In den letzten Tagen haben sich die meisten wohl bereits daran gewöhnt, dass am Morgen vor der Arbeit das Wetterradar geprüft wird und der Regenschirm mit ins Gepäck kommt – für alle Fälle.
Denn Regen ist in diesen Tagen in allen Teilen der Schweiz ein ständiger Begleiter – mal mehr, mal weniger.
Doch warum ist das Wetter in der Schweiz in letzter Zeit so unbeständig?
Die Antwort auf diese Frage ist eigentlich ganz simpel: In den letzten Tagen (und Wochen) konnte sich in der Schweiz kein beständiges Hochdruckgebiet etablieren und somit auch kein beständiges Wetter.
Aber woran liegt das? Roger Perret von MeteoNews sagt gegenüber watson: «Unter anderem ein Grund sind Troglagen westlich der Schweiz, die immer wieder zu uns durchgriffen.»
Dies hatte zur Folge, dass der Jetstream vor allem über Westeuropa sehr südlich verlaufen sei, «was bei uns für entsprechend feuchte Bedingungen und kühle und veränderliche Witterung sorgte», so Perret.
Die grosse Frage ist nun also, bleibt es weiterhin so unbeständig? Oder kann sich in nächster Zeit – auch mit Hinblick auf den EM-Start am Freitag – ein beständiges Hoch etablieren?
Gemäss Perret ist das schwierig vorauszusagen: «Zu Beginn der Woche wird es vorübergehend sommerlich warm, danach scheint es aber wieder abzukühlen.»
Ein stabiles Hoch sei frühestens nach dem 20. Juni zu erwarten, aber auch diese Voraussage ist gemäss Perret mit Vorsicht zu geniessen. Langfristige Prognosen zu einem allfälligen beständigen Hochdruckgebiet sind also kaum möglich.
Das Einzige, was bleibt, ist der ständige Blick aufs Wetterradar.
Na wenn dies das grösste Problem ist, geh ich wieder schlafen.
#teamwetter