Ab sofort: Ostschweizer Kantone schränken den Verbrauch von Wasser ein
Im Kanton St.Gallen ist ab sofort bei Oberflächengewässern die Entnahme von Wasser eingeschränkt. Damit wird auf die zunehmende Trockenheit reagiert. Die gleiche Massnahme gilt im Thurgau seit letzter Woche.
Auf die zunehmende Trockenheit reagieren die Ostschweizer Kantone mit ersten Massnahmen. Der Fachstab Trockenheit des Kantons St.Gallen geht von der Gefahrenstufe 3 und damit von erheblicher Gefahr aus. Die Situation sei mit derjenigen in den Rekordsommern 2003 und 2018 zu vergleichen, teilte der Kanton am Dienstag mit.
In den vergangenen Wochen fingen zudem mehrmals Hecken Feuer, während daneben Unkraut verbrannt wurde.
Die Polizei rät grundsätzlich dazu, Grills, Asche und Feuer von trockenen Pflanzen fernzuhalten. Kinder und Tiere sollen nicht im Auto zurückgelassen werden, auch nicht bei leicht geöffnetem Fenster oder im Schatten, da dieser wandert. Beim Abkühlen im Wasser ist ebenfalls Vorsicht geboten. Und auch in den Bergen ist es heiss. Wer unterwegs ist, sollte deshalb immer genügend Trinkwasser bei sich haben.
Ab sofort ist der Gemeingebrauch von öffentlichen Oberflächengewässern im gesamten Kanton eingeschränkt. Das bedeutet, dass die Wasserentnahme auf dem gesamten Kantonsgebiet ohne Bewilligung untersagt ist.
Es gibt allerdings verschiedene Ausnahmen. Dazu gehören unter anderem der Bodensee, Walensee und der Zürichsee oder etwa auch der Alpenrhein oder die Linth und der Linthkanal. (sda)
