Schweiz
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Anzahl Jahre vom Bauentscheid bis zur Stadion-Eröffnung. grafik: watson

Stade de Murks: So lange dauerte es, bis die Schweizer Fussballstadien eröffnet wurden đŸ˜Ź

Nach dem Ja zum neuen Hardturm-Stadion stellt sich die grosse Frage: Wie lange dauert es, bis im ZĂŒrcher Fussballtempel der erste Ball rollt? Ein Blick auf die hĂŒrdenreiche Geschichte der anderen Schweizer Fussballstadien zeigt: Es kann lange dauern, sehr lange. 



Mit 53,8 Prozent haben die ZĂŒrcher StimmbĂŒrger am Sonntag grĂŒnes Licht fĂŒr den Bau des neuen Hardturm-Stadions gegeben. Einsprachen könnten den Baustart aber um Jahre verzögern, der wohl frĂŒhestens 2020 erfolgt. 

Ausser in Sion und Lugano verfĂŒgen alle Clubs der Super League ĂŒber mehr oder weniger neue Fussball-Tempel. Doch diese Projekte waren oftmals eine Zangengeburt, wie ein Überblick zeigt. 

St.Jakob-Park, Basel

KapazitĂ€t: 38,512 Zuschauer (bei Eröffnung 33'000)
Kosten (inklusive Mantelnutzung): 240 Millionen

epa05297698 (FILE)  An general view of the soccer stadium St. Jakob Park in Basel, Switzerland, September 17, 2007. The stadium will host the UEFA Europa League final on 18 May 2016.  EPA/MARTIN RUETSCHI

Bild: EPA/KEYSTONE FILE

In der fussballverrĂŒckten Stadt war keine Volksabstimmung fĂŒr das Stadion nötig. Aber auch der St.Jakob-Park brauchte mehrere AnlĂ€ufe. Ein erstes Projekt verhinderte 1990 der Kanton. Die ĂŒberarbeitete Version erhielt 1994 zwar die Bewilligungen, jetzt machte aber die Stadiongenossenschaft einen RĂŒckzieher.

Erst ab 1996 nahm dann das Projekt der Marazzi AG mit den Architekten Herzog & de Meuron Fahrt auf. Das altehrwĂŒrdige Joggeli-Stadion wurde Ende 1998 abgerissen, zuvor gingen Einsprachen wegen der geplanten Bahnstation ein. Der erste Match in der neuen Arena ging im MĂ€rz 2001 ĂŒber die BĂŒhne. Damals war der St.Jakob-Park das erste Schweizer Stadion der neuen Generation mit Mantelnutzung wie Shopping-Center und einem Altersheim, welche den Bau quersubventionierte. 

Stade de Suisse, Bern

KapazitÀt: 32'000 Zuschauer
Kosten (inklusive Mantelnutzung): 350 Millionen

Luftaufnahme des Fussball-Stadions Stade de Suisse in Bern, Schweiz, am 1. Oktober 2007. Das Stadion mit einer Kapazitaet von 32'000 Sitzen wird als eines der acht Stadien an der UEFA EURO 2008 gebraucht werden, welche im Juni 2008 in der Schweiz und in Oesterreich stattfinden wird. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Aerial view of the football stadium Stade de Suisse in Berne, Switzerland, pictured on October 1, 2007. The stadium with a capacity of 32'000 spectators is one of the eight stadiums of the UEFA EURO 2008 taking place in Switzerland and Austria in June 2008. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Bild: KEYSTONE

Die Young Boys standen vor dem Ruin, als sich die Berner StimmbĂŒrger Juni 1997 mit 72 Prozent Ja-Stimmen fĂŒr das neue Stadion aussprachen. Wie in Basel plante die Generalunternehmung Marazzi AG den Fussballtempel. UrsprĂŒnglich sollte im Stadionbauch ein Multiplex-Kino entstehen, wegen Einsprachen wurde nach der ersten Baueingabe darauf verzichtet. 2001 wurde das alte Wankdorf-Stadion abgerissen. Nach vierjĂ€hriger Bauzeit rollte der erste Ball im neuen Stade de Suisse im Sommer 2005.

Swissporarena, Luzern

KapazitÀt: 16'500 Zuschauer
Kosten: 73 Millionen Franken

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Wie in ZĂŒrich ging es auch in Luzern drunter und drĂŒber bei der Planung des neuen Stadions. Zwei Volksabstimmungen brachten das Projekt beinahe zum Erliegen. Einer der Kritikpunkte waren die zwei geplanten HochhĂ€user des Investors Credit Suisse, die den Fussballtempel quersubventionieren. Nach der gewonnen Abstimmung im Dezember 2008 ging es zĂŒgig voran. Der erste Ball rollte am 31. Juli 2011. 

Kybunpark, St. Gallen

KapazitÀt: 19'500 Zuschauer
Kosten: 400 Mio. inkl. Mantelnutzung und Zufahrten

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Fast zehn Jahre dauerte es in St.Gallen, bis das neue Stadion mit Mantelnutzung realisiert war. 1999 gaben die StimmbĂŒrger grĂŒnes Licht fĂŒr die Umzonung des Standorts. Bei der öffentlichen Auflage 2002 gingen aber zahlreiche Einsprachen ein, die den Bau verzögerten. Die Baubewilligung erfolgte im August 2005, einen Monat spĂ€ter fuhren die Bagger auf. Die 19’000 Zuschauer fassende Arena wurde im Mai 2008 eröffnet.

Stockhorn-Arena, Thun

KapazitÀt: 10'000 Zuschauer
Kosten: 170 Mio. (inklusive Mantelnutzung)

Die Thuner und Koelner Fussballspieler posieren vor der Haupttribuene, im Hintergrund ist das Stockhorn zu sehen, vor dem Eroeffnungsspiel zwischen dem FC Thun und dem Bundesligist 1. FC Koeln in der neuen

Bild: KEYSTONE

Das erste, öffentlich finanzierte Neubau-Projekt fĂŒr den Ersatz des Lachen-Stadions erlitt 2006 bei den StimmbĂŒrgern Schiffbruch. In einem zweiten Anlauf gaben die StimmbĂŒrger im Dezember 2007 grĂŒnes Licht fĂŒr ein privates Projekt. Der Bau startete im FrĂŒhjahr 2010, der erste Ball in der Stockhorn Arena rollte im Juli 2011.

Stade de GenĂšve

KapazitÀt: 30'000
Kosten: 240 Millionen 

Nur zwei Jahre nach dem Spatenstich im Jahr 2001 war das neue Genfer Stadion fertiggestellt. Die Bewilligung fĂŒr das Projekt hatte der Stadtrat 1997 gegeben. 2008 stiegen im Stade de GenĂšve drei Spiele an der Euro. Der Heimklub Servette FC spielt leider seit Jahren in der Challenge League und lockt im Schnitt rund 2'500 Zuschauer an.

Les rampes pour la luminotherapie afin de regenerer la pelouse du stade de Geneve qui a souffert du manque d'ensoleillement, photographiees, ce vendredi 10 mars 2017. Le gazon est aux soins intensifs, pour etre pret pour le premier match officiel de l'annee 2017, l'equipe nationale suisse qui accueillera la Lettonie le samedi 25 mars 2017 a Geneve, cette rencontre entrant dans le cadre des qualifications pour la Coupe du monde FIFA 2018 en Russie. (KEYSTONE/Martial Trezzini)

Bild: KEYSTONE

Stade de la MaladiĂšre, Neuenburg

KapazitÀt: 12'000
Kosten: (inklusive Mantelnutzung): 200 Mio Franken

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Das Stadion in Neuenburg war das erste in einer Reihe kleinerer Neubauten. Der Stadtrat gab im MĂ€rz 2003 grĂŒnes Licht. Baubeginn war im Sommer 2005, das Eröffnungsspiel ging im Sommer 2007 ĂŒber die BĂŒhne.

Letzigrund, ZĂŒrich

KapazitÀt: 30'000 Zuschauer
Kosten: 110 Mio. Franken

ZU DEN LEICHTATHLETIK-EUROPAMEISTERSCHAFTEN, VOM 12. BIS 17. AUGUST 2014 IN ZUERICH, SCHWEIZ, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUM STADION LETZIGRUND ZUR VERFUEGUNG - Das neue Letzigrund Stadion erstrahlt in vollem Glanz, am Freitag, 7. September 2007, anlaesslich des Leichtathletikmeetings

Bild: KEYSTONE

ZĂŒrich hat zwar ein neues Stadion, aber es ist keine Fussball-Arena: Der Grundsatzentscheid fĂŒr den Ausbau des Leichtathlektik-Stadions Letzigrund wurde 1997 getroffen. Nachdem eine Jury 2004 das Siegerprojekt auswĂ€hlte, trieb der Stadtrat den Neubauweiter voran. Im Juni 2005 genehmigte das ZĂŒrcher Stimmvolk den Baukredit von 110 Millionen und einen Zusatzkredit von 11 Millionen fĂŒr die EM-Tauglichkeit des Stadions. 2008 fanden drei EM-Vorrundenspiele in ZĂŒrich statt.

So soll der neue Hardturm aussehen: Das Projekt Ensemble

Jubel bei GC-Fans

Video: watson/Sarah Serafini

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