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In Zürich wütete das Unwetter gegen 2 Uhr morgens.
In Zürich wütete das Unwetter gegen 2 Uhr morgens.
Bild: keystone

Kurz vor 2 Uhr hätte Zürichs Unwetternacht fast einen Uraltrekord gebrochen

In der Nacht wütete ein Unwetter über Zürich. Als die grösste Stadt des Landes erwachte, zeigten sich in einigen Kreisen die Schäden. Doch wie viel Regen fiel wirklich? Wir haben bis zum Messbeginn vor 40 Jahren zurückgeschaut.
13.07.2021, 14:3513.07.2021, 15:10
Reto Fehr
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So eine Nacht haben viele Zürcher noch nie erlebt. In der Stadt tobte gegen 2 Uhr ein Unwetter. Auch die Messstationen von MeteoSchweiz belegen dies.

Insbesondere in Zürich-Affoltern ging innert 24 Stunden (06:00 bis 06:00 Uhr) so viel Wasser nieder wie selten zuvor im Juli. Die 41,5 Millimeter von der Nacht auf Dienstag wurden im Sommermonat Juli seit Messebeginn nur viermal übertroffen (1993, 2001, 2009, 2010). Den 24-Stunden-Rekord von 1993 (64,4 Millimeter) unterbot die Unwetternacht allerdings deutlich. 2016 gab es an der Messstation letztmals über 40 Millimeter innert 24 Stunden. Die höchste Niederschlagsmenge innert 24 Stunden in einem Sommermonat (April bis September) verzeichnete MeteoSchweiz im August 2007 mit 73,5 Millimetern.

Magenta: Die 24-Stunden-Niederschlagsmenge war mindestens so hoch wie in der Nacht auf Dienstag.

Auffallend ist insbesondere die Zeit von 01:50 bis 02:00 Uhr. Klimatologe Stephan Bader von MeteoSchweiz blickte für uns in die Vergangenheit: «Das ist an diesem Messstandort die zweithöchste 10-Minuten-Summe seit Messbeginn 1981.» Einzig am 27. Mai 1988 ging innert 10 Minuten mit 30,3 Millimetern mehr Regen nieder.

Andere Messstationen in und um die Stadt meldeten deutlich weniger Niederschlag. In Zürich-Fluntern gab es 29,9 Millimeter innert 24 Stunden – das kommt im Juli im Schnitt alle zwei Jahre vor. Auch in Fluntern stammt der Juli-Rekord von 1993 (66,1mm).

>> Hier gibt es alle Wetter-Entwicklungen in der Schweiz der letzten Tage

Magenta: Die 24-Stunden-Niederschlagsmenge war mindestens so hoch wie in der Nacht auf Dienstag.

In kurzer Zeit fiel also viel Regen, über 24 Stunden war es allerdings nicht aussergewöhnlich viel. Weil die Böden aber durch die Regenfälle der letzten Tage eh schon durchnässt sind, wird die Lage zusätzlich verschärft. Kombiniert mit den maximalen Windböen von 105,8 km/h in Zürich-Affoltern konnte es wohl auch daher einige Bäume umknicken.

Und wie geht es weiter? Überstanden ist die Wetterfront noch nicht. Nach viel Regen heute dürfte der Mittwoch etwas ruhiger werden. Für Donnerstag und Freitag sind für weite Regionen der Schweiz Niederschläge bis Stufe 3 (von 5) möglich. Stephan Bader sagt daher: «Was am Donnerstag kommt, ist dann vielleicht noch einmal eine andere Liga. Alle Reservoirs sind voll. Dann braucht es nicht mehr viel und es kommt zu (weiteren) Überschwemmungen.»

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