21'500 Mal «Lass mich in RUHE!»
Falls du jemals daran gezweifelt hast: Ja, im Internet findest du alles. Und zwar absolut alles. Das jüngste Beweisstück: Dieser eine Italiener, der seine gigantische Sammlung von «Bitte nicht stören»-Türchildern aus Hotels aus aller Welt ins Netz gestellt hat.
Was typische Hotel-Mitbringsel angeht, laufen Türhänger meist unter dem Radar – völlig zu Unrecht, denn viele davon sind echte Designperlen. Auftritt Eduardo Flores: Der pensionierte UNO-Mitarbeiter aus Torino hat über die Jahre eine riesige Sammlung dieser Privatsphäre-Schilder angehäuft. Eine grobe Schätzung anhand des Layouts seines Flickr-Accounts ergibt: Der Mann hat wohl um die 21'500 Stück davon gesammelt, akribisch kategorisiert und hochgeladen. Sie sind durchsuchbar nach Land oder Sprache, nach Material (z. B. Holzschilder vs. Karton) oder Konzept (etwa Plüschtiere oder Schallplatten, die als Türhänger fungieren). Hey – sogar eine eigene Kategorie für solche mit Rechtschreibfehlern gibt es.
«Mein erstes ‹Bitte nicht stören›-Schild habe ich vor fast 20 Jahren auf einer Geschäftsreise nach Pakistan mitgehen lassen», so Eduardo. «Ein Schild führte zum nächsten und ehe ich mich versah, ist das Ganze komplett eskaliert. Jedes Schild erzählt eine Geschichte – es sind Erinnerungen an faszinierende Reiseziele.»
Deshalb, ohne weiteres Aufhebens: Hier kommt eine Auslese aus diesem wunderbar skurrilen Online-Archiv …
… und zwar angefangen mit ein paar Schweizer Exemplaren:
Und nun ab ins Ausland:
«Nehme mir ein Nach-Hummerbuffet-Nickerchen» … ob das das spezifischste Schild der Sammlung ist?
Oh ja. Jetzt wird es tierisch!
«Nicht stören …»
«… sonst bekommst du es mit meinem Gepard zu tun!»
Auch das gibt's: die Subkategorie der Hotelzimmer-Türschilder …
… für wenn der Hund im Zimmer warten muss.
«Ein epischer Traum», sowie eine «super Idee» – Ruhe bitte! Derweil «entdeckt» jemand «die neuen Freuden Nr. 5»:
Aber weshalb Schilder aus Karton, wenn es ein bemalter Stein oder eine halbe Kokosnuss auch tut?
Okay, das hier ist nun wirklich ausgeklügelt:
Gecheckt? Die Augenlider lassen sich nach unten klappen, für wenn man nicht gestört werden will.
«NEIN …»
«… Denk nicht einmal daran!»
