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Tapinoma-Ameise breitet sich im Kanton Zürich aus: So wird sie bekämpft

Tapinoma-Ameise breitet sich in Zürcher Gemeinden aus – so soll sie nun bekämpft werden

Die Tapinoma-Ameise hat sich in Schwerzenbach und Volketswil stark ausgebreitet. Der Schädling soll nun über die Gemeindegrenzen hinweg bekämpft werden.
11.09.2026, 07:1311.09.2026, 07:13

Noch im Juni 2025 meldeten die Gemeinden eine befallene Fläche von rund 35 Fussballfeldern, jetzt sind es schon 56. Rund 400'000 Quadratmeter seien befallen, teilten Schwerzenbach und Volketswil am Freitag mit.

Tapinoma magnum queen and male mate while many workers move larvae and pupa
Die Tapinoma-Ameise wurde über Pflanzen in die Schweiz eingeschleppt.Bild: www.imago-images.de

«Unser oberstes Ziel ist der Schutz von Gebäuden, Infrastruktur und der Lebensqualität unserer Bevölkerung», wird der Volketswiler Gemeinderat James Frei (parteilos) zitiert. Auch die Eigentümer sind um Mithilfe bei der Bekämpfung gebeten.

Die Gemeinden beauftragen nun die Griffin Ranger GmbH damit, eine Ameisen-Koordinationsstelle zu führen. So soll jede Massnahme im Gebiet synchronisiert ablaufen. Derzeit wird das Bekämpfungskonzept ausgearbeitet. Die koordinierte Bekämpfung ist ab Frühling 2027 geplant. Das Befallsgebiet verläuft der Bahn entlang vom Industriegebiet an der Industriestrasse in Volketswil bis nach Schwerzenbach.

Über Pflanzen eingeschleppt

Die invasive Tapinoma-Ameise stammt ursprünglich aus dem südlichen Mittelmeerraum. Typisch ist ihre einheitliche schwarze Färbung sowie die sehr gut ersichtlichen Grössenunterschiede zwischen den einzelnen Tieren innerhalb derselben Kolonie. Ein wichtiges Erkennungsmerkmal ist zudem ihr typischer Geruch, der beim Zerdrücken der Ameise an Buttersäure oder Aceton erinnert.

Die Verschleppung erfolgt häufig über Topf- und Gartenpflanzen sowie über den Transport von Erdmaterial, Bau- und Gartenabfällen. Das massenhafte Auftreten der Ameise führt zu erheblichen Belästigungen ausserhalb sowie innerhalb von Gebäuden, in welche sie aufgrund ihrer Grösse problemlos eindringen können. In stark befallenen Gebieten ist ein Aufenthalt im Freien teilweise kaum noch möglich, da sich diese Ameise auch durch ihr sehr wehrhaftes Verhalten auszeichnet.

Die Unterhöhlung des Bodens kann zudem die Stabilität des Untergrunds beeinträchtigen und die Sicherheit gefährden. Tapinoma können Schäden an Fassaden, Isolationen und elektrischen Anlagen verursachen und gelten als Hygieneschädlinge. (dab/sda)

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