Schweiz
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Ein Bau-Unternehmer erzählt, wie er mit Einsprachen erpresst wird 

Bernhard S. erzählt, wie findige Nachbarn das Einsprache-Recht zu Geld machen. Bild: AP

watson



Was ist «Was ich wirklich denke»?

Wir gestehen: Bei der Idee für «Was ich wirklich denke» haben wir uns schamlos beim Guardian-Blog «What I'm really thinking» bedient. Wir mussten fast, denn die Idee dahinter passt wie die Faust aufs Auge zu unserem alten Claim «news unfucked». Es geht darum, Menschen, Experten, Betroffene anonym zu einem Thema zu Wort kommen zu lassen, ohne dass diese dabei Repressalien befürchten müssen. Roh und ungefiltert. Und wenn du dich selber als Betroffener zu einem bestimmten Thema äussern willst, dann melde dich bitte unter wasichdenke@watson.ch.

Die Namen unserer Gesprächspartner sind frei erfunden.

Die Unverfrorenheit der Einsprecher lässt einen manchmal schon an der Menschheit zweifeln. Mich als Bauunternehmer mit grossen Bauvorhaben kostet jede Verzögerung eines Projekts viel Geld und das wissen die.

Das macht mich zum leichten Opfer für diese aufmerksamen Nachbarn oder deren Anwälte. Wenn die innerhalb der gesetzlichen Frist mitkriegen, dass in ihrem Anrainertum etwas gebaut werden soll, dann wissen die um ihre Machtposition.

Es ist ja nicht so, dass ein Bauherr sagt «jetzt baust du mal und am Schluss schauen wir dann, wie hoch dein Aufwand und Ärger war und das gelte ich dann ab». Die Kosten werden im Voraus kalkuliert und jede Verzögerung schmälert meine Rendite. Ich will hier nicht in die Details der Berechnung gehen und den Schlaumeiern eine Anleitung geben, aber wer sich ein wenig auskennt, kann schnell ausrechnen, was mich bei einem Projekt eine Verzögerung von einem halben oder einem Jahr kostet.  

Und so lange dauert es sofort, wenn jemand eine Einsprache gegen ein Bauvorhaben einreicht, ob die aussichtsreich ist oder nicht, spielt da auch erst einmal keine Rolle.

«Es wird dann angedeutet, dass man gegen diese oder jene Gegenleistung auf eine Einsprache verzichten könne.»

Entsprechend wird uns dann angedeutet, dass man gegen diese oder jene Gegenleistung auf eine Einsprache gegen ein Bauvorhaben verzichten könne, um den Projekt-Zeitplan nicht zu gefährden. Manchmal ist das moralisch legitim und gesetzlich auch unproblematisch, wenn jemand gegen eine Zahlung von zehn- oder fünfzehntausend Franken auf eine Einsprache verzichtet. Man bezahlt diese Partei dann auf dem Papier für die dauerhafte Duldung von Nachteilen, die ihr aus dem Projekt entstehen. Stichwort: Schattenwurf. Das ist ja oft bei Turm-Projekten oder Stadien, wie jetzt in Zürich ein Thema. 

Ob diese Nachteile nur gefühlt oder tatsächlich vorhanden sind, klärt man dann natürlich nicht erst juristisch ab, das ist ja der Sinn der Sache. Man zahlt, damit man juristische Auseinandersetzungen vermeidet.

Die Zahlung von Summen in dieser Grössenordnung ist für viele Bauunternehmer und Bauherren courant normal, man kauft so wertvolle Zeit. Es kommt aber auch oft genug vor, dass man schlicht und einfach erpresst wird.

Einmal hat uns ein Nachbar eines Projekts, selbst ein Bauunternehmer, dargelegt, dass er durch unsere Baustelle mit Immissionen konfrontiert sein werde, was ihm Reinigungskosten für seine Fenster verursache. Darüber könne er aber ohne Probleme hinwegsehen, wenn man ihn einfach mit einem Auftrag innerhalb des Projekts berücksichtigen würde. 

In der Zeitnot sind wir darauf dann auch eingestiegen, haben aber ansonsten jegliche Beziehungen zu dieser Partei abgebrochen. 

Das ist gar nicht so selten, dass Bauunternehmer als Anrainer einfach Aufträge verlangen, um auf Einsprachen zu verzichten. Kurzfristig mag sich das lohnen, aber langfristig nicht. Das spricht sich herum, und wir Bauunternehmer setzen diese Firmen auf schwarze Listen. 

Es sind aber beileibe nicht nur Profis und Leute vom Fach, die solche Spielchen spielen. Bei einem anderen Projekt hatten wir sogenannte Bestandesbauten, also Gebäude, die schon stehen und die man in ein neu zu bauendes Projekt integrieren muss. Die Mieter dieser Gebäude hatten mit dem Bauherren noch eine alte mietrechtliche Rechnung offen, auf die sie anlässlich der Baubewilligungen wieder zurückkamen. 

«Eigentlich sollte man solche Leute anzeigen und strafrechtlich verfolgen.»

Da wird dann auch nicht gross drumrum geredet oder kaschiert. Die Forderungen sind per Anwalt und schriftlich beim Bauherrn eingetroffen und die Formulierung war auch relativ sec. Entweder der Bauherr lenke im Mietrechtsstreit nachträglich ein und leiste zudem die Zahlung einer erklecklichen Summe, oder man könne sich nicht vorstellen, über die aus Sicht der Mieterschaft gerechtfertigten Einsprache-Gründe hinwegzusehen.  

Eigentlich sollte man solche Leute anzeigen und strafrechtlich verfolgen, wenn sie zu gierig werden. Das ist nicht ohne Aussicht. Ein Bauunternehmer mit mehreren Liegenschaften in direkter Nachbarschaft zu einem Grossprojekt hat beispielsweise von einem Bauherren verlangt, dass dieser ihm im Gegenzug für einen Einspracheverzicht eine seiner Liegenschaften komplett saniert. Der ist dann auch letztinstanzlich wegen Erpressung verurteilt worden. 

Die Medien berichten immer wieder über Fälle, in denen Bauherren oder Generalunternehmungen erst auf die Forderungen eingehen und danach eine Anzeige wegen Erpressung machen. Dann ist es an den Gerichten zu urteilen, ob einer aus leicht finanziell motivierter Kulanz von seinem legitimen Recht auf eine Einsprache zurückgetreten ist oder jemand seine sogenannte Rechtsmittelbefugnis schlicht zur Erpressung eines Bauherren missbraucht hat.

Auch wenn man es konsequent und immer machen sollte, verzichte ich am Ende doch meistens auf eine Anzeige. Man hat einfach noch genug anderes zu tun, als sich in Gerichtssälen mit Anwälten herumzuärgern. 

(Aufgezeichnet von watson)

Spielregeln:

Kommentare sind wie immer sehr erwünscht. Kommentare, welche die Identität des Protagonisten zu entlarven versuchen, werden allerdings nicht freigeschaltet.

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    Alle Leser-Kommentare
  • ReziprokparasitischerSymbiont 28.11.2018 22:34
    Highlight Highlight Ich kenne ein Projekt, welches aufgrund einer absolut unberechtigten Einsprache schlussendlich nicht umgesetzt werden konnte, da die Einspracheverhandlungen so lange gedauert haben, dass der Investor abgesprungen ist.

    Schon krass, dass man ein Projekt aus persönlichen Interessen so torpedieren kann, dass es bachab geht, ohne dass rechtlich gesehen irgendetwas gegen das Projekt sprechen würde :(
  • Wege einisch 27.11.2018 23:36
    Highlight Highlight Das hauptsächliche Problem darin liegt das hauptsächlich Generalunternehmungen so naiv sind und diese GLeute bestechen. Wenn GU's nicht darauf eingehen würden hätten sie evtl. Verzögerungen jedoch interessieet diese das letztlich weniger als defakto das das Gebäude gebaut werden kann.
  • Thurgauo 27.11.2018 22:03
    Highlight Highlight Jeder der mit der Branche zu tun hat kennt es. Einfach eine absolute Sauerei, grundsätzlich sind ja Einsprachen was sinnvolles, aber so wie das heute ausgenutzt wird... Da sollte sich die Politik vielleicht etwas überlegen. Ich finde es einfach eine Sauerei, bei was für einfachen Bauten teilweise Einsprachen eingehen, sogar bei einem Hasenstall, weil er 10 cm zu nahe an der Grundstücksgrenze steht und so Müll... Aber ja, auch bei solchen Projekten wie im Artikel beschrieben, praktisch unmöglich ohne Einsprache durchzukommeb heutzutage.
  • Mizzi 27.11.2018 21:16
    Highlight Highlight Tja, jeder will das schnelle Geld, und dazu sind alle Mittel recht.

    Auf die andere Seite schadet es diesen Immobilienhaien nicht, wenn sie ein bisschen Gegenwind haben.
    Lösen sie doch aus so grossen Überbauungen meistens sehr hohe Gewinnbeträge, welche dann wiederum zum oberen 1 Prozent fliessen... Nämlich jene, die das nötige Kleingeld haben um zu investieren.

    Man darf auch nicht vergessen, dass auf der Baustelle zwecks möglichst hoher Investitionsrendite an jeder Ecke gespart wird. Meistens gewinnt die billigste Offerte und die Konsequenz spürt dann der einfache Büezer - hinten rechts.
  • R00N3Y 27.11.2018 19:16
    Highlight Highlight Mit dem Herrn hab ich kein Verbarmen. Die Schweizer Baubranche gleicht der Mafia, die in den Anzügen verdienen sich eine goldige Nase, die Handwerker schuften jeden Tag für die ‚Brösmeli‘ vom Kuchen..
    Plant doch einfach mal genug Zeit ein für ein Bauprojekt (oder Bau mal mit deinen eigenen Händen), die Handwerker würden es dankend annehmen und wir könnten uns dieses Gejammer ersparen!
  • Jockerman 27.11.2018 19:04
    Highlight Highlight Das Problem gibt es seit Ewigen Zeiten.
    Das zeigt nur keiner mag dem anderen wass gönnen,jeder ist neidisch auf den anderen.
    Darum wundert's mich nicht das die bespitzelung s Initiative angenommen wurde.
  • Bobby_B 27.11.2018 18:51
    Highlight Highlight - Wenn der Nachbar ein Unternehmen hat, gehört das einfach dazu dass er in der Offerte beigezogen wird. ("Kriegst den Auftrag für die drittgünstigste Offerte")
    - Arbeite auf dem Bau. Nach meiner Erfahrung geschehen die meisten Einsprachen, weil der Nachbar überhaupt nicht Informiert wird, spätestens wenn dann das Baugespahn steht. Sich mal vorstellen und sagen dass man vorhat zu Bauen ist das Mindeste.
    - Am zweithäufigsten aus Finanziellen Interesse ja.
  • olmabrotwurschtmitbürli 27.11.2018 18:26
    Highlight Highlight Also eine Entschädigung für durch das Bauprojekt verursachte Beeinträchtigungen zu verlangen, ist noch keine Erpressung - auch wenn ein Bauunternehmer das natürlich ärgerlich findet.
    • pumpkin42 27.11.2018 21:59
      Highlight Highlight Das ist richtig, idealerweise im gegenseitigen Einvernehmen, im Voraus festgelegt. Wenn dann aber ohne Vorwarnung Forderungen in ungerechtfertigter Höhe kommen schadet das der guten Nachbarschaft viel heftiger und länger als notwendig.
  • crapunsel 27.11.2018 17:35
    Highlight Highlight 🤮

    ich bin gerade unterwegs nach „menschenhass“. wer eine mitfahrgelegenheit sucht, darf paradoxerweise bei mir einsteigen 👍🏼

    ist das so schwieirg sich zu benehmen, in einer welt in der man nun mal nicht alleine ist? wenigstens für einen tag. mit anstand und respekt den anderen gegenüber 🥺


    • häxxebäse 27.11.2018 23:52
      Highlight Highlight
  • Helona 27.11.2018 17:32
    Highlight Highlight Beim Lesen dieses Artikels und einiger Komnentare bekam ich den Eindruck in einer Bananenrepublik zu leben. Übel, was da do abläuft. Und die Betroffenen sind diesen Machenschaften völlig ausgeliefert.
  • Conguero 27.11.2018 17:19
    Highlight Highlight Das ist nicht neu und gewisse Organisationen nutzen das Verbandsbeschwerderecht, um sich auf diese Weise zu finanzieren.
  • pumpkin42 27.11.2018 17:10
    Highlight Highlight Erleben wir gerade mit den Nachbarn, die nach einem bewilligten Umbau nun mit Anzeige und Gericht drohen aufgrund der Immissionen. Ansonsten können man das ja auch mit einer "Inkonvenienzentschädigung" von einigen Tausend Franken regeln... Keine Aussprache, keine Beurteilung durch das Bauamt etc. Falls sie dereinst selber umbauen möchten sind sie jedoch wesentlich mehr auf unseren Goodwill angewiesen als umgekehrt. Manchmal überlegen Leute nicht über ihre Nasenspitze hinaus.
  • Hans Jürg 27.11.2018 17:08
    Highlight Highlight Das war schon vor ein paar Jahrzehnten so. Wenn ein Bauherr in der Nachbarschaft baute, verlangte man die Sanierung der eigenen Fassaden auf seine Kosten.
    Wollte er näher, als eigentlich erlaubt an mein Grundstück bauen, verlangte ein paar Garagenplätze in der zu bauenden Tiefgarage - gratis selbstverständlich.
    Und wenn der Nachbar/Bauherr nicht wollte, dann zog man halt die Rekurse bis zur letzten Instanz duch im Wissen, dass man so das Projekt abwürgt.

    Da hat sich loffenbar eider seither nicht viel geändert.
  • Alex_Steiner 27.11.2018 16:17
    Highlight Highlight Das ist ne gute Idee. Danke für den Tipp.
    • Bündn0r 27.11.2018 17:38
      Highlight Highlight Sofern Sie NIE bauen wollen und auch sonst auf keinen Goodwill der Nachbarn angewiesen sind vielleicht ja.
      Als noraler Bürger nein... Ich geniesse die Freundschaft, Grilladen, Biere etc mit den Nachbarn lieber als ein paar hinterhältig verdiente Rubel.
  • meine senf 27.11.2018 16:15
    Highlight Highlight Dass man eine Einsprache einlegen kann, ist doch im Prinzip ein gutes Recht, das man hat. Wenn der Einsprache stattgegeben wird, wurde ja tatsächlich eine Bestimmung verletzt. Wenn diese Bestimmung unverhältnismässig oder schwammig ist, dann sollte die geändert werden, aber nicht das Recht, auf ihr zu beharren. Und wenn keine Bestimmung verletzt wurde, wird der Einsprache ja auch nicht stattgegeben.

    Das Problem ist aber,dass auch chancenlose Einsprachen zu Verzögerungen führen und man das erpresserisch nutzen kann.Am besten wäre wenn Einsprachen einfach viel schneller behandelt werden könnten
  • Posersalami 27.11.2018 16:09
    Highlight Highlight Uns zocken Nachbarn in ihren kleinen Häusschen regelmässig ab, weil wir 10m unter ihrem Keller ein paar Anker zur Böschungssicherung einbauen müssen. Die Anker werden natürlich vor dem Hinterfüllen entspannt und eine vertragliche Zusicherung die Rückzubauen wenn die mal 3 Kellergeschosse bauen wollen reichen nicht. Nein, da werden ständig 20-30 oder 40k sfr gefordert für das Recht 10m unter ihrem Keller zu bohren. Unfassbar dreist, aber was will man machen..
    • sags nit 27.11.2018 20:01
      Highlight Highlight würde mich interessieren, wie tief eine parzelle rechtlich definiert ist, gibt es da eine regelung? parzellen werden ja nicht in m3 gemessen... weisst du da mehr?
  • Lienat 27.11.2018 16:08
    Highlight Highlight Wieder mal ein Beispiel für den Missbrauch unseres Rechtssystems.
  • aligator2 27.11.2018 16:06
    Highlight Highlight In der klassischen Verhaltenstheorie nennt man das externe Effekte internalisieren und ist oft durchaus berechtigt. Was darüber hinausgeht kann durch den Anwalt geregelt werden, da Erpressung. Hilft aber wenig, wenn es eine Vorgeschichte hat.
  • Linus Luchs 27.11.2018 15:52
    Highlight Highlight Ich bin weder Jurist, noch Versicherungsfachperson, aber spontan ist mir gerade folgender Tipp an die Bauherren eingefallen:

    Schaffen Sie doch einen Fonds, der von Bauherren gäufnet wird. Mit diesem Fonds werden Juristen bezahlt, welche den Aufwand im Verfahren gegen Einspracheerpresser übernehmen. Jeder Bauunternehmer, der sich am Fonds mit einem Jahresbeitrag beteiligt, kann Erpresser konsequent anzeigen und die Juristen in Anspruch nehmen. Die Idee geht wohl in Richtung Rechtsschutzversicherung.
    • The Writer Formerly Known as Peter 27.11.2018 17:10
      Highlight Highlight Finde die Idee noch bestechend! Aber am besten würde wohl eine bestehende Rechtschutzversicherung ein Angebot für Bauherren bzw. Bauunternehmer ausarbeiten.
    • Gapunsa 27.11.2018 22:02
      Highlight Highlight Das Problem sind nicht die Kosten der Rechtsverfahren, sonder die welche durch die Verzögerung entstehen.
  • Chili5000 27.11.2018 15:51
    Highlight Highlight "Die Firma von Bernhard S. hat den Sitz nicht in Graubünden" Ich fühle mich als Graubündner etwas angegriffen liebes Watson Team... :)
    • Lauv 27.11.2018 16:06
      Highlight Highlight @Chilli: Ich weiss ja nicht von wo in GR du (angeblich) herkommst aber wir bezeichnen uns selber als "Bündner". Schöns Tägli und viva la grischa.
  • River 27.11.2018 15:39
    Highlight Highlight Mir kommen die Tränen...
    • Neuromancer 28.11.2018 07:24
      Highlight Highlight Cry me a river.
  • Charlie B. 27.11.2018 15:32
    Highlight Highlight Ich würde den Spiess gleich umdrehen und mit einer Anzeige wegen Erpressung drohen.
  • V-REX 27.11.2018 15:28
    Highlight Highlight Leider auch schon erlebt. Allerdings war der Bauherr nicht ganz unschuldig weil er damals, als seine Nachbarn bauen wollten, dasselbe abgezogen hat. Die haben sich jetzt einfach das Geld wieder zurück geholt. Plus noch etwas als Entschädigung oben drauf.
  • tzhkuda7 27.11.2018 15:27
    Highlight Highlight Hatten einen ähnlichen Fall, als wir unser altes Gartenhaus abrissen und durch ein neues Holzhäusschen ersetzen wollten, welches 20 cm höher war dafür aber weniger lang

    Der Nachbar meinte, wenn wir ihm einen 2000.- CHF Feriengutschein bringen, würde er davon absehen. Zum Glück musste der Depp seine Garage sanieren welche nun Platz für 2 Autos bieten sollte.

    Entsprechend machten wir ihn darauf aufmerksam, das er wohl eher auf seine Garage angewiesen ist ohne Parkplätze , als wir auf das Häuschen ;-)
    Sein Geschenkkorb war reichlich gefüllt, der Merlot steht noch heute bei uns im Regal. XD
    • Against all odds 27.11.2018 15:44
      Highlight Highlight Und wieso wollte er Einsprache einlegen? Wenn das Projekt baurechtlich in Ordnung ist, gibt es auch keine Einsprachegründe. Oder ging es evtl. um ein Näherbaurecht?
    • Oh Dae-su 27.11.2018 15:56
      Highlight Highlight Soweit ich weiss, kann man als Anrainer immer Einsprache gegen ein Bauvorhaben erheben. Ob diese dann berechtigt war, wird erst später entschieden.
    • Lami23 27.11.2018 16:32
      Highlight Highlight Einsprache kann man immer machen. Das ist es ja.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ninjabonsai 27.11.2018 15:26
    Highlight Highlight Zeigt doch wieder das die Welt nur im Gegeneinander funktioniert. Frauen gegen Männer, Alt gegen Jung, "Ausländer" gegen "Einheimisch", Arm gegen Reich etc etc

    Die Menschheit würde gewaltige Schritte voraus machen, wenn sie ein bisschen (nur ein bisschen!) mehr ZUSAMMEN Arbeiten würden. Kompromisse eingehen. Aber das werde ich nicht mehr erleben.
    • marsel 27.11.2018 16:38
      Highlight Highlight Würde heissen der Immobilien Investor beteiligt mich auch ein bisschen an der Traumrendite, die er erzielt? 😏

      Ich mag, wie du denkst, aber es hat leider wenig mit der Realität zu tun...
  • Bits_and_More 27.11.2018 15:24
    Highlight Highlight Ein älterer Patron erzählte mir, dass es zu seiner Zeit Gang und Gäbe war, diversen Umweltverbänden regelmässig zu spenden. Dann gab es bei neuen Projekten keine Einsprachen.

    Ob die Geschichte wahr ist, kann ich weder Beweisen noch Widerlegen. Vorstellbar wäre es aber sicher.
    • Nguruh 27.11.2018 16:48
      Highlight Highlight Was haben Umweltverbände mit Einsprachen von Nachbarn zu tun?
    • Nilda84 27.11.2018 19:32
      Highlight Highlight @Nguruh - eine Partei weniger, mit der man sich rumschlagen müsste...
    • Bits_and_More 27.11.2018 19:53
      Highlight Highlight @Nguruh:
      Im Artikel geht es vor allem um die Erpressung durch Einsprache, in diesem Beispiel von Nachbarn. In meinem ist das Szenario sehr ähnlich, nur dass der Akteur ein Umweltverband ist.
      Das hier sehr ähnliche Taktiken bestehen, liegt doch irgendwie auf der Hand, oder?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sauäschnörrli 27.11.2018 15:24
    Highlight Highlight Bei uns im Thurgau wollen sie eine komplette Klinik bauen, da die alte der grösse und den Anforderungen nicht mehr gerecht wird. Die Besitzer der alten Liegenschaft kassieren im Moment eine sechsstellige Monatsmiete. Nun ist „ein Freund“ der Besitzerin neben die Baulandparzelle gezogen und hat Einsprache erhoben. Mittlerweile hat er einen gut bezahlten Job in ihrem Unternehmen. Win-Win. Leiden tun einfach die Kranken, aber who cares.
    • Patrick Toggweiler 27.11.2018 16:51
      Highlight Highlight Wo ist das, wenn man fragen darf?
    • Stutz 27.11.2018 19:53
      Highlight Highlight Nehme an es handelt sich dabei um ein in privates Projekt neben dem Kantonsspital in Münsterlingen.
  • Slavoj Žižek 27.11.2018 15:21
    Highlight Highlight Danke für den Tipp. 😅
  • Spama Lotto 27.11.2018 15:19
    Highlight Highlight Wirklich? Ein GU/TU, der jammert, dass er übers Ohr gehauen werde? Jetzt habe ich aber ganz, ganz viel Mitleid....

    Aber nur als kurze Nachfrage, wegen dem linken Verhinderungsclub VCS oder den faulen Beamten oder den linksgrünversifften Baumumarmern von Ökoverbänden:
    Wie gross ist deren Anteil an Einsprachen an der Gesamtzahl?
    Und wie oft wurden die schon wegen Erpressung verurteilt im Vergleich zu den Privaten?
    Und wenns dann vor Gericht geht: Wie oft gewinnt der arme GU/TU gegen die und wie oft gegen die Nachbarn verhältnismässig?
    Eben....
    • kanu 27.11.2018 15:55
      Highlight Highlight Nun mit Verbänden ist es etwas anders gewickelt, aber das weisst du ja sicher selber.
    • Hellrodder 27.11.2018 18:28
      Highlight Highlight Ja diese verdammten umweltschützer immer, nur auf den eigenen vorteil bedacht. Und dann noch linksgrün versifft. Wo soll das noch enden....
    • Spama Lotto 28.11.2018 10:00
      Highlight Highlight Hellrodders Zynismus wird wohl besser verstanden als meiner.... Ich probiers das nächste mal noch ein wenig deutlicher... Aber irgendwie werden meine Beiträge leider nicht freigeschaltet...
  • Raphael Conca 27.11.2018 15:10
    Highlight Highlight Unglaublich dreist.
    Das wusste ich gar nicht.
  • Eron 27.11.2018 15:09
    Highlight Highlight Das Baugewerbe hat etwas mafiöses. Doch darin verstrickt sind auch Gemeinden und Kantone. Wer hat nicht schon erlebt, dass der neue Gemeindepräsident Gestaltungspläne umwirft und Anrainer vor den Kopf stösst und alte Vereinbarungen zwischen den Parteien plötzlich nichtig sind. Oder wer kennt nicht jemanden, der von einer Baufirma von vornherein unter Druck gesetzt wird. Es klingelt an der Türe und jemand hält einem ein Papier vor die Nase das man gefälligst unterschreiben soll (genau so passiert). Bau ist nicht Wirtschaft, Bau hat mehr mit Kriminalität gemein.
    • Alterssturheit 27.11.2018 15:44
      Highlight Highlight Deine Aussagen scheinen mir schon etwas übertrieben. Ich bin im Bau-nahen Umfeld tätig und pauschal "mafiöses" zu unterstellen...??
      So als ob jeder Barbetreiber ein potenzieller Drogendealer wäre. Kann auch nicht sein, oder.
    • Señor Ding Dong 27.11.2018 16:56
      Highlight Highlight Wenn man etwas genauer hinschaut, trifft das auf jede Branche zu. Ist nicht mal zynisch gemeint.

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