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Steuern vom Lohn abziehen: Zürcher Kantonsräte möchten System wie Basel

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Mit dem automatischen Steuerabzug sollen Steuerschulden vermieden werden.Bild: imago

Nach Basel kommt Zürich: 3 Kantonsrätinnen fordern automatischen Steuerabzug

16.06.2026, 12:0816.06.2026, 12:08

Am Sonntag hat das Stimmvolk von Basel-Stadt entschieden, dass Angestellte künftig 10 Prozent ihres Bruttolohns direkt ans Steueramt überweisen lassen können. Drei Kantonsrätinnen fordern nun eine ähnliche Lösung für Zürich, berichtet der Tages-Anzeiger.

Laut des Bundesamts für Statistik sind Steuerrückstände die häufigste Schuldenart in der Schweiz. Mit der Änderung des Steuergesetzes will der Kanton Basel-Stadt diesem Problem entgegenwirken. Dank dem Ja von 53,4 Prozent der Stimmenden können nun Personen, die im Kanton arbeiten und wohnen, mit Lohnabzügen einen Teil ihrer Steuern monatlich bezahlen. Somit sollte es keine Überraschung geben, wenn die Steuerrechnung kommt, da das meiste schon bezahlt ist, schreibt der «Tages-Anzeiger».

Automatischer Steuerabzug soll auch in Zürich kommen

Die Zürcher Kantonsrätinnen Mandy Abou Shoak (SP), Gianna Berger (AL) und Andrea Grossen-Erni (EVP) fordern eine ähnliche Lösung wie in Basel für den Kanton Zürich, berichtet der «Tages-Anzeiger».

Arbeitgebende mit über 50 Angestellten sollen den Lohnabzug direkt ans Steueramt weiterleiten müssen. Arbeitnehmende, die den automatischen Steuerabzug nicht wollen, können sich abmelden. Für Firmen mit weniger als 50 Angestellten ist das Verfahren freiwillig. Die Entscheidung darüber, wie hoch der Prozentsatz des Lohnabzuges sein soll, wollen die Initiantinnen dem Parlament überlassen.

Ob sich das Vorhaben im Kantonsparlament durchsetzen wird, hänge von der GLP ab, schreibt der «Tages-Anzeiger». SP, AL und EVP kommen zusammen auf 48 Stimmen. Mit den 19 Sitzen der Grünen, welche den automatischen Steuerabzug auch unterstützen könnten, benötigen die Initiantinnen die 23 Stimmen der GLP, um eine Mehrheit zu erreichen. Ob die Grünliberalen mitmachen, ist laut Fraktionschefin Christa Stünzi noch offen, schreibt der «Tages-Anzeiger». (nil)

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