHIV -- Blitze ueber Bern am 27. Juni 2017. Ein Team um Farhad Rachidi von der ETH Lausanne (EPFL) hat eine Methode entwickelt, um Blitzeinschlaege für die naechsten 10 bis 30 Minuten in einem Radiu ...
Ein heftiger Blitz über Bern: Hier gingen im Sommer 2024 die meisten Blitze nieder.Bild: KEYSTONE

40-mal stärker als normal: Hier ging der heftigste Blitz des Sommers 2024 nieder

05.09.2024, 15:2706.09.2024, 09:42

In diesem Sommer hat es gefühlt an den meisten Tagen gewittert. Tatsächlich wurden über die letzten drei Monate aber weniger Blitze über der Schweiz registriert als noch im Vorjahr. 320'036 Blitze waren es 2024, das sind rund 40'000 weniger als noch 2023, wie MeteoNews unter Berufung auf das Blitzortungssystem LINET (Lightning Detection Network) von nowcast berichtet.

Doch in welchem Kanton hat es am meisten geblitzt und gedonnert? Und in welcher Gemeinde ging der stärkste Blitz des Sommers nieder?

Hier hat es am meisten geblitzt

Der Kanton Bern wurde mit 46'412 Blitzen am meisten getroffen. Das entspricht knapp 15 Prozent aller Blitze des Sommers über der Schweiz. Am wenigsten getroffen – wegen der kleinen Kantonsfläche – wurde Basel-Stadt. Die Blitzdichte (Blitze pro Quadratkilometer) war besonders im Flachland hoch, wie diese Karte von MeteoNews zeigt:

Die Blitzdichte der Schweiz im Sommer 2024.
Die Blitzdichte der Schweiz im Sommer 2024.Bild: meteonews

Die höchste Blitzdichte wiesen die Gemeinden Gonten im Kanton Appenzell-Innerrhoden (59,3 pro Quadratkilometer) und Hundwil in Appenzell-Ausserrhoden (58,8) auf.

Hier waren die Blitze besonders stark

Doch Blitz ist nicht gleich Blitz, wie die Auswertung weiter zeigt. Der stärkste Blitz des Sommers 2024 wurde im Kanton Graubünden, genauer in Brusio, gemessen. Die Stromstärke betrug 286'000 Ampere, was etwa dem 40-fachen des Durchschnittswertes für einen Blitz (7310 Ampere) entspricht.

Mit welcher Heftigkeit ein Blitz auf der Erde aufschlägt, hängt von mehreren Faktoren ab. So spielen dabei die elektrische Ladung in der Wolke selbst, die Länge des Blitzkanals, die herrschende Luftfeuchtigkeit sowie die Art des Blitzes eine Rolle.

Je länger der Blitzkanal, desto mehr Energie verpufft auf dem Weg zur Erde. In feuchter Luft werden elektrische Ströme besser weitergeleitet als in trockener. Was die Art des Blitzes betrifft, gibt es zwei: Wolken-Erde-Blitze und Wolken-Wolken-Blitze. Erstere schlagen auf der Erde ein, letztere gehen aus den Wolken nach oben ab und sind im Schnitt deutlich stärker. (leo)

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Spektakuläre Bilder von Blitzen aus der ganzen Welt
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